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Meine Geschichte nach 23 Jahre M 44

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@Malina84

Wir sind doch nicht mehr in Schule oder im Kindergarten. Hier sind zwei Erwachsene Menschen, denen Respekt und Anerkennung zusteht. Hab den Ar. in der Hose und sag was gesagt werden muss. Aber versteck dich nicht hinter deinem Handy. Leb mit den Konsequenzen und Schmerzen, die du deinem Gegenüber bereitest. Schau Ihnen in die Augen und sag es. Damit du alles siehst und spürst, was in dem Menschen in dem Moment kaputtgeht.

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E
So, ich habe nur eine Stunde geschlafen und muss ins Bett. In der Hoffnung, dass die Nacht entspannter und friedvoller wird. Auf einen gesunden Schlaf. Er ist so wichtig. Auf alle Verlassenen. Kopf hoch, wir schaffen das, so schwer es auch sein wird oder ist. Ich bedanke mich von Herzen für Eure Zeit, Euren Impact und Feedback. Wir schreiben uns morgen wieder. Schlaft gut. Gute Nacht.

x 7 #62


A


Meine Geschichte nach 23 Jahre M 44

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M
Zitat von EinfachTim:
@Malina84 Wir sind doch nicht mehr in Schule oder im Kindergarten. Hier sind zwei Erwachsene Menschen, denen Respekt und Anerkennung zusteht. Hab den ...

Genau!

So sieht es aber leider nicht jeder!

x 1 #63


M
@EinfachTim Finde ich gut, wie positiv du schon denkst!

Ja du hast recht, Kopf hoch, wir alle schaffen das!

Liebeskummer schmerzt so, aber irgendwann lässt es nach!

x 2 #64


Sonnenschein85
Zitat von Malina84:
@EinfachTim Finde ich gut, wie positiv du schon denkst! Ja du hast recht, Kopf hoch, wir alle schaffen das! Liebeskummer schmerzt so, aber irgendwann ...

Ja. Ich finde auch das er schon echt positiv ist. Aber genau so eine Einstellung braucht es auch. Natürlich werden auch noch einmal Rückschläge kommen. Das ist ganz normal. Aber ja, wir alle schaffen das 🙂🍀

x 4 #65


Winza
@EinfachTim

Zitat von EinfachTim:
Zum Glück bin ich trocken, reif und verantwortungsvoll.

Meinst du Alk.?

Zitat von EinfachTim:
Vor Jahren wäre das hier anders geendet. Nicht so ruhig. Nicht so reflektiert, Nicht so stabil.

Was wäre da passiert?

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Worrior
Zitat von EinfachTim:
Auf alle Verlassenen. Kopf hoch, wir schaffen das, so schwer es auch sein wird oder ist.

Niemand wird uns mehr weh tun, keiner kann uns brechen.
Aus dieser schmerzhaften Sache wirst Du als neuer Mensch hervorgehen, klarer und resilenter.

x 3 #67


E
@Winza

Ja.

Was wäre da passiert?

Von fluchen, klar, bis hin zum Zerstören des Mobiliars über, ich hätte versucht zu ihr zu fahren. Was dabei passiert wäre, möchte ich mir gar nicht erst ausmalen. Quais all das schlimme, was in uns schlummert, wäre zum Vorschein gekommen. Wut, Trauer und Hass hätten sich manifestiert.

Das Problem dabei ist nur. Du machst es damit nur noch schlimmer und für die Gegenseite leichter dich stehenzulassen.

Aber das ist alles zum Glück Vergangenheit.

x 3 #68


E
@Malina84

Und der Liebeskummer schmerzt bei mir umso mehr, weil Sie mich einfach losgelassen hat um in eine andere Richtung zu gehen. Wohin ich Ihr nicht folgen konnte. Weil Sie, das erste Mal nicht wollte, dass ich mitkomme. Und das ganze Wortlos. Nach 23 Jahren. Es tut so weh. 😞

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Rheinländer
Hallo @EinfachTim
Zitat von EinfachTim:
Ich glaube auch nicht daran, Frauen (oder Männer) als „flatterhaft“ zu beschreiben. Das wird der Komplexität von langjährigen Beziehungen und inneren Krisen nicht gerecht. Menschen handeln in solchen Situationen oft nicht aus Berechnung, sondern aus einem inneren Nicht-mehr-Können.


Zitat von EinfachTim:
Wenn es irgendwann noch einmal eine Chance geben sollte, dann nur aus Klarheit, eigener Entwicklung und echter Entscheidung, nicht aus dem Vergleich mit jemand anderem.


Zitat von EinfachTim:
Dann kam die Trennung.
Nicht in einem langen Gespräch. Nicht mit Vorbereitung. Sondern per Nachricht. Kurz, sachlich, endgültig. Mit dem Hinweis, dass es da jemand Neues gibt.


Zitat von EinfachTim:
Und so baute Sie Mauern auf, hinterfragte sich und Ihre Existenz und dann führte eins zum anderen. Der Typ selber hat keine Relevanz, er ist Katalysator.

Ich habe deinen Text gelesen und zuerst einmal: Es tut mir sehr leid, was du gerade erlebst. Man spürt in jedem Absatz, wie tief diese Beziehung für dich war und wie ernsthaft du versucht hast, sie zu tragen. Gleichzeitig möchte ich einen Gedanken einbringen, der vielleicht unbequem ist, aber aus meiner Sicht wichtig.
Du beschreibst sehr klar Überforderung, innere Leere, Erschöpfung, äußere Umstände, die euch belastet haben. Und ja, all das gibt es, all das ist real. Menschen geraten in Krisen, verlieren sich, fühlen sich allein, auch in langen Beziehungen. Aber bei aller Differenziertheit habe ich beim Lesen das Gefühl, dass du einen entscheidenden Punkt sehr stark entlastest – vielleicht sogar zu stark: die bewusste Entscheidung deiner Partnerin für einen anderen Mann.
Du schreibst, der Neue sei nur ein Katalysator. Für mich wirkt es eher so, als würdest du ihn aus der Gleichung herausnehmen, um das Geschehen erträglicher zu machen. Faktisch aber ist dieser Mensch nicht zufällig da. Er ist nicht einfach passiert. Deine Partnerin hat sich entschieden, Nähe, Vertrauen und schließlich auch eine neue Bindung mit jemand anderem einzugehen, während eure Beziehung noch bestand. Und sie hat sich entschieden, dir das per Nachricht mitzuteilen. Das sind keine rein inneren Prozesse, keine bloße Überforderung – das sind Handlungen.
Was mir in deinem Text auffällt, ist, dass du sehr viel Verständnis aufbringst, aber kaum Raum für Wut lässt. Und ich frage mich, ob diese Wut nicht da sein dürfte. Nicht als zerstörerische Kraft, nicht als Vorwurfsschleuder, sondern als gesunde Reaktion darauf, dass dir etwas genommen wurde, ohne dass du eine echte Chance hattest, dich darauf vorzubereiten oder mitzuwirken. Dass eine gemeinsame Geschichte von 23 Jahren nicht mit einem Gespräch, sondern mit einer SMS beendet wurde. Dass Probleme erst dann „unlösbar“ waren, als bereits jemand Neues im Spiel war.
Ich lese viel Selbstschutz bei dir, aber wenig Abgrenzung. Du trägst sehr viel Verantwortung, auch für etwas, das nicht allein in deiner Hand lag. Und ich glaube, es ist wichtig, klar zu benennen: Deine Partnerin trägt Verantwortung für die Art, wie sie gegangen ist. Dafür darf man wütend sein. Diese Wut widerspricht nicht deiner Liebe, sie kann sogar helfen, loszulassen. Nicht zu vergessen, sondern innerlich einen Schritt zurückzutreten und zu sagen: Das war nicht fair. Das hat mich verletzt. Und das muss ich nicht schönreden.
Vielleicht ist genau diese Klarheit ein Teil dessen, was dir am Ende wirklich hilft. Nicht alles zu erklären, nicht alles zu entschuldigen, sondern auch anzuerkennen, dass hier Grenzen überschritten wurden. Dass der neue Partner nicht nur Begleitmusik war, sondern Teil der Entscheidung. Und dass du trotzdem würdevoll bleibst, gerade weil du dir selbst erlaubst, ehrlich zu fühlen – auch das Unangenehme.
Ich wünsche dir sehr, dass du deinen Weg weitergehst, mit der gleichen Tiefe, aber vielleicht mit etwas mehr Schutz für dich selbst.

x 12 #70


E
@Rheinländer

Danke für deine offenen Worte.
Ich verstehe sehr gut, was du meinst und ja, du hast recht. Sie hat eine bewusste Entscheidung getroffen. Das nehme ich ihr übel. Nicht aus Hass, sondern aus Klarheit.

Die Wut war da. Direkt nach der SMS, an vielen Tagen danach. Sie hat mir kurz Luft verschafft, aber keinen Frieden. Dafür ist sie mir auf Dauer zu schwer.

Ich sehe heute. Sie hätte um Hilfe bitten können. Sie hätte Grenzen setzen können. Sie hätte sagen können: „Da ist jemand, mit dem ich ein Leben habe.“
Sie hätte Nein sagen können. Sie hätte viele Wege gehabt.

Sie hat sich für diesen entschieden.
Aus welchem inneren Zustand auch immer heraus, es war ihre Entscheidung.

Ob der andere Mann Katalysator oder Wahl war, ändert für mich nichts mehr am Ergebnis. Die Umstände waren keine tragfähige Basis, und selbst wenn sie es gewesen wären. Ich kann daran nichts ändern. Wut bringt mich hier auch nicht weiter.

Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Mehr Kraft habe ich nicht mehr.
Und genau deshalb ist mein jetziger Satz kein Trotz, sondern Selbstschutz:

"Nicht mehr mein Problem."

Nicht, weil es mir egal ist, sondern weil ich sonst an etwas zerbreche, das nicht mehr in meiner Hand liegt.

x 7 #71


Rheinländer
Hallo Tim,

nur zwei Anmerkungen zu deiner Antwort :
Zitat von EinfachTim:
Ob der andere Mann Katalysator oder Wahl war, ändert für mich nichts mehr am Ergebnis. Die Umstände waren keine tragfähige Basis, und selbst wenn sie es gewesen wären. Ich kann daran nichts ändern. Wut bringt mich hier auch nicht weiter.

Ich bin der Meinung Wut hilft dir dabei los zu lassen. Hätte ich zu Anfang der Trennung gewusst, dass meine Ex fremd gegangen ist, wäre ich deutlich schneller von ihr los gekommen, einfach weil ich wütend geworden wäre.

Zitat von EinfachTim:
Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Mehr Kraft habe ich nicht mehr.
Und genau deshalb ist mein jetziger Satz kein Trotz, sondern Selbstschutz:

"Nicht mehr mein Problem."

Nicht, weil es mir egal ist, sondern weil ich sonst an etwas zerbreche, das nicht mehr in meiner Hand liegt.

Da stimme ich dir zu 100% zu🎯

x 3 #72


Heffalump

Rheinländer
Zitat von Heffalump:
Was ist schnell?

Wenige Monate und bevor du fragst wie wenige, sage ich mal 4 bis 6 Monate.
Wenn ich betrogen werde, ist der Zeitraum der Hoffnung einfach gleich Null.
Ich möchte nicht mit einer Partnerin zusammen sein, die mich betrogen hat.
Die Zeit benötige ich also nur, um mich selber zu entlieben.

x 5 #74


E
@Heffalump
@Rheinländer

Hier muss ich ehrlich sagen: Für mich macht es am Ende keinen Unterschied mehr.

Es gibt ein konkretes Datum, an dem man getrennt wurde.
Ein Datum, an dem das alte Leben abrupt endet und man innerlich kurz aufhört zu funktionieren.

Ja, mir ist bewusst, dass ihr inneres Loslösen vermutlich schon Monate davor begonnen hat.
Aber diese Zeit kannte ich nicht.
Ich habe sie nicht gesehen, nicht gespürt, nicht gewusst.
Sie lief parallel zu Nähe, Alltag und Verbindlichkeit.

Und genau das macht es so verstörend.

Irgendwann kam der Punkt, an dem sie sich entscheiden musste.
Nicht mehr weiter lügen konnte, sich selbst nicht mehr.
Aus welchem Grund auch immer diese Entscheidung gefallen ist.
Man kann sie gutheißen oder nicht, aber man kann sie nicht mehr ändern.

Alles fühlt sich im Nachhinein wie Verrat an.
Man hinterfragt jedes Wort, jede Nähe, jeden Moment.
Man beginnt automatisch, die Schuld bei sich zu suchen.

Aber am Ende wird man nicht schlauer.

Denn das, was da passiert ist, lässt sich nicht sauber erklären.
Nicht auf einen einzelnen Auslöser reduzieren.
Nicht logisch auflösen.

Ich glaube nicht einmal, dass sie es sich selbst vollständig erklären kann.
Und ich glaube auch nicht, dass sie es mir jemals erklären wird oder kann.

Dafür ist das Ganze zu komplex, zu vielschichtig
und vielleicht auch zu schmerzhaft für alle Beteiligten.

Jetzt gibt es nur noch einen Weg. Den eigenen.
Ich bin in Therapie und arbeite meine Erfahrungen, alte und neue, auf.
Etwas Gutes hat es. Man erfährt Dinge, die man vorher nicht sah oder wusste.
Ich kann nur jedem nach meiner Erfahrung mitgeben. Redet miteinander, redet. In dem Moment, nicht Monate oder Jahre später. Holt euch Hilfe. Jeder für sich und auch gemeinsam.

23 Jahre sind keine Kleinigkeit und es hätten gerne noch viele Jahre mehr sein dürfen. Aber leider haben wir es nicht geschafft.

Und hier kurz zur Wut oder Mini-Wut:
Wie Sie mit der Situation umgeht? "Nicht mehr mein Problem!"

Und ja, ich finde es unfair, feige, hinterfo..., und vieles mehr. Aber was ändert es?
Die Zeit wird zeigen, wie es mit uns weitergeht. Wir haben ein gemeinsames Kind. Hier liegt jetzt Fokus und meine Liebe.

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A


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