Catwoman2017
Gast
Zitat von Peggy01:Ich weiß, dass mein Mann nichts dafür kann, dass er krank geworden ist. Das kann uns allen passieren. Ich werfe ihm aber vor, dass er nichts tut, um den Verlauf dieser Krankheit so weit wie möglich hinauszuzögern. Es gibt genügend Angebote, es gibt z. B. Lungensport, - mach ich nicht -, er könnte bspw. auch mit dem Hund laufen, - das mach ich jeden Tag, wenn ich von der Arbeit komme, er hat bis jetzt 40 Prozent Schwerbeschädigung, es geht ihm noch lange nicht so schlecht, dass er ein Pflegefall wäre. Wir unternehmen absolut nichts mehr miteinander, er geht nicht mal mehr mit zu den Geburtstagsfeiern von seinen Kindern und Enkelkindern. Er liegt den lieben, langen Tag nur auf dem Sofa und schaut fern oder er sitzt im Keller und raucht. Weißt du, wie sich das anfühlt? und sage ich mal was, heißt es, lass mich in Ruhe!
Ich kenne das Gleiche mit meiner Mutter.
Das Wort "Mitleid" setzt sich aus "mit leiden" zusammen. Und das tust Du. Du hast Dich weder von heute auf MOrgen von ihm getrennt und bist mit gepackten Taschen abgehauen, noch springst Du wahllos durch die Betten oder lässt ihn unnötig leiden.
Dein Mann hat für sich eine Entscheidung getroffen, bzw. einen Weg gefunden, mit seiner Krankheit klar zu kommen.
Das muss nicht Dein Weg sein und Du musst ihn weder gutheißen noch unterstützen.
Ich denke, Du wirst ihm oft genug gesagt haben, dass es Dir als Ehefrau nahe geht, dass er resigniert und Dir die Hände gebunden sind.
Aber Du musst Dir nicht seine Schuhe anziehen.
Ich würde ihm wirklich klar sagen (oder ihm einen Brief schreiben, den er nach Gusto lesen kann, wann er mag), dass Du für Dich mit Deinem Latein am Ende bist und Du schlichtweg überfordert bist mit der ganzen Situation.
Ihm klarmachen, wie verzweifelt Du bist und ihm (auf eine respektvolle Art und Weise) sagst, dass es für Dich immer schwieriger wird, dieser Ehe hoffnungsvoll entgegenzutreten.
Dass Du Dir (unabhängig von seiner Krankheit) auch Deine Wünsche und Bedürfnisse eingestehst und ihm sagen, was Dir fehlt.
Du kannst Dich so nochmal sortieren und sowohl er als auch Du habt die Wahl, wie ihr damit umgeht.
Du darfst glücklich sein. Punkt.
