Arnika
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Männlich im ritterlichen Sinne schließt übrigens Frauenverehrung mit ein, also Liebeslieder zu reimen und sich für die Auserwählte ins Schwert zu stürzen. Da ists wohl in diesem Sinne auch nicht sehr weit mit eurer Männlichkeit bestellt. Also so gesehen bin ich bei dir, ein echter Mann würde die äußere wie innere Schönheit der Frau huldigen, das Herumgeflenne, buhubuhu, mir hat mal eine weh getan, ist in deinem traditionellen Verständnis von Mann absolut unmännlich. Aber ob du deinen Widerspruch begreifen kannst, lass ich mal dahingestellt.
Wenn schon Ansprüche an die weiblichen Tugenden, dann bitte erstmal dasselbe in diesem Rollenbild des Mannes leisten. Also u.a. mit 14 h Arbeitstagen soviel Geld zu verdienen, dass man Haus, Frau und Kinder durchfinanzieren kann und Schmerzen klaglos hinnimmt und ohne Worte runterschluckt. Große weinerliche Gefühlsausbrüche geht für mann in deinem Rollenbild nämlich gar nicht - und es geht auch nicht, sich nur verweichlicht die Gustostückerl rauszuklauben und nicht genug Geld zu verdienen, um seiner Frau und den 4 Kindern ihr Leben zu finanzieren.
Also ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn ich einen großen Beschützer an meiner Seite hätte, der meine inneren wie äußeren Werte huldigt, mir die Tür aufhält und mir mein Leben durchfinanziert, der nicht rumflennt und erhaben große Leistungen vollbringt. Ich bin absolut dafür, dass sich mann zu diesem ehernen Rollenverständnis bekennt und das lebt - absolut.
Aber solang keine großen Leistungen erbracht werden, keine finanziellen Mittel da sind, um mehreren Menschen ein sorgloses Leben zu ermöglichen und auch noch Gefühlsausbrüche stattfinden, die nicht dem großen starken Beschützer auf Lebenszeit gerecht werden, dann doch bitte auch beim inhärenten Rollenbild der Frau keine zu hohen Ansprüche stellen. Alles andere sind doch nur Wunschphantasien von kleinen Buben, die selber nichts leisten, aber nach der bedingungslosen Liebe und Hingabe der Mama schreien. Und dieses kindliche Wunschkonzert spielt es für einen "echten" Mann gerade im traditionellen Rollenbild eben so gar nicht.
Also kann ich dir nur raten, und das meine ich wirklich in aller Freundschaft, daran zu arbeiten, groß und stark zu werden, hohe Leistungen zu erbringen, deine Gefühle zu kontrollieren, deine Ängste abzustreifen, genügend Geld für den Lebenserhalt mehrerer Menschen zu verdienen, zu lernen, die finanzielle als auch mentale Verantwortung für diese Menschen zu tragen und ein Bild von einem Mann zu werden. Denn bislang siehst du nur den Splitter im Auge des anderen, aber den Balken in deinem Auge erkennst du nicht.