bekloppt
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Ich habe seit einigen Monaten eine Affäre. Er ist verheirateter Familienvater, ich Single.
Wir kennen uns ewig, früher war er einmal in mich verliebt, ich damals aber frisch vergeben und habe ihn nur als Kumpel betrachtet.
Wir chatten den ganzen Tag, von morgens bis abends.
Wenn wir uns treffen (max. 2x pro Monat aufgrund Entfernung) läuft auch immer etwas. Davor/danach quatschen wir ganz normal wie früher auch.
Aber irgendwie fängt es an, kompliziert zu werden.
Bisher war es so, dass er zwar beispielsweise immer mal meine Hand gegriffen, sie aber kurz darauf wieder los gelassen hat. Er konnte keine Nähe zulassen. Auf Nachfrage erklärte er mir, er würde so gern, aber dass er dahingehend ein noch größeres schlechtes Gewissen gegenüber seiner Frau hat. Er liebt sie, das sagt er immer wieder. Aber sie macht ihn nicht an. Daher kam es überhaupt erst zu dem, was zwischen uns ist. Es sollte immer nur um Sex gehen.
Nun ist es so, dass er sich verändert.
Er fängt beinahe schon an zu klammern. Schreibt mir beispielsweise, dass er mich vermisst und gerade meine Facebookbilder durchscrollt. Nachts kriege ich teilweise Nachrichten, dass er nicht schlafen kann weil er an mich denkt.
Antworte ich nicht schnell genug schreibt er wieder. Es geht zwar oft um Sex bei den Chats, aber nicht ausschließlich. Es ist auch ganz viel alltägliches.
Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, sind wir erst spazieren gegangen, er hat dabei meine Hand gegriffen und sie nicht mehr los gelassen. Nachdem wir Sex hatten, sind wir noch einmal eine Runde gegangen, da hat er mehrfach den Arm um mich gelegt und mit mir Späße gemacht. Wären wir beide Singles würde ich sagen, er ist voll dabei sich zu verlieben.
Aber so kann ich ihn nicht einschätzen. Er sagt, mit seiner Frau läuft es aktuell so gut wie lang nicht mehr. Klar, den Sex kriegt er ja bei mir, haha. Vor einiger Zeit hat er mir gesagt, dass er es schade findet, dass es zwischen uns jetzt erst geklappt hat. Wäre das vor seiner Ehe oder zumindest vor seinem Kind passiert wüsste er sofort, was er machen soll.
Wie schätzt ihr seine Veränderung ein? Wieso wird er so anhänglich? Ist es sein Ego, dass das schreit? Oder entwickelt er doch wieder mehr Gefühle, so wie damals?
Er betont auch immer wieder, dass er mich nicht wieder verlieren mag, ich wenigstens eine Freundin für ihn bleiben soll wenn es anders nicht klappt.
Wieso ist ihm das so wichtig? Wieso sagen Männer sowas?
Ich fürchte nur, das wird nicht klappen. Ich bin dabei, das Ganze nicht mehr nur als S.geschichte zu sehen und bin aber Realistin genug, um zu wissen, dass das eher nichts wird mit uns. Und dann auf Freundschaft umschalten stelle ich mir schwer bis unmöglich vor.
Es tat zumindest schon einmal gut, sich alles von der Seele zu schreiben. Möchte mich bei allen bedanken, die bis hierhin gelesen haben und vielleicht zu meinen Fragen auch noch etwas schreiben könnten. Wascht mir ruhig den Kopf, vielleicht ist das mal nötig.
Ich wünsche euch schon einmal ein schönes Wochenende.
