So.
Da bin ich mal wieder in meinem "alten" Thema...
Ich hoffe, ich bekomme ein paar mitfühlende Antworten und werde nicht gleich wieder von der Fraktion "Betrogene Ehefrauen" zerrissen, wie das hier ja leider in so vielen hilfesuchenden Threads der Fall ist.
Ich stehe auf dem Parkplatz vor der Arbeitsstelle meines Mannes und hole ihn für unseren Mediationstermin ab.
Es wird zunächst der letzte mögliche Termin sein, bevor er Anfang Februar eine neue Arbeitsstelle antritt, am anderen Ende von Deutschland. Er zieht also aus. Dazu muss ich wohl sagen, dass er seine Arbeitsstelle verloren hat (Kündigung) und sich nun bei der Suche nach Alternativen darauf fokussiert hat, etwas wirklich dauerhaft zufriedenstellendes zu finden, ohne dabei an die Nähe zur Familie zu denken. Bzw sogar bewusst eine große räumliche Trennung herbei zu führen.
Da er ein Mann ist, der in der Paparolle voll aufgeht (wie er es auch immer selber betont), hat mich das schon sehr erstaunt, um es mal harmlos auszudrücken.
Wir werden also gleich endlich (ja, es zieht sich bei uns wie Kaugummi und ich staune immer über den "Aktionismus" bei den meisten anderen Trennungen hier) die Finanzen regeln und auch die soften Themen wie Kinderbetreuung in den Ferien etc. Er meint ja schon, er hätte jetzt kein Geld mehr, um die Kinder alle zwei Wochen zu besuchen...!
Mein Problem wieder einmal ganz akut:
Es tut immer noch weh, diese Schritte Richtung Trennung/Scheidung zu gehen.
Ich WEI ganz genau, dass es nicht anders geht! Wir hauen uns inzwischen im Haus alle paar Tage die Köpfe ein, die Kinder bekommen viiieel zu viel mit, werden sogar instrumentalisiert. Mein Mann ist inzwischen auch richtig fies zu mir, gängelt mich, wo er kann, wertet mich ab, ignoriert mich, alles vor den Kindern. Ich habe selber kein Vertrauen mehr in ihn. Sein Verhalten mir gegenüber ist unmöglich und auch nicht mehr mit seiner Verletzung zu entschuldigen!
Ganz abgesehen von all den Themen, in denen wir inzwischen sehr unterschiedlich ticken (Freizeitgestaltung, Hobbies, Religion...). Und abgesehen von der jahrelang fehlenden Anziehung!
Es passt einfach so vieles nicht mehr.
Und dennoch blitzen die Bilder von längst vergangenen glücklichen Zeiten auf, lange vor den Kindern war das. Und ich falle dann regelmäßig in dieses Loch voller Vorwürfe, dass ich nicht mehr für die Beziehung getan habe! Dass ich nicht die Veränderung gelebt habe, die ich mir gewünscht hätte.
Ich muss Schluss machen.... später.