Zitat von Rheinländer: ab dem Moment beginnt, in dem man echtes Interesse an jemandem entwickelt.
Ich gehe bei deinem Beitrag mit. Aber: dieser Moment, den du beschreibst, dieser Zeitpunkt, der ist nicht vorgegeben und ist nicht vorzugeben.
Und das ist doch genau der Knackpunkt in der Diskussion.
Es wird bezweifelt, dass sie ein ernsthafter Bindungstyp ist, weil sie einen anderen Zeitpunkt hatte, wo es bei ihr zu echtem Interesse wurde.
Und das ist einfach Quatsch. Schmerzhaft vielleicht für die Person, die da schon weiter war, aber dennoch Quatsch.
Zum Zeitpunkt des ersten Dates hatte sie, ihrer eigenen Aussage nach, noch kein Interesse an einer festen Partnerschaft mit dem TE. Das Treffen war nett, einer Wiederholung stand nichts im Weg, aber mehr war da nicht. Also hat sie ihr Leben weiter gelebt.
Nach den fünf Wochen wiederum hat er durch seine Online-Aktivitäten nach außen getragen, dass er sich nicht auf sie festgelegt hat. Was sie wiederum enttäuscht hat und zu dem Kuss brachte. Unnötig, aber vorwerfen kann ihr das keiner. Es war genauso wenig Fremdgehen, wie sein online Schreiben es war. Gleichzeitig brachten beide zum Ausdruck, dass sie noch nicht 100 % dabei sind.
Wenn ich aber unabhängig davon, wieviel Interesse der andere da schon hat, erwarte, dass er ab dem 1. Treffen exklusiv nur noch mich datet, dann funktioniert das nicht. Es sei denn, ich spreche es deutlich aus.
Anders als noch vor 10-15 Jahren wird halt heutzutage mehr und schneller gedatet. Ein erstes Date ist dabei einfach noch völlig nichtssagend, alles andere entwickelt sich erst. Deshalb sind auch ein stückweit die Stimmen irrelevant, die sagen "ja, aber meinen Mann habe ich vor 20 Jahren von Anfang an exklusiv gedatet". Ja. Da war das so. Heute ist die Realität aber eine andere und da muss man einfach den Mund aufmachen, wenn man bestimmte Vorstellungen hat.