Krabbe1
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Seit vielen Wochen lese ich hier, entdecke häufig Gemeinsamkeiten.
Jetzt schreib ich über mein Erlebnis.
Im November vergangenen Jahres kam es zur Trennung zwischen meinem Mann und mir.
23 Jahre zusammen/ 14 Jahre Ehe/ Sohn zum damaligen Zeitpunkt 12 Jahre alt.
Im August letzten Jahres fand ich heraus, dass mein Mann seit März ein Doppelleben führte.
Kennengelernt hatte er sie im Januar.
Tja, das gesunde Bauchgefühl. Denn in dieser Zeit begann ich immer wieder zu spüren, hier verändert sich etwas, irgendwas ist nicht stimmig.
Aber ich konnte dieses Gefühl nicht wirklich "greifen".
Mein Mann war aus beruflichen Gründen nur an den Wochenenden zu Hause.
Veränderung in seinem Verhalten ließ mich öfter nachfragen.
Irgendwann sogar gezielt auf eine eventuelle "neue Bekanntschaft".
Es kennen so viele von euch, das übliche. Vehement abgestritten.
Sogar Wahnvorstellungen wurden mir unterbreitet.
Nach unserem Sommerurlaub musste ich Klarheit schaffen.
Ich zweifelte ja schon an meinem gesunden Menschenverstand.
Der Klassiker. Handcheck und Volltreffer. .
Sie lebt in der Nähe seiner Arbeitsstelle.
Plan: Er möchte mit ihr zusammen sein, zwischen uns sei "irgendwas" kaputt gegangen, keine Gemeinsamkeiten mehr.
Zwei Wochen später: Nein, wir geben die Ehe und Familie nicht auf.
Wir haben doch alles, es wird wieder alles gut.
Gut sollte es aber nur werden, indem bitte größtenteils über das Geschehene geschwiegen wird.
Mann habe sich ja schließlich entschieden bei Frau und Kind zu bleiben, Punkt.
Ich habe mich selbst verraten, verbogen, es "muss" ja wieder alles schön werden.
Das habe ich bis Ende November ausgehalten.
Dann konnte ich mich nicht mehr selbst belügen.
8 Wochen ging seine Nebenbeziehung weiter, gar nichts war beendet worden.
An dem Abend sind meine Sicherungen durchgebrannt.
Hysterischer Rausschmiss.
So, und nun. Nach über drei Monaten noch immer Gefühlschaos.
Meistens ist es Wut.
Unfassbarkeit über die Fähigkeit so ein Lügengerüst aufbauen zu können.
Es gab 2011 schon einmal eine Trennung. Damals war er ebenfalls "Fremdverliebt".
Ich weiß. Bitte schüttelt zu recht eure Köpfe und denkt euch: Warum macht sie so etwas mit? Ich tu es ja selbst.
Ich verzeihe mir nicht, dass ich meinen Sohn nicht besser geschützt habe.
Er muss doch in seinen Grundfesten erschüttert sein.
Er liebt seinen Vater.
Und auch mein Mann liebt ihn sehr.
Dieses Wochenende verbringen sie gemeinsam.
Mein Mann ist vorerst in das Haus meiner Schwiegermutter.
Hat dort eine kleine Wohnung bezogen.
Diese Wochenenden sind für mich furchtbar.
Ich wollte ganz gewiss nicht, dass unser Sohn sich seine Eltern einmal "teilen" muss. Wo er seinen Papa in den letzten Jahren sowieso schon so wenig gesehen hatte.
Ich leg nun mal eine Schreibpause ein.
Es ist recht lang geworden und doch noch lange nicht alles gesagt.
An diejenigen, die es lesen: Lieben Dank dafür und vielleicht entsteht der ein oder andere Austausch.
Liebe Grüße
die Krabbe
