Zitat von Wintergarten69: Das Checken seiner Emails ist und bleibt keine gute Sache. Verstehe nicht, dass Du das nicht selber erkennst.
Ja, das sehe ich ähnlich.
Wenn es so ist, dass in einer vertrauten Partnerschaft ein Bedürfnis besteht, E-Mails…zu kontrollieren, stimmt etwas grundsätzliches nicht.
Allerdings wenn der betr. Partner von dieser eigenen Besorgnis und Verunsicherung weiß, es plump ignoriert und dennoch seine eigenen Wünsche als erste Priorität sieht, stimmt es erst recht so gar nicht mehr.
Ob der EM von @Nadja_K tatsächlich in eine Affäre "schlittert" oder eine "harmlose" Freundschaft beginnen möchte, wer von uns kann es wissen.
Aber…
Bezeichnend und erschreckend ist es, dass es dem EM scheinbar absolut wumpe ist, dass es der TE mit dieser für ihn so wichtigen "Freundschaft" schlecht geht.
Es interessiert ihn nicht, da ihm seine eigenen Bedürfnisse wichtiger sind.
Damit verdeutlicht er ganz klar seine Prioritäten.
Wenn die TE für ihn seine "geliebte exklusive Partnerin" wäre und an erster Stelle stände, würden ihre Belange für ihn vordergründig sein - zumindest eine Rolle spielen.
Somit kann ich das Misstrauen der TE verstehen und irgendwie auch, dass sie diese E-Mails liest, um sich Klarheit zu verschaffen.
Denn…
Das Bedürfnis nach Klärung entsteht eben durch Misstrauen und Misstrauen ist nun mal das Gegenteil von Vertrauen.
Die TE schenkt ihrem EM scheinbar kein Vertrauen mehr und ist besorgt.
Leider scheinen ihm diese Sorgen nicht wichtig genug zu sein. Tja, und genau das ist es, was die Situation so beklemmend macht.
Zitat von Nadja_K: Sie hat ihn lediglich gefragt, ob sie sich während dem Urlaub mal melden soll und er hat geantwortet, dass er sich schon freuen würde von ihr zu hören.
Ja, klingt harmlos.
Trotzdem frage ich mich:
Ist es irgendwie und war es irgendwann für ihn von Belang, dass seine vertraute Lebenspartnerin (der Mensch, der ihm besonders wichtig ist) ein Problem mit dieser Kontaktaufnahme während des Urlaubs haben könnte?
Dies scheint für ihn nicht der Fall zu sein, denn er beantwortet diese Anfrage seiner Kollegin - ohne Berücksichtigung bzw.
Rücksichtnahme auf seine EF, deren Vorbehalte und Sorgen er kennt.
Mit der Ignoranz dieser Sorgen, geringschätzt er seine EF.
Dadurch verschiebt sich das Gleichgewicht und die Augenhöhe in dieser Partnerschaft.