Zitat von Kamikazediebin: Ich bin auch jemand, der versucht überall einen Sinn zu suchen und hoffe ich werde im Rückblick einen finden. Manchmal würde man zu gerne in eine Glaskugel gucken.
Ich zähle mich zu den Menschen, die ganz fest an einen Sinn glauben. Mir selbst sind schon einige sehr unschöne Dinge im Leben passiert. Sehr viele davon haben mich auch in eine tiefe Krise gestürzt. Ich war sehr verzweifelt und hab am Guten im Leben gezweifelt. Und wenn ich jetzt zurück denke, bin ich über fast alles sehr froh (ausgenommen Verlust von Menschen in Form von Tod und Krankheit), das genau diese Dinge so passiert sind, wie es eben ist.
Versuche dich jetzt schon zu konzentrieren, was alles für dich besser werden kann. Im Augenblick denkst du nur auf alles Gute zurück. Ich denke, dass ist völlig normal. Aber wenn du vielleicht ganz genau hinschaust, wirst du Dinge entdecken, die möglicherweise nicht gut waren. Man sollte sich in dieser Phase nicht auf das gute Vergangene stützen, sondern auf das was nicht so gut war. Alles was geschmerzt hat und möglicherweise immer tun wird.
Mache bitte nicht den Fehler und schau dir unentwegt die glücklichen Fotos an. Besinne dich wirklich darauf, was du in Zukunft in deinem Leben besser haben wirst.
Solltet er wieder zurück kommen, dann kannst du auch bessere Bedingungen stellen für einen Neuanfang.
Zitat von Kamikazediebin: was ist da eure Erfahrung wie lange das dauert bis es besser wird?
Ich denke, das kann man nicht in Zahlen gießen. Wann es besser wird entscheidest du. Es wird nicht in 3 Monaten vorbei sein und vielleicht auch nicht in 6. Aber der Schmerz wird täglich weniger, wenn auch nur in sehr kleinen Schritten aber es wird besser.
Versuche jedes Fünkchen Optimismus zu fangen und ins Licht zu stellen. Für dich UND die Kinder. Und je positiver du dich stimmst, desto schneller wird es besser.
Denke daran, Mister X läuft schon irgendwo durch die Gegend und wünscht sich eine so liebevolle Partnerin wie du es bist. Auch wenn jetzt irreal und schwachsinnig klingt aber das Leben geht weiter und vielleicht schneller und besser als du glaubst.
Zitat von Kamikazediebin: Wir werden es morgen meiner fünfjährigen Tochter sagen und es graut mir ganz fürchterlich davor.
Verständlich und dafür wünsche ich dir alles Gute. Zeige der Tochter nicht deine Verzweiflung. Vielleicht würde sie es gut aufnehmen, wenn sie nicht dich als weinende Mama sehen würde. Sei stark zumindest für deine Tochter. Kinder sind oft sehr unkompliziert, sie reagieren nur sehr sensibel darauf, wenn sie sehen, dass die geliebte Mama leidet und darin sehe ich das größte Problem.