Zitat von Sonnenschein85: Ich denke er hat starke Gefühle für die Andere, wenn das mindestens 3 Jahre geht.
Würde ich auch vermuten: Er spielt entweder auf Zeit, ob seine Freundin es ihrem Mann beichtet und sich für ihn trennt. Oder will zumindest über Weihnachten kommen.
Und: Er scheut Wohnort-Wechsel, Finanzen, dass das Kind gegen ihn aufgehetzt wird. Vielleicht liebt er die TE auch noch irgendwo, aber halt als alten Kumpel. Ist in solchen Fällen ja fast immer so.
Mir persönlich wäre das zu wenig. Ich möchte mit keinem Mann mein Leben teilen, der nur aus Angst und Bequemlichkeit bei mir bleibt. Kann mir nicht vorstellen, dass man da nicht verblüht. Und dass ich selbst nie wieder S ex habe, wo man sich gegenseitig begehrt, kann ich mir auch nicht vorstellen. Horror eigentlich.
Hier käme für mich noch ein wesentlicher Punkt ins Spiel: hatten sie in den letzten Jahren noch Sex? Wenn nicht stellt sich halt auch die Frage nach dem Warum. Und obs mir selbst nur um die Behausung, die Finanzen und die Bequemlichkeit geht. Dann würde ich es vermutlich cooler sehen, man kann einen anderen ja nicht ins Zölibat zwingen.
Das sollte sie mal für sich klären. Der Ehemann der Freundin ist da ziemlich wurscht. Dass das mit ihrem Mann nochmal eine echte Liebesbeziehung wird, ist leider ziemlich unwahrscheinlich. Gibts, aber äußerst selten. Aber wenn sie sich in Wahrheit eh nur mehr pragmatisch als WG sehen, könnten ja in Zukunft beide ehrlicher damit umgehen, die Ehe öffnen vielleicht. „Ich will keinen S ex mehr mit dir, aber du darfst bis an dein Lebensende auch keinen mehr haben“, geht nicht.
Alles, was sie bislang machte, Höschen ignorieren, Freundin und deren Ehemann kontaktieren zu wollen, führt sie nur von der eigentlichen Frage weg: Wie steht es tatsächlich um meine Beziehung, will ich sie weiterführen und warum, was müsste ich ändern, reicht mir „auseinandergelebt und marode“ bis ans Lebensende, könnten wir theoretisch das Steuer nochmal rumreißen, will ich überhaupt mit ihm noch schlafen?
Erst dann kann sie ehrlich mit ihm reden, wie sie sich die Zukunft realistisch vorstellt. Also würde ich mal in mich gehen, alle Nebenschauplätze ausklammern, eine realistische Bestandsaufnahme machen, meine eigene Haltung hinterfragen, was ich mir von ihm erhoffe, was ich selbst zu ändern bereit bin - und darauf ein realistisches Zukunftsszenario erstellen mit mehreren Varianten. Man sollte eines dabei nicht vergessen: Eine marode Beziehung ist eine Dauer-Belastung. Das sind pure Energie- und Lebenszeit-Fresser. Also wäre die eigentliche Kernfrage: Erhoffe ich mir mit diesem Mann noch mal einen zweiten Frühling? Und bleibe ich selbst aus Liebe - oder aus Angst. Die Jahreszeit ist eigentlich sehr gut für innere Einkehr. Auch wenn das anstrengend ist, aber vermutlich auch überfällig.