Jogi1969
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Zitat von blackeyed:
Lieber Jogi,
..
Am Ende waren wir ja schon und es kamen oder kommen Zeichen von ihr das Sie sich doch nicht sicher ist. Aber klar ist auch das ich versuche raus zu finden wie ernst ihr das ist oder ob sie mich weiter verarscht.
Ich habe keine Angst vor Kontrollverlust ich will nur wissen wo ich dran bin, krank macht mich das ein ehemaliger guter Freund zu so was in der Lage ist.
Wäre es den Liebe wenn es mir egal wäre? Und nein mein Magen dreht sich nicht mehr.
Ich entschuldige sicher nicht alles aber wenn du wie du sagst dich in dem Thema ein wenig auskennst weiß du wie depressive Menschen ticken. Sie sind sehr schnell beeinflussbar werden sehr offen und sind damit gut lenkbar. Das stammt nicht von mir sondern von zig Sitzungen in Selbsthilfe Gruppen für Partner von depressiven. Verantwortung zu übernehmen fällt diesen Personen genau so schwer wie Druck aus zu halten, und ja Depressionen sind wie böse Dämonen die einen Menschen verändern können sie sehen nur noch das negative in ihrem Umfeld weil irgendwo muss der Mist ja herkommen. Meiner Frau wurde in der Reha aber beigebracht das nicht ihr Umfeld sondern sie das Problem selber ist für ihre Krankheit. Sie hat sich den Druck auferlegt perfekt zu sein das hat nie einer verlangt aber das zu verstehen braucht Zeit. Desto länger sie hier ist desto mehr kommt sie aber dahinter.
Das ist so auch nicht richtig, eine Form von Depressionen ist Rückzug Einigeln Selbsthass antriebslos sein. Es gibt aber auch Menschen die gerade dann feiern trinken nach aussen den Clown spielen um sich und anderen zu zeigen mir geht's gut. Ich kenne durch die vielen gespräche genug depressive die sich genau in der Phase fremd verliebt haben und nach her gar nicht mehr erklären konnten wie es dazu kommen konnte. Depressionen sind nicht in eine schablone zu pressen und immer gleich darum sind sie auch so schwer zu behandeln.
Genau und die meisten stellen nach kurzer Zeit fest das es eben nicht an Beziehungen oder Umfeld gelegen hat sondern an ihnen selber. Spätestens dann wenn die nächste Episode kommt obwohl man alles ausgetauscht hat ausser sich selber.
Selbstachtsamkeit und gesunden Egoismus erlernten und von anderen Menschen endlich unbedingt ernstgenommen und gesehen werden wollten.
Sollte nun all das Geschilderte auf Deine Frau zutreffen, ist es der falscheste Weg sie nun mit all ihren Taten NICHT ernst zu nehmen. So wirst Du sie definitiv verlieren.
Sollte es so sein, dass das Hauptproblem Deiner Frau eher ein genereller Selbstwertmangel ist, kann ich Dir versprechen, dass sie den Kontakt zu AM mit Sicherheit nicht vollends einstellen wollen wird.
Vermutlich will sie wie so viele Affärenmenschen Beides. Sicherheit, Alltag und Familie bei Dir, Leidenschaft, Aufmerksamkeit, Annerkennung und Worte, die runter gehen wie Öl vom einsamen Alpha-Wolf.
Und was möchtest Du? Weiter Online-Zeiten analysieren?
Ich frage mich in der Tat, bei all dem Kampf und Krampf, den ich da lese: Was spricht erstmal gegen eine offizielle Trennung? Auch und v.a räumlich?
Sei Dir das doch bitte selbst wert.
Und noch ein Tipp: Du hast Deinerseits von einem Tinder-Kontakt berichtet, bzw es wird Dir immer wieder nahe gelegt, Du sollst ihr zeigen, dass Du das auch kannst/machst.
Und Deine Ehefrau ist, falls ich mich richtig erinnere, auch darauf angesprungen in Form von Neugierde, Eifersucht, Unsicherheit, Nachfragen und sich kurzfristiges wieder-mehr-Bemühen: Sei Dir gewiss, dass das KEIN Zeichen von Liebe ist. Das EGO schreit und jammert vielleicht ein wenig - das hat aber mit IHR selbst zu tun und nichts mit DIR als Mann, den sie tief liebt.
Darauf mein Wort.
Ich glaube meine Frau gut genug zu kennen und beurteilen zu können ob es ihr Ego ist oder die Angst was zu verlieren was sie eigentlich gar nicht verlieren will. Aber du hast recht das Hauptproblem ist das Selbstwertgefühl und das wirs sie auf auf kurz oder lang nicht mit einem AM Mann wieder erlangen. Anerkennung in der Familie im Job im Altag das ist was uns unser Selbstwertgefühl stärkt uns keine warmen Worte eines AM der das selbe nächste Woche einer andern ins Ohr flüstert. Ich befasse mich seid einem Jahr sehr intensiv mit dem Krankheitsbild Depressionen war bei Psychologen habe an treffen teilgenommen und auch sehr viele Gespräche mit betroffen geführt. Jeder Fall ist da individuell zu betrachten das macht es ein Stück weit schwere, und solange ich der Meinung bin das es noch Sinn macht für uns und unsere Familie zu kämpfen werde ich dies auch tun. Das ist sicher der schwere weg einfacher wäre es die Stiefel an zu ziehen uns auf Brautschau zu gehen, Mo h bin ich aber davon überzeugt das wir es schaffen können. Übrigens am Rande nannte sie mich heute Abend dauernd Schatz was mich selber erschrocken hat aber gewehrt habe ich mich auch nicht dagegen. Die Zeit wird es zeigen wohin der Weg uns führt.
LG Jogi