Zitat von Grace_99:Der Vergleich hinkt, heißt ja nicht das es den Frauen egal war, oder?
Du denkst in Extremen. Natürlich ist es für viele Frauen ein sehr schlimmes Erlebnis und sie ringen hart mit sich etc.
Aber vielen Frauen eben auch nicht. Und selbst das ist nicht verwerflich, wenn man das logisch aufdröselt, nämlich in dem Moment, wo ich die Ansicht vertrete, dass in den ersten Wochen sich nur Zellen ansammeln, die (ein medizinischer Ansatz) von einem Haufen Hautzellen bspw. in nichts unterscheiden.
Wenn du aber davon ausgehst, dass dieser Zellhaufen aber die Potenz besitzt zu einem Menschen zu werden, musst du anders argumentieren - dann ist man eben schnell bei der Diskussion der Menschenrechte.
Das sind zunächst einfach unterschiedliche Sichtweisen, die beide ihre Berechtigung haben ohne dass man sich an die Gurgel springen muss.
Die ganze Diskussion besitzt eben eine erhebliche Tiefe, denn überdies hat es ganz viel mit der Emanzipation der Frau zu tun (die mir im Übrigen mehr als heilig ist!). Da es in den 60ern mit der Verhütung eben noch nicht so weit her war wie heute, bedeutete die Geburtenkontrolle per Abtreibung ganz viel persönliche Freiheit und Selbstbestimmung. Die Frau konnte selbst entscheiden ob sie mit dem klassischen Frauenbild konform geht oder sich eben für ein Leben ohne Kinder entscheidet.
In 2018 ist die Lage aber eine andere. Heutezutage muss keine Frau mehr ungewollt schwanger werden. Die Verhütungsmittel sind korrekt angewendet sicher. Sprich mal mit einer Frauenärztin.
Frauen, die trotz korrekter Pilleneinnahme schwanger werden, bewegen sich im Promillebereich.
Über Alternativen bei Pillenunverträglichkeit fange ich gar nicht erst an.
Da schätze ich mal schwanger geworden, trotz korrekter Verhütung 2%, einen über den Durst getrunken, sich von der Leidenschaft hinreißen lassen 98%.