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Meine letzte Beziehung und wieso tut es weh

P
Zitat von den4iiik:
Bis heute frage ich mich, ob ich irgendetwas hätte anders machen können, damit die Beziehung nicht so endet.

Wenn Bedürftigkeit und fragiler Selbstwert das Ruder übernehmen, kommt genau sowas dabei raus.

Menschen mit der oben erwähnten Persönlichkeitsstruktur können dir perfekt das spiegeln, was du brauchst und damit einen angeknacksten Selbstwert wunderbar balsamieren. Allerdings nur für eine gewisse Zeit, dann fängt das bekannte Komm-her-geh-weg-Spielchen an.

Zitat von den4iiik:
Ich wollte sie nicht verletzen, nicht demütigen und nicht ersetzen.

Mach dir klar, dass das diese Gedanken ein Produkt der Manipulation dieser Frau gewesen sind - nennt sich Gaslighting und Schuldumkehr.

x 2 #76


D
@Plague

Noch wenige Wochen, bevor sie einen neuen Partner kennenlernte – etwa vier bis fünf Wochen zuvor – sagte sie mir immer wieder, ich könne alles retten, wenn ich den Kontakt zu meinem besten Freund endgültig abbrechen würde. Diesen Wunsch beziehungsweise diese Forderung wiederholte sie regelmäßig.
Auf diese Aussagen folgten häufig Beleidigungen, dann wieder Annäherungsversuche. Immer wieder stellte sie mir Fragen wie: „Hast du eigentlich darüber nachgedacht, was du alles falsch gemacht hast?“ oder „Verstehst du überhaupt, warum du mich zerstört hast?“
Ich versuchte ihr zu vermitteln, dass ich ihre Gefühle ernst nehme und ihre Sichtweise verstehen möchte. Gleichzeitig bat ich sie jedoch darum, auch meine Perspektive zu berücksichtigen. Ich erklärte ihr, warum ich manche ihrer Forderungen und Reaktionen als überzogen empfand.
Darauf reagierte sie regelmäßig mit dem Vorwurf, ich würde keine Reue zeigen und keinerlei Einsicht besitzen. Sie sagte, mit jemandem wie mir könne und wolle sie keine Beziehung führen.
Kurz darauf folgten erneut Beleidigungen und weitere Forderungen. Schließlich stellte sie mich vor eine Entscheidung: Entweder ich beende die Freundschaft zu meinem besten Freund endgültig oder ich müsse sie heiraten. Diese Gegenüberstellung – mein bester Freund oder eine Heirat – wirkte auf mich zunehmend befremdlich und setzte mich unter erheblichen Druck.
Genau dieser Druck und das Gefühl, immer wieder vor Ultimaten gestellt zu werden, machten mir Angst. Deshalb traf ich vor einigen Wochen eine Entscheidung aus meinem Bauchgefühl heraus. Ich sagte „Nein“ und machte deutlich, dass ich diese Bedingungen nicht akzeptieren werde.
Kurz darauf nahm sie Kontakt zu ihrem neuen Partner auf.

#77


A


Meine letzte Beziehung und wieso tut es weh

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P
Zitat von den4iiik:
Genau dieser Druck und das Gefühl, immer wieder vor Ultimaten gestellt zu werden, machten mir Angst. Deshalb traf ich vor einigen Wochen eine Entscheidung aus meinem Bauchgefühl heraus.

Das war schließlich der pure Überlebensinstinkt.

Beschäftige dich mal ausführlich mit der Dynamik in Borderline-Beziehungen. Da wird dir sicher sehr vieles bekannt vorkommen. Und vor allem erkennst du die roten Fähnchen, auf die du zukünftig achten solltest.

x 2 #78


M
@den4iiik

Gut das du da nicht drauf eingegangen bist. Da sieht man ja, wie krank sie ist. Dein Freund oder heiraten.
Wenn man zurück denkt merkt man erst, was man eigentlich alles ertragen hat. Und das sollte man ändern. Das man nie wieder so lange erträgt. Direkt geht.

x 1 #79


S
Zitat von den4iiik:
Ich sagte „Nein“

Ein wunderschönes Wort. Geradezu das schönste Wort der Welt, wenn es um solche "Personen" wie deine Ex geht. Freunde dich ruhig richtig mit diesem herrlichen Wort an, übe und sage es immer wieder, wenn jemand deine Grenzen überschreitet, dir irgendwie nicht guttut oder dich zu etwas drängen will, was du nicht willst. Geschweige denn dich so menschenunwürdig behandelt wie deine Ex. Es ist so schade, dass das Verfahren wegen Körperverletzung eingestellt wurde. Die hätte dafür saftige, juristische Konsequenzen verdient gehabt.

Mein Gott, tut mir ihr Kind Leid. Und das Kind von ihrem Neuen auch, denn dieses kleine Mädchen wird sie schnell als Konkurrenz um die Aufmerksamkeit ihres Neuen betrachten. Man kann nur hoffen, dass der ein guter Vater ist und seine Tochter beschützt. Am meisten tut es mir für ihr eigenes Kind Leid, denn das beschützt niemand. Hoffentlich klemmt sich bald das Jugendamt mal dahinter.

x 2 #80


D
Ich danke Eich von Herzen für die Unterstützung - es tut gut sowas zu hören bzw zu verstehen, gleichzeitig tut das alles auch weh. Aber die Zeit wird dies schon regeln Lachendes Gesicht

x 4 #81


A
Was waren dass den für massive Drohungen, wie muss man sich das vorstellen.

Und wieso nimmst du solche Gefühle überhaupt ernst. Bei bestem Freund aufheben für die Trulla hättest du sie fragen müssen, ob sie komplett spinnt - und ihr die Tür weisen.

#82


A
Und wenn du „sie zerstört hast“ warum wollte sie dich dann unbedingt heiraten? Das ist ja alles irre.

#83


B
Nein. Das wird sie nicht. Du musst ganz dringend etwas unternehmen, damit du nicht auf die nächste hereinfällst.
Deswegen lese @Scheol und @Plague Beiträge dir täglich laut vor und suche dir wie angeraten professionelle Unterstützung.

x 2 #84


P
Zitat von den4iiik:
Aber die Zeit wird dies schon regeln

Mit dem Motto wirst du mit größter Sicherheit hier bald wieder mit einer neuen abenteuerlichen Geschichte aufschlagen.

Du hast selbst schon angedeutet, wo deine eigenen Baustellen liegen:
Zitat von den4iiik:
weil ich kurz zuvor eine über zweijährige Beziehung verarbeitet habe, in der ich belogen, betrogen und emotional abhängig geworden war.

Das sind allerdings nur die Symptome. Dahinter verbirgt sich oft ein schwacher Selbstwert, dysfunktionale Glaubenssätze und mangelnde Abgrenzungsfähigkeit, evtl. kommen auch noch gewisse dependente Züge dazu. In dieser Kombination warst du das ideale Opfer für seinen Gegenpart.
Also solltest du gut daran tun, dich weiterhin erstmal primär um diese Baustellen zu kümmern.

x 2 #85


D
Ich klammere zu sehr auch oft an die schöne, sehr sehr wenige Zeiten bzw Tage, dazu habe ich mit der Zeit immer mehr Verlustangst entwickelt, es war aber noch vor diesen zwei Beziehungen nicht so extrem. Es fing sehr schlimm an mit der Beziehung davor, sobald ich Genzen gesetzt habe, wurde ich verlassen und dann kam sie wieder - ich konnte nicht mal über mehrere Wochen heilen. Als ich in der Therapie damals war, habe ich sie sehr vermisst, aber nur immer die Anfangszeit als es wieder von Off- On wurde. Genau wie in dieser Beziehung, ich vergesse innerhalb kürzester Zeit die schlimmer und schlechten Tage und das verstehe ich selber nie. Als ob mein Kopf bewusst nur an die paar schönen Prozente sich klammert. Vor diesen zwei Beziehungen, habe ich noch nie mit Freunden oder Familien über richtig oder falsch sprechen müssen. Ich konnte selber alles entscheiden was richtig oder falsch war und das wurde immer von damaligen Partnerinnen akzeptiert. Ich suche keine Bestätigung in der Beziehung, dränge auch nicht, versuche zu Vertrauen egal was käme. Auch in diesem Fall, als es zu Ende ging, war ich damals froh. Erst als ich dieses Gefühl verspürt habe, dass ich solange gelitten habe und dann am Ende sogesehen aus meiner Sicht ersetzt wurde (als ob in meinem Unterbewusstsein sich was aktiviert), lief ich wie verrückt Ihr die ersten Tage nach. Ich freue mich einfach, dass es nur paar Tage waren und das ich endlich klarsehen kann, denn in diesen Momenten konnte ich das nicht.

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A
Ehrlich gesagt ist mir nicht ganz klar, wo da der Verlust wäre - und wie eine Trennung da eine Drohung sein könnte. Doch eher ein Versprechen. Da solltest du erst tiefer in dich gehen, sonst landest du wirklich bei der nächsten Trulla.

x 1 #87


D
Vor ihr (die nun Ex, Ex) war sie (die Ex, Ex) nach eigener Aussage nur mit Männern zusammen gewesen, die ihr nicht gutgetan hatten. Einer davon saß sogar wegen einer schweren Straftat im Gefängnis. Sie sagte immer, dass sie sich endlich eine echte Beziehung mit einem guten Menschen wünsche.
Sie kannte mich sehr gut, da sie früher die beste Freundin meiner Schwester war. Über viele Jahre hatten wir keinen Kontakt mehr, bis wir uns aus einem bestimmten Anlass wieder begegneten. Dadurch kamen wir erneut ins Gespräch.
Sie erzählte mir täglich, wie schlimm ihre damalige Beziehung gewesen sei. Sie berichtete von Traumata, therapeutischen Behandlungen und davon, ständig in Angst gelebt zu haben. Zu diesem Zeitpunkt war ich Single und hatte selbst gerade eine siebenjährige Beziehung hinter mir. Ich war für sie da, hörte ihr zu und ging immer mehr auf sie ein.
Mit der Zeit suchte sie zunehmend meine Nähe, und irgendwann entwickelte sich daraus eine Beziehung. Wie ich bereits erwähnt habe, war ich während der „On“-Phasen angeblich das Beste, was ihr je passiert sei. Sie zeigte mir das auch immer wieder. Doch sobald sich nach mehreren Monaten eine „Off“-Phase ankündigte, wurde ich behandelt, als wäre ich ein Niemand gewesen – als hätte ich nie existiert.
Das löste meine Verlustängste aus. Ich verstand die Welt nicht mehr und hatte oft nicht einmal einen Monat Zeit, um mich zu erholen, bevor sie wieder zurückkam. Nach jedem Kontaktabbruch dauerte es länger, bis sie sich erneut meldete – am Ende teilweise bis zu drei Monate. Jedes Mal schwor ich mir, dass ich diesmal Nein sagen würde. Doch wenn sie wieder auftauchte, konnte ich es nicht. Es fühlte sich an wie eine Sucht.
Am Ende stellte sich heraus, dass sie während unserer Beziehung weiterhin Kontakt zu ihrem Ex hatte und ihn sogar bereits hinter meinem Rücken getroffen hatte.
Wie bereits erwähnt, war ich danach über Monate in Therapie. Ich machte viel Sport und nahm mir fest vor, nie wieder eine solche Situation in mein Leben zu lassen und künftig klare Grenzen zu setzen.
Irgendwann lernte ich dann die nächste Frau kennen. Wie so oft waren die ersten Monate nahezu perfekt. Diesmal überschüttete sie mich regelrecht mit Liebe. Doch innerlich war ich noch nicht bereit für eine neue Beziehung. Nach einem langen Gespräch zog ich mich deshalb zunächst zurück.
Mein Fehler war, dass ich mich nach drei bis vier Monaten wieder bei ihr meldete. Sie antwortete sofort, und so begann alles erneut. Da ich mir jedoch vorgenommen hatte, meine Grenzen konsequent zu schützen, zog ich mich immer wieder zurück. Genau das konnte sie nie akzeptieren, weshalb es immer wieder zu Situationen kam, die Ihnen bereits bekannt sind.
Warum ich Dinge zugelassen habe, bei denen die meisten Menschen längst gegangen wären, kann ich mir heute nur durch die Punkte erklären, die ich zuvor genannt habe. Hinzu kommt vermutlich, dass mein Kopf und mein Körper bereits über Jahre an eine toxische und belastende Beziehungsdynamik gewöhnt waren. Und genau deshalb, weil ich immer wieder versucht habe, Grenzen zu setzen – auch wenn ich sie leider nicht konsequent genug durchgehalten habe –, wurde mir ständig vorgeworfen, ein Monster zu sein. In ihren Augen bedeutete jede Grenze, jede eigene Entscheidung und jedes Bedürfnis meinerseits automatisch Ablehnung.
Immer wieder sagte sie mir, niemand dürfe sie ablehnen, niemand dürfe sie wegdrücken. Sie wollte nur eines sehen: dass sie das Wichtigste in meinem Leben ist. Und dieses Gefühl wollte sie jeden einzelnen Tag spüren – egal, was gerade passiert ist oder welche anderen Verpflichtungen, Menschen oder Probleme es gab. So kam es immer wieder vor, dass ich das Gefühl hatte, mich beinahe zwischen ihr und meiner Familie entscheiden zu müssen.
Und manchmal frage ich mich nur eines: Was wäre eigentlich passiert, wenn ich niemals versucht hätte, Grenzen zu setzen? Was wäre geschehen, wenn ich tatsächlich der Mensch gewesen wäre, als den sie mich dargestellt hat? Wenn ich sie ständig beleidigt hätte oder, im schlimmsten Fall, sogar körperlich verletzt hätte? Was wäre passiert, wenn ich jedes Mal, wenn sie eine Grenze gesetzt hätte, mit Trennung gedroht hätte oder noch Schlimmeres getan hätte? Wäre das in ihrem Universum dann normal gewesen?
Dieser unstillbare Drang nach Aufmerksamkeit, Liebe, Nähe und täglicher Bestätigung war irgendwann allgegenwärtig. Das Bedürfnis, jeden Tag zu hören, wie schön sie ist, wie besonders sie ist, dass sie das Beste sei, was mir jemals passiert ist, dass keine andere Frau existiert außer ihr. Tägliche Komplimente. Ständige Erwartungen. Immer wieder dieselben Forderungen: „Du musst, du musst, du musst.“
Und vor allem musste ich mich ständig für Dinge rechtfertigen, die ich nicht einmal nachvollziehen konnte. Für die Art, wie ich etwas gesagt habe. Für die Art, wie ich geschaut habe. Dafür, dass ich etwas nicht gesagt habe. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen, wie ich atme.
Ich glaube, hätte ich diesen Weg weiter beschritten, hätte ich mich irgendwann selbst aufgegeben. Stück für Stück. Bis von mir nichts mehr übrig geblieben wäre außer jemandem, der nur noch versucht, Erwartungen zu erfüllen und Konflikte zu vermeiden. Und dabei hätte ich am Ende mich selbst für immer verloren.

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D
Auch wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt denke, ich schaffe es allein und werde an mir arbeiten, alles wird gut. Dank Euch habe ich einen Termin beim Psychologen vereinbart, einfach zum reden, ich habe ja nichts zu verlieren Lachendes Gesicht DANKE jedem Einzelnen

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P
Zitat von den4iiik:
Dank Euch habe ich einen Termin beim Psychologen vereinbart, einfach zum reden, ich habe ja nichts zu verlieren

Ist ja interessant - verrätst du uns, wie man heutzutage innerhalb von 2 Tagen (mit dazwischen liegendem Feiertag) so einfach mal einen Termin kriegt?

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A


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