Zitat von Mann1989: Hat er denn wortwörtlich von einem Machtkampf gesprochen?
Wörtlich nicht. Aber implizit geht es nur noch darum.
Zitat von Mann1989: Ihm wäre es wichtig gewesen, dass sie ihn zumindest mit seiner Sicht versteht.
Das tut sie ja vielleicht sogar. Sie stimmt ihm nur trotzdem nicht zu und bleibt bei ihrer eigenen Meinung.
Verstehen und Zustimmen sind 2 völlig verschiedene Dinge. Mein Partner und ich haben das ständig, können das aber so benennen und dann auch so stehen lassen. ZB "Ich verstehe deine Enttäuschung, dass es heute keinen S3x gibt, ich tröste dich sogar, ich bin aber trotzdem zu müde für S3x und deshalb gibt es keinen"
Zitat von Mann1989: Dafür wäre es nötig gewesen, dass sie zumindest einsieht, dass ihre Aktion nicht so ganz koscher war.
Nein. Siehe oben.
Sie kann seine Ansicht verstehen und ihre eigene trotzdem behalten.
Was er nicht kann, ist ihre Ansicht zu verstehen.
Er meint, sie müsse ihm zustimmen, wenigstens in Teilen, damit er seinen Frieden finden kann. Er will sie dazu bewegen, ihre Ansicht zu ändern. Und genau darin besteht der Machtkampf.
Und du meinst anscheinend, wenn sie ihn versteht, stimmt sie ihm auch zu (zumindest in Teilen).
Das wird ja oft so formuliert "Mein Partner versteht einfach nicht, dass....." dabei bedeutet es meistens "Mein Partner macht nicht, was ich gern hätte".
Verstehen ist meistens nicht das Problem.
Zitat von Mann1989: Es nagt an ihm und er denkt sich womöglich, wie toll kann diese Zugspitze sein, wenn man da ohne grossen Effort hochkommt?
Es war aber seine Entscheidung, all das teure Equipment hochzuschleppen und vom Mt Everest auszugehen, denn:
Zitat von Mann1989: Er will diese Wanderung unbedingt machen, weiss aber nicht wohin es wirklich geht. Für ihn ist aber klar, dass wenn er Wandern gehen will, dann muss es der Mount Everest sein
Er hätte ja auch vorab mal fragen können "Sag mal, auf welchen Berg gehen wir denn? Brauch ich Wanderschuhe oder reicht FlipFlops?"
Davon auszugehen, dass es natürlich der Mt Everest sein muss, war schon seine eigene Entscheidung.
Die Formulierung "Es nagt an ihm" impliziert übrigens ein gekränktes Ego, was zu dem Fall hier wiederum sehr gut passt.