Zitat von Abraxas:
Klar - der TE hat es ganz am Anfang verpasst, eine Grenze zu ziehen, ihr die Koffer vor die Tür zu stellen. Ich denke, dass können die wenigsten, wenn sie emotional total verwickelt sind.
Aber das ist jetzt alles "Hätte, hätte, Fahrradkette".
Wichtig ist nicht mehr, was hätte er tun können, sondern was er jetzt macht.
Genau so sehe ich das auch. Es war ein Fehler selbst auszuziehen. Sie will die Ehe mit dem TE nicht
mehr, also soll sie die damit verbundenen Konsequenzen tragen und selbst ausziehen. Wer auszieht
hat meist die schlechteren Karten. Auch wenn es schwer fällt, aber als erstes sollte der TE wieder
einziehen und seine Frau bitten - als Verursacherin - schnellstmöglich auszuziehen.
Das wird sie vermutlich nicht tun. Also braucht der TE einen etwas längerem Atem. Die Ehe ist sehr
wahrscheinlich am Ende, also ist eine Rücksichtnahme auf sie, freundlich und nett bleibend aber in
der Sache hart, nicht mehr angezeigt.
Mein Rat an den TE:
Schnellstmöglich wieder einziehen. Außer den notwendigen Absprachen wegen des Kindes, dabei
stets höflich bleibend, keine Gespräche führen und keinen vermeitbaren Kontakt zu ihr, wäre jetzt eine
sinnvolle Option. Also auf keinen Fall versuchen ein Beziehungsgespräch mit ihr zu führen. Sucht sie
Streit, sie lächelnd anschauen und aus dem Raum gehen.
Hole Dir alle möglichen Hilfen. Dein enges persönliches Umfeld solltest Du, ohne in Details zu gehen,
wahrheitsgemäß informieren.
Leider hat der TE, @ Abraxas hat das ja bereits genannt, nicht die einzige - wenn auch geringe - Chance
genutzt und ihr weiter Zeit gegeben den anderen Mann - das dürfte so sein - an sich zu binden und die
Trennung vorzubereiten. Durch den Vertrauensmißbrauch und ihrem Verhalten hat sie nun offenbar alle
Türen hinter sich zu gemacht. Vermutlich würde sie am liebsten sehen, wenn der TE zwar alles finanzieren
aber sich ansonsten sich in Luft auflösen würde. Das dürfte die momentane Ausgangslage sein.
Was der TE tun kann? Alle wichtigen Dokumente sichern (Fotos), klare Absprachen zur Kindes-
betreuung mit ihr treffen (u.U. mit Hilfe eines Moderators), eine Trennungsvereinbarung mit Aufenthalts-
und Betreuungsrecht für das Kind, getrennte Konten, Fachanwalt aufsuchen (Beratungsgespräch)
um teure Fehler zu vermeiden.
Ja, auch wenn es schwer fällt, jetzt ist auch die Zeit raus zu gehen unter Freunden/Bekannten oder nur
unter Menschen, den Weg zu sich selbst zu finden und zu akzeptieren, dass lediglich ein Lebensabschnitt
mit ihr zu Ende ist, die Tür sich geschlossen hat, es sich dafür aber andere Türen öffnen. Das kann und
wird eine spannende Reise sein. Andere Mütter haben auch schöne Töchter.
Oft erkennt man im Rückblick erst nach einer gewissen Zeit, dass es gut war wie es gekommen ist.
@ Nightmare77, Kopf hoch und lasse Dich auf keinen Fall, was natürlich schwer ist, hängen. Kümmere
Dich um Deine Tochter und sei ihr ein guter Vater. Sie ist das Wichtigste und Du wirst immer ihr Vater
sein.