Zitat von Ema: Wenn jemand sagt: Die Täter kommen aus der Gesamtgruppe der Männer, dann ist keine Diffamierung aller Männer und man setzt sie auch nicht alle gleich.
Ich verstehe was du meinst und ne, würde ich bei dem Satz auch nicht vermuten. Das klingt ja auch ganz anders und differenzierter als „Männer sind Täter“.
„Männer sind Täter“ klingt für mich halt eben nach, „Männer sind Täter“. Männer sind es, generell. So nach dem Motto. Das ist etwas anderes als „Täter sind oft/öfter Männer“ oder „Täter gehören am häufigsten zur männlichen Gruppe“, „die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass ein Mann Täter ist“ oder oder. Da gehe ich auch absolut mit. Traurigerweise muss ich das, rein faktisch betrachtet.
Jedoch, das ist für mich so, zumindest vom Prinzip her, wie wenn ich sagen würde: „Frauen sind geldge!l“, damit würde ich alle Frauen in einen Topf werfen, obwohl das einfach nicht stimmen würde. Also natürlich kann man beides nicht miteinander vergleichen, von der Sache an sich, aber das Prinzip wäre quasi das selbe und worauf ich hinaus möchte, ist sicher klar. (Das Beispiel eben, ist übrigens nur ein Beispiel, weil dies oft behauptet wird, jedoch nichts, was ich so sehe. Eben nur ein Beispiel)
Bei dir merkt man übrigens auch nichts verurteilendes in Richtung Männer. So mein Empfinden. Du äußerst dich kritisch über bestimmte Dinge, die auch kritisch sind, steckst aber nicht alle in einen Topf und das finde ich durchaus gut und weiß ich persönlich zu schätzen. Also so ein Austausch in dem jeder seine Meinung sagen kann, ohne dass man sich dabei selbst angegriffen fühlen muss. Im Gegensatz dazu, finde ich es weniger klug, wenn ich hier abgestempelt werde, wenn ich eine andere Userin verteidige und in den Topf der „Ekeltypen“ hineingeworfen werde. Wenn dann von so einer Person Sätze kommen wie „Männer sind Täter“, dann weiß ich wo die Reise hingehen soll und das kann ich dann auch nicht so ernst nehmen, wie wenn beispielsweise du mir deine Sicht erklärst. Von Offenheit ganz zu schweigen.
Wenn ich in so einem Fall primitiv wäre, würde ich mir denken „Gut, Frauen sind blöd, sie verurteilen mich, also werfe ich jetzt meine guten Werte über Bord und verurteile sie auch“. Bin ich aber nicht, demzufolge mache ich das auch nicht und differenziere individuell, wie sich wer verhält. Was ich damit sagen will, wenn man auch den primitivsten erreichen möchte, dann nicht indem man mit einer Keule um sich schlägt und ihm das Gefühl gibt „du bist eh bescheuert, so wie die Bescheuerten“. Damit erreicht man ganz schnell mal das Gegenteil, von der ursprünglichen Intention.
Man achtet heutzutage auf so viele Dinge in der Sprache, damit sich niemand diskriminiert fühlt und das ist super, aber warum wird da bei Männern scheinbar so eine Ausnahme gemacht? Es ist wirklich nicht schwer, beispielsweise den Satz, den du verwendet hast, zu benutzen, statt einen Satz der so pauschal klingt.
Darüber könnte ich jetzt noch ewig weiter debattieren, denn mir gehen ziemlich viele Gedanken durch den Kopf, belasse es aber an der Stelle dabei, weil dieser Roman schon wieder ausgeartet ist.
🤪