Zitat von GGG: Aber eine Entscheidung muss getroffen werden und dieser Hinsicht bin ich dann vielleicht doch ein Weichei, weil ich große Angst davor habe einen unwiderruflichen Fehler zu begehen. Ich werde aber nochmal ein klärendes Gespräch führen
Wenn ich recht verstehe, sind es vor vor allem fehlende Nähe und Intimität, die Dir abgehen.
Das kann unterschiedliche Ursachen haben; entsprechend divers auch die potentiellen Lösungswege.
Ich fange mal ganz banal an:
Hat Deine Frau sich mal auf
- Jodmangel/Schilddrüsenprobleme
- Hormonstatus
- Vitamine (insbesondere D, B)
- Nährstoffe (insbesondere Eisen)
prüfen lassen?
Wenn es nach der Geburt des letzten Kindes erst losging, würde ich zunächst auf gynäkologische Ursachen tippen. Ich würde ganzheitlich mit einem Endoktrinologen da rangehen - oder einen kompletten Klinik-Checkup in Erwägung ziehen.
Sollte sich körperlich tatsächlich keine Ursache finden, wäre die Paarberatung der nächste logische Schritt, aber davon will sie ja nichts wissen.
Ab hier gibt es also neben der fehlenden Intimität auch ein Einstellungsproblem: Sie ignoriert, daß es ein Problem gibt und läßt Dich mit der Situation allein, obwohl es sich hier nicht um ein falsch geschmiertes Frühstücksbrötchen, sondern um ein grundsätzliches Eheproblem handelt.
Denn Du hast ja nicht geheiratet, um wie ein Single oder gar wie ein Mönch zu leben, sondern um eine Partnerin zu haben, mit der Du Nähe und Intimität erleben kannst. Ansonsten hätte es auch eine WG mit guten Freunden getan. So gesehen bricht ihre Haltung Euer Eheversprechen; dafür muss sie nicht mal mit jemand anders ins Bett gegangen sein.
Natürlich kannst Du es ihr jetzt einfach nachtun und Dir selbst eine Fredeline suchen. Fände ich aber insofern suboptimal, als das der beste Weg ist, Euch noch weiter voneinander zu entfremden.
Daher würde ich ihr erst (noch)mal klar sagen, daß die fehlende Nähe/Intimität für Dich eine nicht länger akzeptable Zumutung für Dich ist.
Sollte sie darin kein Problem für sich sehen, dann hau auf den Tisch und werde laut: "Für mich aber schon, Mensch!"
Sollte sie darauf tatsächlich erneut abfällig reagieren, dann mach ihr klar, daß Du dieses Problem mit, aber auch ohne sie lösen wirst. Du hättest jetzt oft genug das Gespräch mit ihr gesucht. Sollte sie jetzt immer noch ausweichen und das Ganze zu bagatellisieren suchen, dann gehe bei Dir der Hebel um:
Du wirst die Ehe nun auch für Dich öffnen und das in jeder Hinsicht.
Wann, mit wem, in welcher Form - das gehe sie ab sofort nichts mehr an. Du wirst sie umgekehrt aber ab sofort dann auch mit Fred in Ruhe lassen.
Du fährst auch nicht mehr mit nach Spanien. Es sei ihr Haus, Du kümmerst Dich nicht mehr darum - sie kann dort mit Fred Urlaub machen, oder mit wem auch immer - das ist nicht Dein Problem.
In Euer deutsches Haus bringst Du natürlich niemand mit - solange sie sich ebenfalls dort aufhält. Ansonsten wirst Du Dir aber dieselbe Freiheit zugestehen wie sie sich auch, wenn sie in Spanien ist. Also bitte nicht wundern, wenn demnächst auch auf Deinem Handy versaute Andeutungen eingehen - alles ganz harmlos, bisschen Spass wird auch Dir noch erlaubt sein.
Natürlich kannst Du auch mal drüber nachdenken, wie Du Dein Gehalt so verteilst. Wären getrennte Konten in Eurer Situation nicht überaus sinnvoll? Das gemeinsame ist dann nur noch für die laufenden Kosten da... ist doch nicht Dein Problem, wie sie die Schönheits-OP bezahlt, sie kann doch arbeiten gehen.
Was meinst Du, wird sie das aufwecken?
Oder hast Du das schon ausprobiert?