Zitat von Isely:Genau das ist es eben.
Der doppelte Betrug.
Wir beide wissen das es schlimmer ist als nur von 1 Menschen betrogen zu werden.
Stimmt!
Genau daran hatte ich lange zu knabbern.
Man geht ja i.d.R. von sich aus.
Für mich käme der Partner eine Freundin niemals in Frage - ganz sicher nicht!
Somit war ich fassungslos.
Wir hatten uns seit unserer Jugend als beste Freundinnen bezeichnet.
Auch wenn meistens ich diejenige war, die sie aufrichtete und ihre Tränen trocknete, da sie deutlich labiler ist und viel häufiger eine Freundin brauchte, vertraute ich ihr dennoch blind.
Schon das anfängliche Vorhaben eine Affäre mit meinem Mann als Ego-Push, Zeitvertreib und Lichtblick ihres etwas langweiligem Leben zu beginnen, finde ich egoistisch, abgebrüht und skrupellos.
Dass sie sich dann so heftig verliebte, dass sie alles hinschmeißen wollte, kann ich ihr wiederum nicht übel nehmen.
Da konnte und kann ich mitfühlen, denn sie litt sehr.
Trotzdem war es ihre Entscheidung.
Es war der Preis, den sie nun zahlen musste und leider immer noch muss. Sie hatte sich zum Spiel mit dem Feuer entschieden und sich nun heftigst verbrannt.
Dabei kann und will ich ihr nicht helfen.
Ich habe ihr verziehen und werfe ihr nichts mehr vor. Aber ich sehe sie heute klar und mache mir keine Illusionen.
(Übrigens, ihr zu verzeihen, war auch ein wichtiger Akt für mich.).
Naja - den Status "beste Freundin" hat sie zudem ebenfalls verloren.
In ihren Augen kam mein Mann besser davon das nahm sie ihm lange übel.
Das stimmte aber so nicht. Wir banden sie zwar nicht ein, hatten aber ebenfalls eine harte Zeit hinter uns.
Nun, mein Mann und ich haben es mittlerweile geschafft und sind uns viel näher, als je zuvor.
Meine Freundin reagierte darauf eine sehr lange Zeit sehr eifersüchtig,
Wenn sie uns sah (z.B. auf Partys), dann starrte sie ihn ständig von weitem an, bis er sie dann irgend wann aufforderte, dies zu unterlassen.
Tja, es machte sie super ärgerlich, dass er mich über alles informierte, obwohl er ihr das verkündet hatte. Sie hätte ihn gerne als "besonderer" Freund behalten. Als sie dann nach einiger Zeit versuchte, wieder Kontakt zu ihm aufzunehmen, - natürlich "nur freundschaftlich" ja ja ja

-, lehnte er das kategorisch ab.
Es fiel ihr super schwer sich selbst einzugestehen, dass er sich klar gegen sie entschieden hatte. Das nagte heftig an ihrem Selbstbewusstsein. Sie suchte 1000 Gründe, um ja nicht die Wahrheit zu sehen.
Aber - mittlerweile - hat sie es kapiert.
Mittlerweile kommen wir wieder miteinander aus - wenn es auch nie mehr so sein wird wie früher.