Ratzopaltuff
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ich habe im Moment ein richtig dickes Päckchen zu tragen. Bis vor drei Wochen lebte ich in einer Realität mit einer glücklichen Familie. Unsere Liebe erschien stabil und wir waren uns einig, dass wir zusammen alt werden. Dann kamen innerhalb kürzester Zeit drei Ausbrüche in denen sie Ihre Freunde in einer anderen Stadt besucht hat, die wir ursprünglich zusammen kennengelernt hatten. Ich habe meiner Frau immer alle Freiheiten eingeräumt und so war es für mich auch in Ordnung, wenn sie mal eine Auszeit vom Alltag brauchte. Doch diesmal schien es, als würde sie es nicht mehr bei uns aushalten. Kaum war sie aus dem Haus schienen wir vergessen. Keine Anrufe, nur gelegentlich ein paar Textnachrichten. Beim dritten Mal habe ich es nicht mehr ausgehalten und Ihr die Pistole auf die Brust gesetzt. Da rückte sie raus, dass sie mich nicht mehr liebe. Sie nahm sich daraufhin wieder eine Auszeit um nachzudenken. Das Resultat: sie will ihre Freiheit in einer Stadt, die knapp 200 Kilometer von uns entfernt ist finden und möchte die Trennung. Urprünglich wollte sie bis zum Bezug Ihrer neuen Wohnung noch vier Monate bei uns bleiben. Damit konnte ich aber nicht leben und sagte Ihr, dass wenn sie unserer Sache keine Chance gäbe, könne ich nicht mehr mit Ihr zusammenleben. Jetzt bin ich alleinerziehender Vater von drein Kinder (9, 11 und 13) und bleibe mit wunderschönem Haus aber auch all den Verpflichtungen zurück. Seitdem lebe ich im Wechselbad der Gefühle. Trauer, Verzweiflung, Wut und Unverständnis wechseln sich ab. Eine Chance hat sie mir verweigert, was mich am meisten verbittert. Ich hatte Ihr vorgeschlagen, dass wir erstmal zusammen wohnen und in einer Paartherapie für unsere Partnerschaft eine neuen Vertrag schließen. Auch leidet sie an depressiven Verstimmungen, die aufgearbeitet werden sollten. Stattdessen zieht sie eine Schlussstrich und wirft 15 glückliche Jahre in die Tonne. Mein Ratio sagt mir, dass es gut ist, dass sie geht, weil sie sich die letzten zwei Jahre durch extreme Anschauungen immer weiter von mir entfernt hat. Ich habe ihr auch immer wieder gesagt, dass ich Angst habe nicht auf ihre Reise mitgehen zu können. Sie ist mir regelrecht durch die Finger geglitten. Was bleibt ist das enge Gefühl in der Brust, was ich trotz intensiver Auseinandersetzung mit mir selbst nicht los werde.Besonders Abends, wenn die Kinder ins Bett gegangen sind, fängt mein Hirn wieder an Pogo zu tanzen. Immer wieder die netten Pillen zu nehmen, die mir der Arzt verschrieben hat ist irgendwie auch keine Lösung. So hadere ich zwischen Hoffnung, Verzweiflung Trauer und Wut vor mich hin.
