Zitat von Yoffi: Nur weil Frauen lauter, mit Sicherheit nerviger und "hysterischer" geworden sind, leben wir auch in Deutschland nicht in einer weiblich geprägten Welt. Man müsste sich einfach mal mit Urteilen in Prozessen anschauen, in denen es um sx. Nötigung und Missbrauch geht, an erwachsen Frauen und Kindern, um das zu erkennen.
Ich bin was die Härte der Strafen für diese abscheulichen Taten betrifft völlig deiner Meinung. Ich glaube gar, dass es keine zwei Meinungen bei diesem Thema geben darf.
Was natürlich schwierig ist, ist die Beweispflicht, die ja der Justiz auch grosse Sorgen bereitet. Vor nicht allzulanger Zeit war es so (teilweise auch noch heute), dass die Dunkelziffer der Opfer sehr hoch war und man im Zweifel für den Angeklagten entschied. #metoo hat aber vieles verändert. Vieles zum Guten, einiges aber auch zum Schlechten. Seit metoo ist grundsätzlich jeder weisse Mann gefühlter Täter und es gab unzählige, die völlig zu Unrecht auf der Anklagebank landeten. Es reichte im Prinzip schon, dass eine Frau sagte xy hätte auf diese Art und Weise genötigt und schon sass der Mann dann vor Gericht. Selbst wenn dann das Urteil "unschuldig" lautet, wird ein Mann diesen Ruf nicht mehr los. Ich finde auch das sollte man an dieser Stelle einmal klar benennen.
Zitat von Yoffi: Seht es mal so: die letzten 1510 Beiträge habe ich zumindest partiell noch angenommen, dass ihr klug genug seid, als dass man euch erreichen könnte.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Vielleicht sind einzelne nicht klug, kann sein. Es kann aber auch sein, dass die Botschaft nicht der Wahrheit entspricht oder zumindest von einigen nicht als Wahrheit empfunden wird.
Zitat von Yoffi: sondern wo es wieder mal nur darum ging, männliche Dominanz, neuerdings getarnt durch weinerliche Theatralik
Hier fände ich es spannend, wie die Reaktionen ausfielen, wenn ein Mann dies über eine Frau geschrieben hätte.
Zitat von Yoffi: ihr seid damit in meinen Augen nicht besser, als die Männer, die tatsächlich konkrete Taten ausüben. Ihr bildet nämlich deren Fundament.
Ok, ich finde hier greifst Du daneben. Nur weil man eine differenzierte Sicht auf diese Themen hat, wird man nicht zum Täter. Letzten Endes können auch wir "unschuldigen Männer" (schätzungsweise 99,9%) nicht mehr tun, als diese Missstände zu benennen und in einem Fall der Nötigung, die man live erlebt, einzuschreiten.
Zitat von Yoffi: Wer sich im Anbetracht dieser Tatsache traut zu behaupten, wir hätten die Oberhand, der ist Teil dieses Systems. Und wird von mir auch entsprechend bezeichnet.
Was heisst schon Oberhand. Es gibt Bereiche, in denen es einfacher ist ein Mann zu sein und ebenso viele Bereiche, in denen es einfacher ist Frau zu sein. Ich würde sagen, so ist das Leben. Ganz grundsätzlich sehe ich aber in unserer westlichen Welt schon längst keine patriarchalischen Strukturen mehr. Dass es sie gab zweifle ich nicht an, aber jetzt noch immer davon zu sprechen halte ich offengesagt für hanebüchen.
Zitat von Yoffi: Wenn ein Richter entscheidet, dass er dem armen Verg.ewaltiger nicht seine Zukunft verbauen will, was soll daran ein Gesetz ändern?
Zunächstmal gibt es auch viele Richterinnen und die Gesetze bilden die Grundlage für den Richterspruch. Heisst, wenn im StGb steht, dass die Höchststrafe für säxsuelle Nötigung 3 Jahre Knast ist, dann kann der Richter den Täter nicht 7 Jahr einsperren, leider.