Zitat von Sohnemann:Jetzt fährt sie das Ding gegen die Wand, weil sie genau weiß, dass sie mit weit weniger Schaden aus der Sache rausgeht als du.
Beide sind berufstätig mit eigenem Einkommen. Das macht die Sache in der Regel beim Unterhalt
einfacher.
Momentan dürfte viel entscheidender sein, wie der TE jetzt damit umgehen kann/sollte. Es gibt ja nur
ganz wenige Optionen und auch keinen Königsweg.
Generell, auch von den Anhängern einer offenen Beziehung, wird immer darauf hingewiesen, dass es
für eine Öffnung einer bisher monogamen Ehe/Beziehung Voraussetzung für ein funktionieren ist, dass
diese vollkommen intakt und gefestigt und die Einhaltung der verbindlich vereinbarten Regeln mit
absoluter Ehrlichkeit und Offenheit selbstverständlich ist und beide ohne Eifersucht damit umgehen
können. Sind 3. oder mehr mit im Spiel wird das zudem alles nicht leichter, da hier zusätzliche
Probleme entstehen können.
Laufen lassen und abwarten was passiert, wäre für mich die schlechteste Option.
Ihr die alleinige Entscheidung zur Öffnung überlassen, wäre für mich keine Option.
Sich total zu verbiegen, gegen die eigenen Gefühle zu handeln und aus Angst zu handeln,
wird wahrscheinlich auf Dauer nicht gut gehen und lediglich eine Trennung nach hinten,
dazu schmerzhafter, verschieben.
Ich finde- die Büchse der Pandora wurde durch sie bereits geöffnet und sie hält sich offenbar weiter
das offen - hilft jetzt nur zu seinen eigenen Werten zu stehen und ihr klar zu machen, dass sie zwar
keine Zustimmung zur Öffnung der Ehe bekommt, wenn ihr das jedoch wichtiger als die Ehe und
Fortbestand der Familie ist, sie zukünftig in Trennung lebend, das gemeinsame Nest verlassend,
ihren Wünschen dann nachgehen kann.
Wie bereits geschrieben, dürfte, wenn überhaupt, nur noch die Schocktherapie mit selbstbewußten
Auftreten und Klartext - ohne Angst - helfen. Entweder rudert sie dann komplett zurück - wenn ihr
an der Ehe noch was liegt und sich nicht trennen will - und hat dann daraus gelernt, oder der TE
hat Gewissheit und die Ehe ist am Ende. Die Klärung weit nach hinten zu verschieben nützt nichts
und wirkt belastend und auch für die Ehe zunehmend toxisch.