leilani1801
Gast
Ich stand glücklicherweise noch nie vor der Entscheidung, ob ich ein Kind abtreiben soll oder nicht, aber ich gehe davon aus, dass ich es nie getan hätte, von Extremfällen wie einer Vergewaltigung oder gesundheitliche Risiken für die Mutter mal abgesehen.
Was mich aber immer gestört hat bei dieser Debatte und zwar so lange ich denken kann war der Satz, der häufig in diesem Zusammenhang fällt "mein Körper gehört mir". Denn rein logisch dachte ich mir dann immer: "aber so ist es doch nicht, da wächst ein neuer Mensch im Körper der Frau heran, hat der überhaupt kein Recht auf Selbstbestimmung?"
Von Befürwortern dieser Aussage kommt dann ja häufig das Argument, dass es sich keine Frau leicht macht ein Kind abzutreiben. Es wäre immer eine harte Entscheidung, die mit viel Leid verbunden ist.
Klar ist dies auch bei vielen Frauen der Fall, ich kenne aber auch einige Frauen, die diese Entscheidung recht locker getroffen haben. Für die ein Embryo in den ersten 3 Monaten eben nichts anderen ist als eine Ansammlung von Zellen und in keinem Vergleich zu der eigenen Lebensperspektive steht. Sprich sie trieben ab, weil ein Kind nicht zum aktuellen Lebensplan gepasst hat, sie sich noch beruflich verwirklichen wollten, bereits einige Kinder hatten oder finanziell einfach nicht zurückstecken wollten.
Oft kam das Argument sie wären trotz Pille schwanger geworden, was heutzutage so häufig eigentlich gar nicht mehr passieren kann bei korrekter Pilleneinnahme. In der Regel schließen die 2% Unsicherheitsfaktor bei der Pille mögliche Einnahmefehler mit ein.
Ehrlich kann ich die letztgenannten Gründe nur ganz schwer nachvollziehen. Meinem Empfinden nach sind das keine guten Gründe. Hat denn der entstehende Mensch überhaupt keine Lobby?
Ist es nicht zumutbar ein Kind auszutragen und dann zur Adoption freizugeben?
Wie seht ihr das?
