Naja
Gast
Einer Geliebten hätte man hier den Mittelfinger gezeigt, moralisch gestreckt natürlich, sie zusätzlich beschimpft und sie darauf hingewiesen, dass sie natürlich selber schuld ist, an allem übrigens.
Diese Haltung ist so ohne Empathie oder gar soziale Intelligenz.
Allein schon dieses persönliche Angreifen wenn man nicht mainstream ist. Moralisch entrüstet und damit im Dauerrecht.
Affären sind sehr komplex und vielschichtig.
Im Schmerz tröste ich jeden. Wenn ich das nicht kann, nähre ich mein kleines Ego daran, dass ich ihn weiter demontiere.
Löwenherz in diesem Thread jammert über seine eigene Feigheit und seine eigenen Lügen. Lügen und Opferhaltung ist eben etwas für schwache Mendchen. Die Ehefrau als Dritte hat sich sicher nicht diesen Betrug gewünscht. Aber wenn er im Raum steht, kann auch sie eigenverantwortlich entscheiden, zu gehen oder zu bleiben. Bleibt sie, und wird erneut betrogen, würde doch auch niemand sagen, dass sie selber schuld ist, einem Betrüger und Lügner zu glauben. Zweierlei Maß eben für Menschen und Situationen. Es hilft immer empathisch und differenziert zu schauen, wenn man helfen möchte und die moralische Trompete etwas zu senken, weniger laut sein, weniger vorschnell, helfen nicht verurteilen.
Zusätzlich ist man kein besserer Mensch nur weil man verheiratet ist. Die Ehe ist auch keine heilige Institution mit höherem Wert als andere Paarbeziehungen.