Zitat von Moody92: Würdest du den Tag des Kennenlernens mit deinem Mann/Partner feiern in dem Wissen, dass er einen Tag später erstmal mit einer anderen geschlafen hat?
Da das eine mit dem anderen nix zu tun hat, ja, ganz ehrlich, würde ich es trotzdem feiern.
Aber du hast mich ein wenig missverstanden: komplett losgelöst von deinem speziellen Fall: Könntest du dir einen Kontext vorstellen in dem es NICHT ein absolut katastophales Zeichen für den Zustand einer Beziehung wäre, den ersten (!) Jahrestag nicht feiern zu wollen?
Oder in anderen Worten: Dass du diesen Jahrestag nicht feiern willst, zeigt sehr genau wie es von deiner Seite aus um die Beziehung bestellt ist. #Liebe, Achtung, Wertschätzung
Zitat von Moody92: Sie hat sich so verhalten, wie sie sich verhalten hat, ich habe 2x das Gespräch gesucht, beide Male hat sie jede Schuld/Verantwortung von sich gewiesen und jetzt mache ich das Thema eben mit mir selbst aus und gestehe mir dafür auch durchaus den ein oder anderen Monat zu.
Klingt für mich als würde sie zwei Dinge auseinanderhalten, die mE dringend auch du auseinanderhalten solltest: Sie erkennt durchaus 2 Dinge an:
1. Dass sie über solche Sachen ehrlich sein sollte, wenn sie es ehrlich und ernst mit der Beziehung meint. Stichwort Offenheit, gemeinsame Werte.
und 2. Dass diese Dinge zu hören für dich durchaus schmerzhaft sein kann, bis zu dem Punkt, dass sie Angst hatte, dass du deshalb schluss machen könntest.
Und insbesondere zweiteres ist auch das, was ich durchaus verstehen kann.
Der Schuh, den sie sich eben nicht anziehen will, und mE auch nicht sollte ist, dass diese Dinge eben bedeuten, dass sie irgendwie einen promiskuitiven Charakter hätte, sich ein Fehlverhalten zuschulden hätte kommen lassen, oder dass sie in ihrem Datingprofil gelogen hat.
Das ist ein riesiger Unterschied. Und DAS wäre mE der Punkt, wo verzeihen anfangen könnte. "Du hast dir nix zuschulden kommen lassen, ich vertraue dir, dass du es ehrlich meinst und auf etwas langfristiges aus bist, es macht mich traurig, dass du nicht von vornherhein so von mir geflasht warst, dass du den ONS nicht hattest, und es tut mir leid, dass unsere Kommunikation nicht gut genug war, dass wir über das Datinapp Foto reden konnten, statt dass du dich in die doofe Knutscherei gestürzt hast." Darauf liese sich aufbauen.
"Du hast in deinem Datinprofil gelogen, du kannst froh sein, wenn ich mit dir zusammenbleibe und musst dein Fehlverhalten einsehen und zu Kreuze kriechen." Darauf eher nicht.
Gibt Sinn?
Und ja, ein drittes Gespräch: "Gib zu, dass du gelogen hast" bringt wirklich Null. Und eine Beziehung auf der Basis: "Sie hat gelogen, ich vertrau ihr nicht" auch nicht.