Zitat von Gabel: Genau das ist wohl mein Problem. Der Mann gibt ja dann einen Grund an weshalb er gerade so ist wie er ist und nicht mehr wie am Anfang. Z.B. Stress bei der Arbeit, Geldsorgen, Stress weil die Kinder ihn nicht sehen wollen etc. (sind jetzt alles Beispiele die so waren). Und dann habe ich das Gefühl mehr geben zu müssen und dann kommen immer mehr oder halt andere Gründe/Ausreden von ihm dazu. Wie macht man hier den Unterschied. Bzw. wie zieht man Grenzen oder wo?
In meinen Augen ist es vor allem die innere Haltung, dass man, egal welche Beziehung, nicht um jeden Preis will. Immer wieder für dich die Bestandsaufnahme, ist es das, was ich leben will? (Spoiler: Aber ich liebe ihn! gilt nicht.)
Der erste Punkt, wo ich in deinem Eingangspost lese, dass du dieses Prinzip ganz klar missachtest hast. war nach der ersten Trennung nach einem halben Jahr. Du schreibst, dass du gekämpft hättest.
Vielleicht magst du da etwas näher drüber nachdenken (und evtl. schreiben) was da genau passiert ist, in dieser Zeit.
Er hat sich getrennt, aus Gründen, die du nicht zu verantworten hattest, auf die du keinen Einfluss hattest.
Aus Gründen, an denen ER aber sehr wohl schrauben hätte können. (Ansage an die Ex, Mediation, gemeinsame Erziehungsberatung, im schlimmsten Fall der Weg über JA, Rechtsberatung und Gerichte, muss er nicht, darf er scheuen, aber mit dir Schluss zu machen war halt die einfachste Maßnahme...)
Damit liegt der Ball ganz klar bei ihm. Damit liegt es ganz klar bei ihm den Schmerz anzuerkennen, den er dir verursacht hat, sich zu überlegen, wie es weitergehen kann, ohne dass er dir wieder solchen Schmerz zufügt.
Dein Job, vor allem dir selber gegenüber wäre es gewesen, wieder
mindestens genauso kritisch wie am Anfang hinzuschauen, ob du das mittragen möchtest, nachdem er schon mal hingeworfen hat.
Es war
nicht dein Job, ihm die Beziehung hinterherzutragen. Wenn dann hätte er wieder ankommen müssen.
Ab da habt ihr zu seinen Bedingungen gespielt.
Umfeld und Job aufgeben um in seine Richtung zu ziehen, ist auch ein riesen Invest. Was hat er im Gegenzug getan? Schöne Worte gelten nicht!
Das mit dem Geld ist so eine Frage... Ich zahl bei meinem Freund auch gemeinsame Einkäufe und gemeinsame Ausflüge komplett. Macht mir aber nix aus, weil erstens sinds keine Unsummen, die ich vermissen würde, und zweitens will ich ihn halt gerne dabei haben, irgendwie finde ich es blöd, immer allein nach den Kindern schauen zu müssen und so.
Und er würde NIE, NIE, NIE darum bitten.
Er achtet Beispielsweis auch immer darauf, was bei mir im Haushalt zu machen, wenn er da ist, und sich in der Kinderbetreuung einzubringen.
(Aber ich hab mit Grenzen setzten, Beziehung in Frage stellen können, ernst nehmen, was vom andern kommt, auch ein riesiges Thema, deshalb fällt mir da so viel dazu ein... Danke für den Impuls)