Zitat von Beteigeuze: Die gemeinsamen Freunde habe sich bei mir seit Wochen nicht mehr gemeldet
Die wissen vermutlich nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Wenn Dir etwas an ihnen liegt, geh nochmal auf sie zu, z.B. mit einem Vorschlag für eine gemeinsame Unternehmung. Wenn sie Dir nicht fehlen, such Dir neue Bekannte/Freunde, z.B. über einen Verein zu einem Thema, das Dich interessiert, oder in der Nachbarschaft Deiner Mom durch Nachbarschaftshilfe.
Zitat von Beteigeuze: alle Ihre Bekannten hätten es auch geschafft, warum ich nicht
Haben die das wörtlich so geschrieben? Oder ist das bei Dir so harsch angekommen?
Üblich wäre ja, sowas zu schreiben wie "Kopf hoch. Trennungen sind immer schwer. Neulich haben sich auch X und Y getrennt und beiden geht es jetzt schon wieder besser."
Wenn da tatsächlich der Vorwurf "warum vergräbst Du Dich in Deinem Elend" oder ähnliches mitschwingt, ist das nicht normal. Dann sind das entweder Menschen, auf die man gut verzichten kann und/oder sie haben in der Vergangenheit so viel von Deiner Depression mitbekommen, dass sie befürchten, dass Du jetzt wieder abrutschst.
Ich hab neulich einen Artikel dazu gelesen, dass eine Studie Hinweise darauf gefunden hat, dass Schwarzseherei und Optimismus genetisch vererbt sein könnten. Von der Gefühlsleere/Depression weiß man das ja bereits.
Letzteres benötigt Therapie und ggf. Medikamente.
Aber ob das Glas halb voll oder halb leer ist, kann man trainieren, selbst wenn man "Schwarzsehergene" geerbt hat. Z.B. mit einem Dankbarkeit Tagebuch, in das Du alles schreibst, was Dir Gutes über den Tag passiert ist. Oder durch dreimaliges Hinterfragen von negativen Aussagen (Oprah hatte dazu mal eine Sendung). Vielleicht sind die Zimmer bei Deiner Mom und die momentane Einsamkeit eine Gelegenheit, mit solchen Übungen anzufangen?