Ach übrigens fand ich vor ein paar Tagen einen älteren Artikel (glaube in der Welt) von Herrn Jellouschek (Psychologe und im Bereich Paartherapie etc unterwegs, z.B. das Buch: Die Rolle der Geliebten in der Dreiecksbeziehung):
Darin stand 60 % der Ehen in denen es eine Langzeit(!)affären gab, führen letztlich zur Trennung. Von den 40% resigniert 1/3, 1/3 trennt sich und ein Drittel schafft den Sprung in eine neue alte bessere Beziehung. Nur soviel zu euren 10%
Schon heftig oder? Traurig auch!
Löwenherz gehört da wohl zu den 13,33 % Resignation und sind wir ehrlich, Vegatari auch, denn die "entschuldigt sich" mit Loki Schmidt, die auch nichts Anderes getan hat als zu resignieren und gute Miene zum bösen Spiel zu machen...
Okay gut, Vegetaris Mann hatte ja eigentlich auch keine echte Langzeitaffäre. Aber ins Bild passt es trotzdem...
Bei jemandem bleiben und ausharren bis der Schmerz nachlässt ist keine Beziehungsarbeit. Das ist das Festhalten an alten liebgewonnen Gewohnheiten und Menschen (nicht dem Partner selbst), die Angst vor dem Risiko der Veränderung, dem Risiko als Frau finanziell auf eigenen Füßen stehen zu müssen usw. unter dem Deckmäntelchen der Liebe zum Partner.
M.E. gibt es aber auch ganz klar einen Unterschied in den Menschen an sich, der eine richtet sich mit Kind und Kegel bequem in seinem Leben ein und die Partnerschaft als solche ist nur ein Teil des geschaffenen Lebens. Bei Anderen hat der Partner Priorität und es wird aktive Beziehungsarbeit geleistet.
Was Löwenherz da gemacht hat ist schlimm, wenn es keinen Weg mehr zueinander gibt, dann ist das so. Dann sollte man nicht verharren, dazu ist das Leben zu kurz und am Ende bereut man es.
Ich glaube AF die aus ihrem Blickwinkel der nur romantischen Beziehung ohne arge Verpflichtungen argumentieren denken allerdings auch zu kurz , denn der Bindungskleister (Kinder, Haus, Freundeskreis, eigene Ängste usw) wird oft unterschätzt und es bestimmt sind da auch noch Gefühle zu dem Partner (vielleicht nur die liebevollen einer tiefen Freundschaft?). Dennoch verschwendet der, der seit Jahren darauf wartet, dass der Schmerz über das Geschehene nachlässt (ob nun die Trauer um die Geliebte oder der Schmerz und die Verbitterung über den Vertrauensbruch der EF) sein Leben, die Chance darauf frei durchatmen zu können.
@Vegetari, überall wo ich lese stößt du mit deiner Denkungs- und Argumentationsweise auf Widerstand, ich finde es erstaunlich, dass du dich offenbar über Jahre im Denken nicht weiter entwickelst und alles was du liest offensichtlich nach "passt in mein Schema" selektierst. Vielleicht ein Grund, warum du deine Beziehung nach so langer Zeit immer noch nicht als stabil empfindest. Ich glaube ja, du hast Angst was du (in dir und deiner Ehe) finden würdest, wenn du dein Schema F loslassen und dich öffnen würdest auch um andere Denkungsweisen an dich ran zu lassen. Ist gar nicht böse gemeint, tut mir eher leid für dich. So wird man selten wirklich glücklich...
Für Löwenherz hoffe ich, dass er glücklich geworden ist, wie auch immer das Glück am Ende aussieht.