Megumi
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Gefühlslage: gemischt
Ich hab gedacht, ich fange hier eine Art Blog an, einfach, um meinen Kopf etwas aufzuräumen und zu entlasten. Dafür ist dieses Forum schließlich da ^^ Ich freue mich über Leser und/oder Kommentatoren, aber in erster Linie will ich einfach bloß schreiben. Und die Inhalte sind mir zu intim für meinen "normalen" Blog.
Vor 3 Tagen (2,5 um genau zu sein) habe ich Schluss gemacht. Seitdem ist alles um mich herum etwas nebelig, und ich hab ein bisschen Angst vor dem, was ich zu sehen bekomme, wenn der Nebel sich auflöst. Aber wie mir manche hier schon gesagt haben: Ich bin weit gekommen, und es wäre dumm, jetzt aufzugeben. Das Schwerste liegt schließlich bereits hinter mir, oder?
Jetzt, wo es aus ist, denke ich mie manchmal, dass ich die negativen Seiten unserer Beziehung in ein viel schlechteres Licht gerückt habe, als sie es verdient haben und die positiven Seiten bewusst (?) kleingehalten hab. Andererseits denke ich mir, dass bereits das erste Mal, als ich heulend unter ihm lag, einmal zu viel war. "Wer dich liebt, tut so etwas nicht", hat jemand in diesem Forum geschrieben. Recht hat er, aber natürlich ist da diese innere Stimme, die sagt "Du hast dich nicht gewehrt, also bist du selbst Schuld. Und es war doch auch ganz selten, das kann man dch vernachlässigen". Grässlich, ich fühl mich wie diese Mädchen, denen man sagt "Hättest du keinen Mini getragen, wärst du auch nicht vergewaltigt worden". AAAAAAAARGH!
Er hat ja einen sehr umfangreichen weiblichen Freundeskreis gehabt. Diese sogenannten Freundinnen habe ich fast alle icht gekannt (er hat sich auch geweigert, mir diese vorzustellen), und viele wussten gar nicht, dass es mich gibt. "Wir sind nur Freunde, also ist es doch unwichtig, ob wir Partner haben, weil wir ja eh nichts voneinander wollen", hat er gesagt. Dass mich das verletzt, ankotzt und einfach tierisch eiferüschtig machte, hat er nie verstanden.
Als ich Schluss machte, musste er mir aber natürlich unter die Nase reiben, dass ihn so manche Freundin gefragt hat, ob er sich eine Beziehung mit ihr vorstellen könnte (oder wenigstens Sex), aber er immer abgelehnt hat, weil er ja mich hat. Aha! So viel zum Thema "Wir sind nur Freunde". Wie hat er sich verhalten, dass die Mädchen überhaupt auf die Idee kamen, sie hätten Chancen bei ihm? Was hat er gesagt, getan? Hätte er von Anfang an erzählt, dass er eine Freundin hat, wäre es nie soweit gekommen. Aber dann hätte sicher die eine oder andere gar nicht erst mit ihm befreundet sein wollen, das Risiko war ihm wohl zu groß.
Ich hab nie verstanden, warum er das tut. Brauchte er das für sein Ego? Oder als eine Art Reservelager? Wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit meinen Gedaniken gar nicht so falsch lag und dass es bei den ganzen Treffen zu zweit im Restaurant, Schwimmbad, bei ihm zuhause etc. eben doch nicht nur um Freundschaft ging. Denn auch wenn er (laut eigener Aussage) immer abgelehnt hat, muss er wohl selbst auch heftig geflirtet haben, um so einen Eindruck zu erwecken. Und so jemand beschwert sich, dass ich ihm nicht 100%ig vertrauen kann?
Und warum erzählt er mir das kurz vor Schluss? Um mich eifersüchtig zu machen? Um mir ein schlechtes Gewissen zu machen? Keine Ahnung. Doch das bestätigt mir nur das, was ich die ganzen Jahre gefühlt habe: Dass er sich nicht sicher ist, dass ich wirklich die Richtige bin. Fein, kann ich da nur sagen, gleichfalls! Aber ich bin gegangen, bevor ich mich nach anderen umsehe, nicht andersrum! Jetzt fühle ich mich ihm ein bisschen überlegen, zumindest moralisch. Fühlt sich gut an ^^

