So ... seit letzten Freitag komme ich nun zum ersten mal in Ruhe und alleine an meinen PC um ei paar Sätze zum besten zu geben.
Zuerst einmal:
Es war ein wundervolles Wochenende in einer tollen Umgebung bei tollem Wetter, schönem Hotel und gutem Essen.
Wir waren 9 Leute und das ganze hat wirklich toll funktioniert.
Besonders viel Nähe, Zweisamkeit oder Intimität gab es mit meiner Partnerin an diesem Wochenende nicht was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist das wir in so einer großen Gruppe unterwegs waren. Da ich in dieser Richtung keine besonderen Erwartungen gehegt hatte war ich auch nicht enttäuscht. Ich habe mich gut unterhalten, den Schwager meiner Freundin endlich richtig kennengelernt denn er war echt froh endlich mal jemanden dabei zu haben mit dem er sich unterhalten kann wenn die beiden Schwestern die ganze Zeit "zusammenglucken".
Das ganze fühlte sich alles gut, passend und entspannt an ... Freundin hing zwar den ganzen Tag bei ihrer Schwester, kam aber immer wieder zu mir, erkundigte sich nach meinem Befinden usw ... ich brauche nicht viel und in der Situation ist das für mich genug.
Bis auf ein paar Ausreisser meines Sohnes war echt alles super
Es war ein schönes Wochenende das leider viel zu früh zuende ging.
Ich habe meine Freundin auf der hinfahrt gefragt ob ich nun die ganzen Herbstferien alleine mit den beiden Jungs unterwegs sein werde oder ob sie uns wenigstens ab und zu begleiten wird ... sie meinte das sie an Sachen die ich Nachmittags oder Abends vor habe gerne mitkommen wird
Ich gehe jetzt mal nicht auf jeden einzeln ein. Danke an @meine Liebste, @aquarius2 , @Karenberg , @Nostraventjo , @Bridget ,
Ich habe viel nachgedacht, über mich, meine Unzufriedenheit und auch über meine Beziehung.
Ich kann natürlich damit aufhören meine Partnerin hier Prinzessin zu nennen ... es ist ein Synonym und ihr Platzhalter hier weil ich finde "Freundin" klingt so Teeniemässig und "Partnerin" so Geschäftsmässig ... egal wenn das Leuten hier so Angst macht ist sie nun halt meine Freundin, Partnerin, Lebensgefährtin oder sonstwas ... egal.
Ich hab auch viel über meine Verhalten und den Ratschlag von mehreren Seiten nachgedacht dieses Verhalten zu ändern. Es heißt immer man solle sich für eine Beziehung nicht verbiegen, mein Verhalten zu ändern würde aber bedeuten mich zu verbiegen.
Ich gebe einfach gerne in einer Beziehung, mich "voll reinzuhängen", die Belange meiner Partnerin noch vor meine eigenen zu stellen, meine Partnerin auf Händen zu tragen und zu versuchen ihr so viel Last von den Schultern zu nehmen wo immer ich kann, Jederzeit zur Seite zu eilen wenn es irgendwo brennt ... das bin ich.
Ich mache das nicht weil ich glaube ich müsste das tun um von ihr geliebt zu werden, ich mache das weil ich es gerne mache, weil ich mich wohl dabei fühle und es mir ein gutes Gefühl gibt.
Ich will damit nicht aufhören ... ich will mich nicht zurücknehmen um "Spielchen zu spielen" oder mich rar zu machen .... ich will damit nicht aufhören damit ein Gleichgewicht aus Geben und Nehmen entsteht denn das würde bedeuten ich würde mich verbiegen für diese Beziehung ...
das bin ich, so bin ich und so bleibe ich und zwar mit allen Konsequenzen ... zu diesem Entschluss bin ich seit letzter Woche für mich gekommen.
Wenn diese Art, die meiner Partnerin nichts schlechtes antut, dazu führt das diese Beziehung scheitert dann kann dies für mich nur bedeutet das sie entweder nicht die richtige für mich ist oder eine Beziehung per se für mich nichts ist weil mein Verhalten auf die Dauer IMMER dazu führen wird das Beziehungen scheitern.
Aber nun rudern wir mal wieder weit zurück denn gescheitert ist hier bisher noch nichts !
Ich glaube viel meiner Unzufriedenheit rührt wieder vom Stillstand in unser Beziehung her. Diejenigen die mich auf meinem Weg hier schon länger begleiten kennen das noch aus meiner Trennungphase, wenn mir die Ziele fehlen drehe ich am Rad .... und an diesem Punkt bin ich nun denke ich.
Meine Freundin hat im Verlauf unserer Beziehung immer den bremsenden Part "gespielt" und mich im Zaum gehalten ... es hab immer neue Stufen zu erklimmen ... Kinder kennenlernen, zu ihr nach Hause kommen, Bei mir übernachten, bei ihr Übernachten, gemeinsam in den Urlaub fahren, die Schwester kennenlernen, die Eltern kennenlernen .... das haben wir nun alles erreicht ... es gibt kein vermeintliches "Ziel" mehr für mich und daraus resultiert meine Unruhe ,,, ich habe seit langem keine "neue Stufe" mehr erklommen und darum denke ich bin ich unvernüftigerweise unzufrieden.
Ich habe natürlich auch auf meine Beziehung "damals" und "heute" geschaut ... natürlich ist weniger "Schmetterlinge" und "Feuer" drin, wir sind im Alltag angekommen und der bedeutet Pflichten.
Vor einem Jahr hatte mir meine Freundin mitgeteilt das sie versuchen möchte noch zu studieren, dieses Studium würde bedeutet das wir uns nur noch sehr selten sehen werden ob ich diese Beziehung trotzdem vertiefen möchte ... Ja, das wollte ich und will es noch ... jetzt habe ich gerade mal "Studium-light" und da stelle ich mich nicht hin und werfe die Flinte ins Korn sondern stehe hinter ihr und räume ihr die Zeit frei die sie braucht für ihren Kurs und wenn ich bis Januar immer nur kurz eine müde aber dankbare Freundin sehe dann ist das eben so ... immerhin ziehe ich auch meine Freude daraus ihr geholfen zu haben.
Schule ist unglaublich wichtig ... sie ist in ihrer Kindheit zum lernen gedrillt worden und das bedeutet ihr unheimlich viel ... also werde ich ihr das so gut ich kann erleichtern ... je mehr ich ihr abnehme umso mehr von ihr bleibt auch am Ende für mich von ihr übrig.
Und wenn ich am Ende entgegen meiner Erwartungen der ausgenutzte Trottel war dann war ich das weil ich es aus eigenem Antrieb und Überzeugung war ... wie würde Franky sagen ..."I did it my way !"
JETZT freue ich mich darauf das sie am Wochenende zu mir kommt ... drei Tage und zwei Nächte ... einzige Vorraussetzung: ihr Sohn muss seine Hausaufgaben fertig haben ... das hatten wir schon einmal

.... allerdings hat sie ihr schwerstes Geschütz aufgefahren um den Kleinen zum lernen zu bringen, die Tochter passt auf das er seine Aufgaben macht
So ... schon wieder mitten in der Nacht ... eigentlich kann ich fast weitertippen für meinen Freitagsbericht
Gute Nacht und guten Morgen
der Eremit