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Meine Eltern sind gegen meine Beziehung

Kampfschnake


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Hallo Hope0194,

Zitat von Hope0194:
Würdest du diesen leeren Satz bitte begründen anstatt ihn einfach so stehen zu lassen?


Brightness2 und VictoriaSempere meinen leeren Satz mit Inhalt gefüllt. Ich danke Ihnen sehr.

02.01.2022 17:59 • #76


Nachtlicht

Nachtlicht


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Hallo Hope0194,

mein Eindruck, dass deine Eltern gute Gründe haben könnten deine Beziehung zu deinem Freund skeptisch zu sehen, hat sich ja nun durch deine weiteren Ausführungen bestätigt.

Ich sehe es wie einige andere Vorschreiberinnen hier - die Situation ist wesentlich komplexer als dass nur deine Eltern deinen Freund nicht mögen, und deine eigenen Anteile an der Situation (und damit auch an der Lösung) sind wahrscheinlich größer als du denkst. Was du über deinen Freund und eure Beziehung zueinander erzählst, auch über deine Probleme mit Eifersucht etc., klingt teilweise ziemlich ungesund und auch da wundert es mich nicht, dass deine Eltern sich einen anderen Mann für dich wünschen. Sie wähnen wahrscheinlich nur ihn als Ursache deiner Probleme, womit ihnen natürlich ein wesentlicher Aspekt in der Wahrnehmung fehlt.

An deiner Stelle würde ich die Beziehung sehr gründlich überdenken - so wie du sie schilderst, bzw. hier so kleckerweise mit den eigentlichen Problemen und Baustellen zwischen euch herausrückst, klingt es eher danach als würden sich zwei junge Menschen mit ihren jeweiligen Reifungslücken in einer dysfunktionalen Bindung aneinanderklammern, anstatt sich in großer Liebe gegen widrige äußere Umstände (ablehnende Eltern) und mit Blick auf eine stabile gemeinsame Zukunft zu bewegen.

Auch deine Abnabelung von deinen Eltern könnte, so wie du es hier schilderst, sehr viel mehr Übernahme von Eigenverantwortung auf deiner Seite vertragen und weniger trotzige Abgrenzung bei gleichzeitiger Vorteilsnahme. Letzteres gehört in die Phase der Pubertät, aber nicht mehr in die späten Jahre des jungen Erwachsenenalters. Du kannst nicht von deinen Eltern erwarten, dass sie dich in Krisen daheim aufnehmen und dir ein Fahrzeug finanzieren, und zugleich kommentarlos deine sonstigen und aus ihrer Sicht verkehrten Lebensentscheidungen tolerieren - das abhängige Verhalten von dir ist ja keine Einbahnstraße. Wer als eigenständig wahrgenommen werden will, muss auch eigenständig sein.

Ich würde die Situation an deiner Stelle tatsächlich mal zum Anlass nehmen, eine generelle Inventur zu machen, Lebensziele und Selbstverantwortung neu zu überdenken und zu überlegen, wie diese auf eine von Dritten unabhängige Weise erreichbar für dich sein könnten.

02.01.2022 21:29 • x 6 #77



Meine Eltern sind gegen meine Beziehung

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Hope0194


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Tatsächlich sind meine Gefühle sehr instabil. Ich habe kein konstantes Glücks- oder Zufriedenheitsgefühl in Bezug auf die Menschen in meinem Leben, die ich liebe.

Als Beispiel hierfür möchte ich gerne erwähnen, dass ich während Streitsituationen mit meinem Partner immer das Gefühl habe, dass ich ihn nicht liebe, wir nicht zusammenpassen und ich Schluss machen will. Ich bin voll in meiner Wut und Enttäuschung drin. Flachen die Emotionen jedoch ab, wir vertragen uns, haben den Konflikt gut gelöst, dann plagt mich ein schlechtes Gewissen bzgl. der vorangegangen Gedanken.

Auch in Bezug auf meine Eltern ist es so. Ich verbringe gerne Zeit mit ihnen und fühle mich geborgen im Elternhaus. Und ich verstehe auch, dass sie meinen Weg hinterfragen bzw. nachfragen. Das zeigt, dass ich ihnen wichtig bin und meine Aufgabe ist es dann ihnen die Sorge zu nehmen, insofern, dass ich meinen Teil dazu beitrage sie zu beruhigen.
Stellen sie sich jedoch gegen meine Beziehung bzw. gegen meinen Partner, würde ich sie am liebsten aus meinem Leben verbannen, weil sie meinem Glück im Wege stehen.

Und so bin ich tagein tagaus in einem inneren Gefühlskonflikt und komme nur schwer da raus....

03.01.2022 20:16 • x 1 #78


Hope0194


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Ich tendiere auch dazu alles zu überdenken, zum Overthinking. Tief in meinem Inneren will ich mich gar nicht fallen lassen, weil ich Angst davor habe verletzt zu werden. Ich will immer vorbereitet sein auf Tag X, sodass ich nicht so stark verletzt werde. Dadurch kann ich aber weder in Leichtigkeit leben und lieben, noch mache ich es jemanden anderem leicht mich zu lieben.

Passt jetzt nicht so seht zum Thema Eltern, bietet sich aber an dieser Stelle an zu erwähnen. Es muss halt einfach mal raus, um mich besser verstehen zu können.

03.01.2022 20:19 • x 1 #79


Hope0194


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Mir ist zusätzlich noch bewusst geworden, dass ich mich teilweise wie ein Spielball fühle und nicht gut bei mir bleiben kann.
Sagt mein Freund etwas gegen meine Eltern oder kritisiert sie (auf mich oder ihr generelles Verhalten bezogen, nicht auf ihn oder unsere Beziehung), dann ergreife ich Partei für Sie und die Wut gegen meinen Freund wird aktiviert.
Im Gegenzug sieht es bei meinen Eltern genauso aus. Sagen sie etwas gegen meinen Freund oder unsere Beziehung, ergreife ich Partei und bin wütend auf meine Eltern.
Ich kann dann nur schwer objektiv bleiben und einfach mal hinhören was alle zu sagen haben. Vielleicht liegt ein Stück Wahrheit drin und ich darf etwas für mich mitnehmen?

Wie schaffe ich es mehr bei mir zu bleiben und mich nicht so von meinen Emotionen mitreißen zu lassen? Mein Wunsch nach einer stabilen Beziehung ist so groß, aber ich weiß auch, dass ich meinen Teil zur Instabilität beitrage...

05.01.2022 14:50 • #80


Unterwegs

Unterwegs


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Zitat von Hope0194:
zum Overthinking. Tief in meinem Inneren will ich mich gar nicht fallen lassen, weil ich Angst davor habe verletzt zu werden. Ich will immer vorbereitet sein auf Tag X, sodass ich nicht so stark verletzt werde.

Ja, bei der Vorgeschichte kann ich das sehr gut verstehen. Immerhin hat sich dein Freund ja schon einmal von dir getrennt.
An deiner Stelle würde ich das mal als Anlass nehmen, noch mal in Ruhe über deine Wünsche, Ziele im Leben (als auch in der Beziehung) nachzudenken. Was willst du?
Hast du denn ein Hobby, was dir Spaß macht und dich von dem ganzen Mist ablenkt?

Zum Thema Overthinking würde ich dir definitiv Meditation empfehlen. Auf YouTube gibt es wirklich tolle Videos zu dem Thema und wie man seine Gedanken ordnen kann. Es ist anfangs zwar ungewohnt, aber das kann man lernen und man kommt Gleichheit zur Ruhe.

Dann solltest du definitiv an deinem Selbstbewusstsein arbeiten, damit du für dich einstehst.

Zitat von Hope0194:
Im Gegenzug sieht es bei meinen Eltern genauso aus. Sagen sie etwas gegen meinen Freund oder unsere Beziehung, ergreife ich Partei und bin wütend auf meine Eltern.

Und natürlich bist du wütend. Du hast es schon richtig erkannt. Ungewollt bist du zum Spielball geworden und jeder zerrt an dir.

Dass das auslaugend und kräftezehrend ist, kann man vollkommen verstehen.
Aber umso mehr zeigt es dir, worauf du achten sollst (nämlich auf dich).
Zur Not würde ich mich echt von allen Beteiligten eine gewisse Zeit lang zurückziehen und denen zeigen, wie sehr dich das belastet.

Hast du über deine Sorgen schon mit deinen Eltern und Freund gesprochen? Was sagen die dazu?

Und hast du auch unabhängig von den beiden jemanden zum reden (Freunde, Geschwister)? Wie schätzen die die Situation ein?

05.01.2022 15:08 • x 1 #81


Hope0194


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Zitat von Unterwegs:
Ja, bei der Vorgeschichte kann ich das sehr gut verstehen. Immerhin hat sich dein Freund ja schon einmal von dir getrennt. An deiner Stelle würde ich das mal als Anlass nehmen, noch mal in Ruhe über deine Wünsche, Ziele im Leben (als auch in der Beziehung) nachzudenken. Was willst du? Hast du denn ein Hobby, was ...

Ich habe mich die letzten Wochen wieder vermehrt um das Thema Hobby gekümmert. Ich liebe es total in der Natur zu sein, das fährt mich auch richtig runter. Also gehe ich täglich an die frische Luft. Zudem treibe ich gerne Sport, also habe ich auch das wieder in meinen Alltag integriert. Ansonsten bemühe ich mich wieder mehr um Freundschaften und auch darum mein soziales Netz zu erweitern.


Zitat von Unterwegs:
Zum Thema Overthinking würde ich dir definitiv Meditation empfehlen. Auf YouTube gibt es wirklich tolle Videos zu dem Thema und wie man seine Gedanken ordnen kann. Es ist anfangs zwar ungewohnt, aber das kann man lernen und man kommt Gleichheit zur Ruhe.


Meditieren tue ich auch, mittlerweile täglich. Mache momentan auch eine Hypnotherapie neben der normalen Therapie. Nur in solchen Momenten, in denen die Emotionen hochkoche, reagiere ich noch immer überwiegend aus meinen alten Mustern heraus. Da ärgert mich total!

Zitat von Unterwegs:
Hast du über deine Sorgen schon mit deinen Eltern und Freund gesprochen? Was sagen die dazu?

So genau habe ich das noch nicht angesprochen, generell darüber was es mit mir macht. Das werde ich beim nächsten Mal ansprechen. Ich denke, meinen Eltern ist es nicht bewusst. Meinem Freund vielleicht schon eher, aber er schaut da sowieso mehr auf sich.


Zitat von Unterwegs:
Und hast du auch unabhängig von den beiden jemanden zum reden (Freunde, Geschwister)? Wie schätzen die die Situation ein?

Als Einzelkind bleiben mir nur Freunde. Habe nur eine Freundin mit der ich offen über sowas sprechen kann, die das sogar aus ihrer eigenen Beziehung kennt. Da diese aber unter Depressionen leidet, möchte ich sie nicht regelmäßig damit belasten. Meine anderen Freundinnen können sich da nicht richtig einfühlen...

05.01.2022 15:22 • #82


Begonie


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Zitat von Hope0194:
Stellen sie sich jedoch gegen meine Beziehung bzw. gegen meinen Partner, würde ich sie am liebsten aus meinem Leben verbannen, weil sie meinem Glück im Wege stehen.

Du kannst davon ausgehen, dass Deine Eltern als Außenstehende Dein vermeintliches Glück neutraler und objektiver sehen als Du es kannst.

Ich habe einige Beispiele im engeren Umkreis, wo das auch praktiziert wurde. Da wird an problematischen und beziehungsuntaublichen Menschen festgehalten. obwohl Eltern und Geschwister sagen: Sei vorsichtig, schau Dir an, worauf Du Dich einlässt.

Die wollen Dich schützen, aber sie sehen aufgrund ihrer Lebenserfahrung und Menschenkenntnis vieles klarer als Du zu sehen bereit bist.

Und hinzu kommt ein einfacher Mechanismus, der die Beziehung schützt: Wir gegen den Rest der Welt! Wir wissen es besser, wir halten zusammen, gerade wenn die engere Umwelt abrät. Nichts verbindet Menschen mehr miteinander wie ein gemeinsamer Feind. Der kann es noch so gut meinen, noch so recht haben, derjenige, der in der Beziehung steckt wertet das ab und interpretiert es anders.
Die kennen diesen einzigartigen Mann ja gar nicht bis hin zu, die gönnen mir mein Glück nicht, wird da alles an Selbstlügen aufgetischt was das Zeug hält.

Wenn Du dann Deinen Willen durchsetzt und sehenden Auges in Dein Unglück marschierst, so schütteln sie bedauernd den Kopf, lieben Dich aber weiter, weil Du das Kind bist, das man vor Unglück schützen will. Und später, wenn dann das Unglück in die Beziehung gekommen ist, dann ist der elterliche Trost und die Hilfe wieder hoch willkommen.

05.01.2022 15:56 • x 1 #83


Hope0194


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Zitat von Begonie:
Du kannst davon ausgehen, dass Deine Eltern als Außenstehende Dein vermeintliches Glück neutraler und objektiver sehen als Du es kannst. Ich habe einige Beispiele im engeren Umkreis, wo das auch praktiziert wurde. Da wird an problematischen und beziehungsuntaublichen Menschen festgehalten. obwohl Eltern und ...


Mag sein, dass sie mehr sehen als ich oder als mir lieb ist. Aber ich darf meine eigenen Erfahrungen machen und beende eine Beziehung, weil sie mir nicht gut tut, nicht, weil Mama oder Freundin es sagen. Mag sein, dass es ein stückweit Rebellion ist, aber ich bin hier auf dieser Welt um zu lernen. Und im Moment will ich einfach endlich wieder in meiner Beziehung zu diesem Mann in Ruhe ankommen, lieben und leben.
Niemand weiß wie lange eine Beziehung hält. Vielleicht nur wenige Monate, paar Jahre oder ein Leben lang. Ich bin noch nicht bereit ihn gehen zu lassen, auch, wenn ich ihn seit der Trennung damals nicht mehr aus der rosaroten Brille betrachte.

05.01.2022 16:07 • #84


Begonie


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Klar, mach Deine Erfahrungen, denn der Mensch lernt immer nur aus selbst gemachten Erfahrungen.
Aber sei dann nach einem durchaus möglichen Scheitern aus so reif, nicht wieder in das Kindschema zu fallen, das die Eltern jetzt auffangen müssen und sollen. Stichwort Eigenverantwortung.

05.01.2022 16:11 • x 1 #85


Hope0194


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@Begonie Nein, das ist mir durch die erste Trennung bewusst geworden. Ich bin zu abhängig von anderen, weil ich glaube nichts alleine schaffen zu können. Ich brauche immer andere, weil ich es alleine nicht schaffen kann. Ich weiß nun, dass das nicht stimmt. Ich bin stärker als ich glaube und ich darf mich vor allem auf mich selbst verlassen.

05.01.2022 16:18 • #86


Begonie


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Zitat von Hope0194:
Ich bin stärker als ich glaube und ich darf mich vor allem auf mich selbst verlassen.

Du kannst Dich nur auf Dich selbst verlassen. Andere Menschen werden Dich sonst enttäuschen. Eine Ausnahme sind die Eltern, denn die lieben ihr Kind immer, auch wenn es 100 Mal auf die Schnauze fällt und zig Mal das Falsche tut.

05.01.2022 16:53 • x 1 #87


Unterwegs

Unterwegs


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@Begonie

Hm, also ich verstehe schon was du meinst.

Ich meine wer kennt es nicht, wenn alle anderen offensichtlich erkennen, dass der Partner zB. einer Freundin nichts taugt, aber sie selbst es wegen den Gefühlen nicht sieht.

Aber ich finde es schon was anderes, wenn die Eltern den Schwiegersohn nicht leiden können, weil er die Tochter bspw. schlecht behandelt (oder mit Dro. oder ähnliches Kontakt hat) oder weil er und seine Mutter aus ärmlichen Verhältnissen stammen.

Dann ist sowas nämlich echt oberflächlich ist und er kann nichts dass er aus ärmlicheren Verhältnissen zu kommt.
Da würde ich definitiv auch zu meinem Partner halten und wäre enttäuscht, dass meine Eltern so oberflächlich denken.
Zumal die TE ja überhaupt nicht so ist.

Gibt halt leider Menschen die andere immer noch in Kategorien stecken und das muss nicht sein.

Zitat von Begonie:
Eine Ausnahme sind die Eltern, denn die lieben ihr Kind immer, auch wenn es 100 Mal auf die Schnauze fällt und zig Mal das Falsche tut.

Eltern sind aber auch nicht frei von Fehlern und sollten sich selbst mal reflektieren und schauen, ob sie was zur Situation beigetragen haben (was hier auch der Fall ist).

05.01.2022 17:49 • #88


Lumba


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Zitat von Hope0194:
Mag sein, dass es ein stückweit Rebellion ist, aber ich bin hier auf dieser Welt um zu lernen.

Es ist erwachsen, seine eigenen Erfahrungen zu machen. Es gehört dann aber auch dazu, die Konsequenzen zu akzeptieren. Findest Du, Du kannst das?

Und übrigens: jede Beziehung ist GEBEN und nehmen. Auch bei den Eltern...

05.01.2022 18:00 • #89


Kampfschnake


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Zitat von Hope0194:
Mein Freund hat selbst all die Jahre gerne die Unterstützung meiner Eltern in Kauf genommen und darauf bestanden. Wollte ich mich finanziell unabhängig machen, hat er mir ins Gewissen geredet, dass es ja von Vorteil ist, wenn sie uns weiterhin unterstützen. Er hat sogar erwartet, dass sie ihn mitfinanzieren, von sich aus. Hatte bis heute ein Problem damit, dass ich während meines Studiums von ihnen unterstützt wurde, er aber nicht. Das hält er mir bis jetzt vor.

Zitat von Hope0194:
Es ist doch so, wenn es ihm so schlecht geht wegen meiner Eltern, dann sollte er mich doch dabei unterstützen mich von ihnen zu lösen und mich nicht noch dazu ermutigen mir einen Kredit bei meinen Eltern zu holen.

Zitat von Hope0194:
Und sie hat letztens Öl ins Feuer gekippt und erzählt, mein Vater wollte ihn angeblich nie als Schwiegersohn. Ob mein Vater es tatsächlich so formuliert hat bzw. was hinter diesem Gespräch steckt, werden wir nicht erfahren.
Ich für meinen Teil kann die Vergangenheit hinter mir lassen und nach vorn blicken. Mein Freund kann das nicht und sucht Halt bei seiner Mutter, die ihm Anscheinend auch keine guten Ratschläge bieten kann.


Liebe Hope0194,

das sind einige Äußerungen von Dir, die mich stutzig gemacht haben. Unabhängig von dem Snobismus Deiner Eltern, den Du eingangs erwähnt hast, verhalten sich Dein Freund und seine Mutter m.M.n. (auch) nicht korrekt Dir gegenüber. Sie manipulieren Dich. Ob sie sich dessen bewusst sind oder gefühlsmässig handeln ist hier nicht entscheidend. Manchen Menschen fällt es schwer Manipulation zu erkennen, weil die Beseitigung einer diffusen, unangenehmen Disharmonie - für die sich irgendwie verantwortlich fühlen - für sie an erster Stelle steht. Das hat auch was mit Schuldgefühlen zu tun, für die Eltern durchaus verantwortlich gemacht werden können.

Du hast erkannt, dass Du der Spielball zwischen bürgerlicher Behaglichkeit und prekären Verhältnissen bist. Beide Parteien zerren an Dir. Das wäre kein Problem, wenn Dein Partner eine klare Position beziehen würde. Das macht er aber nicht.

Ganz blöde Situation für Dich. Persönliches zum Schluss: Meine Tochter ist von 02.94. Wenn sie in Deiner Situation wäre, würde ich zur Elch*in. Sie ist von der Veranlagung Dir nicht unähnlich und ich weiß, dass ich als Mutter Mensch nicht fehlerfrei war / bin.

Best regards

05.01.2022 22:54 • #90



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