Timeconsumption
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Zitat von GelberStern:Und dieses ständige Entschuldigung nervt mich auch, wie dich, wenn er von einem Fehler redet, ich finde, das reicht mir nicht, ich will Erklärungen ...
Ich glaube, es gibt keine einzig richtige Antwort auf das Warum. Also nicht die eine Antwort, die es erklärt. Ich glaube, dass es viele einzelne Kleinigkeiten sind. Bei mir starb in der Zeit mein Vater und ich hatte keine Zeit zum Trauern, es gab in der Zeit so vieles zu tun, für meine Mama da sein, den Haushalt auflösen (inkl. 2 Werkstätten), seine Firma erstmal weiterführen, bis zur Übergabe an seinen Partner. Ich habe nur noch funktioniert. Und ja, natürlich ist die Bauchpinselei für meinen Freund untergegangen, natürlich ist er in den Hintergrund gerückt. Mittlerweile kann ich aber (für mich) aus voller Überzeugung sagen, dass das für MICH so richtig war. Meine Familie war mir wichtiger, meine Mama war mir wichtiger und auch meine Tochter, die wahnsinnig an ihrem Opa hing. Von der neuen Kollegin wurde er gesehen und angehimmelt, bei mir hatte er das Gefühl, nicht gebraucht zu werden. Für mich keineswegs eine Entschuldigung. In keinster Weise. Nur eine Erklärung. Es gab zu Hause keinen Streit, keine Verbitterung. Nur Hilflosigkeit manchmal. Aber die hat er nie gesehen und ich war mir dessen nicht bewusst genug, wie es mir eigentlich ging.
Heute denke ich, dass er es anders machen würde. Eine Garantie gibt es nicht. Aber die gibt einem das Leben sowieso nie.
Wr Frauen wirken oft stärker, als wir sind. Gerade als Mama fällt mir das oft auf, Mütter gehen über ihre Grenzen und zeigen dies häufig nicht mal.
hat er denn klar kommuniziert, wo er sich gebraucht fühlen möchte?
Ich kann mittlerweile seine Hilfe gut annehmen und der Kleine braucht ihn ja nun wirklich, aber ob das auf Dauer so bleibt, weiß niemand. Ich weiß aber: wenn wir ihm nicht reichen, ich werde ihn nicht (nochmal) aufhalten.