Zitat von Yoffi: Wieso ist das für Männer ein sensibles Thema und kein: oh mein Gott, so habe ich das noch nie erkannt-ich werde alles dafür tun, damit keine Frau erleben muss, was ich meiner Mutter nicht wünschen würde -Thema?
Für mich tatsächlich auch die Frage aller Fragen! Danke! Ganz sonderbar wird es, wenn die Unterdrückten beginnen, ihren Unterdrückern freundlich zu erklären, warum es Unterdrückung ist und warum es nicht schön ist, unterdrückt zu werden. Und sie praktisch beweisen müssen, dass es sich um Unterdrückung handelt.
Manchmal scheint es, dass Männer es erst als Unterdrückung wahrnehmen und anerkennen (!) , wenn ein Femizid vorliegt?
Zitat von Yoffi: Wieso müssen die Unterdrückten schauen, dass sie Sensibel auf die anderen zugehen? Mit "Unterdrückten" meine ich jetzt Frauen an sich und nicht Einzelpersonen.
Ich glaube, dass das einfach Gewohnheit ist. Auf beiden Seiten. Insofern sind Frauen und Männer ein eingespieltes Team. Sie erklärt, was selbstverständlich ist, geht auf ihn zu, obwohl beide zueinander streben sollten, initiiert Gespräche, die eigentlich beide wollen sollten, versucht, deutlich zu machen, was auf der Hand liegt, erklärt ihm, was er längst wissen sollte. Und er: Entscheidet, ob er das Angebot annimmt oder nicht.
Zitat von Yoffi: Nein. Manchmal gibt es einfach Wahrheiten. In diesem Fall historische Wahrheiten.
Ganz wichtige und richtige Aussage! Danke auch dafür.
Zitat von Yoffi: Fakten sind keine Wahrnehmung, keine Auslegungssache, keine Meinung.
🎯Zitat von Yoffi: Also mir wurde nicht besser zugehört, als ich ruhig geschrieben habe.
Stimmt.
Zitat von Yoffi: Bist du dir sicher, dass Mann dir zugehört hätte, wenn du nicht Chatti als Grundlage, quasi als Beweis, nehmen konntest? Wenn du einfach geschrieben hättest, so und so und so sind die tatsächlichen Studien zu dem Thema?
🎯Das Problem ist in meinen Augen tatsächlich die mangelnde Bereitschaft des Mannes, sich emotional weiterzuentwickeln, sich selbst auf den Grund zu gehen und sich für Dinge im zwischenmenschlichen Bereich zu interessieren.
In Foren und anderswo fällt immer mal die Aussage, wer denn die Jungs erzieht zu Männern. Damit ist gleich wieder die Mutter daran schuld. Nun ist es aber so, dass auch Mädchen Mütter und erst recht Väter haben können, die ihnen ihre Kindheit nicht ganz so unbeschwert und emotional geborgen gestalten. Und dann geht die Arbeit an sich selbst eben los. Arbeit, die Zeit, Energie, Tränen und auch oft Geld kostet.
Jeder Mensch, und somit auch jeder Mann, ist dafür verantwortlich, zu einem erwachsenen Menschen sich zu entwickeln, mit dem Partner es gerne aushalten, Menschen kommunizieren können und denen man nicht Grundlegendes langwierig und
immer wieder von vorn erklären muss.
Deshalb finde ich mittlerweile wirklich, dass man davon Abstand nehmen sollte, jemandem Angebote zur Verständigung zu machen, der an Verständigung überhaupt nicht interessiert ist.
Einfach umdrehen und gehen. Und hoffen, dass der Betreffende jobmäßig irgendwo eingebunden ist, wo er nicht emotional reif sein muss. Fabrik. Autowerkstatt. Irgendsowas.
Wenn dann wieder die üblichen Klagen von manchen Männern kommen, dass Frauen, die sich über das männliche Unvermögen, sich in Frauen hineinzuversetzen, beklagen, einen Keil zwischen Männer und Frauen treiben, dann zucke ich nur noch mit den Schultern. Denn der Graben entsteht ja vorher, weil Männer nicht sprechen und verstehen wollen.