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Meine neue Arbeit- Langeweile ohne Ende

E-Claire

E-Claire


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Zitat von aquarius2:
Tja, also ich hätte damit kein Problem, würde mir ein Buch mitnehmen und den Job bis zur Rente durchziehen...


ich feiere das gerade!

07.05.2022 13:14 • x 1 #16


Catalina

Catalina


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Ich verstehe dich auch. Hab mal eine kurze Zeit in einer Spielhalle als Aufsicht gearbeitet, das war ähnlich. Eine Schicht ging 8 Stunden, davon hatte ich effektiv vielleicht eine Stunde was Sinnvolles zu tun, also staubsaugen, Kaffee ausschenken, Geld für die Automaten wechseln. Ansonsten nur rumsitzen und auf dem Handy daddeln, denn fürs analoge Lesen war es da viel zu dunkel.

Mein LG konnte überhaupt nicht verstehen, dass ich da nicht bleiben wollte, meinte, das wäre doch leicht verdientes Geld. Ich fand es einfach nur furchtbar langweilig und die Zeit ging gefühlt gar nicht rum. Ganz toll waren die Sonntagsschichten, da saß ich manchmal bis mittags völlig alleine in der Spielhalle und hab mich gefragt, was zum Teufel ich hier eigentlich mache, warum ich nicht noch gemütlich im Bett liege. Nun ja, da war ich dann auch nicht lange...

Ich würde mir das an deiner Stelle noch ein paar Wochen anschauen und auch noch mal ansprechen, dass du gerne mehr Aufgaben hättest. Wenn sich dann nichts ändert und du das nicht mehr aushältst, wirst du dir wohl leider was anderes suchen müssen.

07.05.2022 13:32 • x 1 #17



Meine neue Arbeit- Langeweile ohne Ende

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Catalina

Catalina


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Zitat von _Raven:
In meiner geringfügigen Beschäftigung ist es genau umgekehrt... Megastress und richtig viel zu tun.

Bei mir auch. Und dazu noch viel Verantwortung.

07.05.2022 13:35 • #18


aquarius2

aquarius2


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Spielhallenaufsicht würde ich nicht machen. Eine Bekannte von mir wurde zwei Mal überfallen, die ist jetzt noch in Therapie!

07.05.2022 16:39 • x 1 #19


H-Moll


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Liebe Fanta,

der Job ist ja nicht chillig und stressfrei, wenn du wegen Langeweile gestresst bist.

Dann gibt es zwei Optionen: du entscheidest dich gegen Stress, weil dafür ist deine Lebenszeit zu kurz und zu schade.

Oder aber du bringst neuen input in diesen Job and make it a place you love to go to. Dann ist Fantasie gefragt, muss man sehen, wie weit die wohlwollend akzeptiert wird.

Absitzen: kann man, wenn man auf den Bus wartet. Aber nicht im Job. Finde ich. Und im Leben sowieso nicht.

07.05.2022 17:27 • x 7 #20


Catalina

Catalina


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Zitat von aquarius2:
Spielhallenaufsicht würde ich nicht machen. Eine Bekannte von mir wurde zwei Mal überfallen, die ist jetzt noch in Therapie!

Ohje, das tut mir leid für deine Bekannte. Das war einer der Gründe, warum ich aufgehört habe, weil ich davor Bammel hatte. Und man ist ja in der Regel alleine mit den Gästen, wenn da was passiert...puh.

07.05.2022 18:18 • x 2 #21


_Raven

_Raven


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Zitat von aquarius2:
Spielhallenaufsicht würde ich nicht machen. Eine Bekannte von mir wurde zwei Mal überfallen, die ist jetzt noch in Therapie!

Einer Bekannten von mir ist das an einer Tankstelle passiert...

Einen Job wo man ganz alleine ist und mit unbekannten Leuten zu tun hat würde ich deshalb auch nicht machen ... dann doch lieber viel zu tun ....

07.05.2022 18:24 • x 3 #22


aquarius2

aquarius2


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Diese Bekannte war Alleinerziehende und musste sich und ihre Kinder durchbringen... Sie hat dann tatsächlich an einer Tanke angefangen, bisher ohne überfallen zu werden.
Die Tanke hat Videoüberwachung und ist 150m von einer Polizeiwache entfernt.

07.05.2022 18:35 • x 3 #23


Waspy


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Zitat von Fanta1:
Wie seht ihr das ? Ist das Stöhnen auf hohem Niveau ? Soll ich froh sein, endlich mal einen total chilligen , stressfreien Job zu haben und einfach die Kohle fürs Nichtstun mitnehmen ? Oder ist das eher ein Alptraum? Was würdet ihr tun?

Ehrlich? Forget it! Also diesen merkwürdigen Erbringkram, für den Du da äh arbeiten gehst.
Ein Alptraum könnte es werden, weil Du auf zu niedrigem Niveau stöhnst.
Der Job ist weder chillig, noch stressfrei, noch tust Du nichts (außer dass Du wertvolle Lebenszeit verstreichen lässt). Findest Du nicht auch ein bisschen?

Geh lieber einem anderen einfachen Job nach und überleg parallel mal, was Du wirklich machen möchtest. Selbst Eiskugeln verkaufen würde sich besser machen für Dein Lebensgefühl. Monetär wäre es wahrscheinlich recht ähnlich, oder?
Einfache Jobs sollten dann wenigstens menschlich sein (klingt bei Dir nicht so richtig danach nur mM).

Ich kann Arbeitgeber (und ihr Gefüge dazu) nicht ausstehen, die immer irgendjemanden zum Abwischen benutzen und denjenigen nich mal ordentlich bezahlen. Muss ja bei Dir nicht ganz so sein. Kommt aber leider ganz häufig so vor.

Sei Dir mehr wert.

Und btw
Zitat von Fanta1:
mein Thema hat so rein gar nichts mit Liebe/Dating/Liebeskummer zu tun und

Macht doch nix. Das Forum heißt ja Trennungsschmerzen. Klar Schwerpunkt liegt auf Deinem Besagten. Wüsste jetzt nicht, was hier dagegen spräche über Arbeitsschmerzen zu schreiben.

07.05.2022 21:39 • x 2 #24


Fanta1

Fanta1


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Guten Morgen, ihr Lieben und vielen, vielen Dank für die zahlreichen echt guten Antworten

Ich versuche mal in einer Sammelantwort alle Fragen/Anregungen/Unstimmigkeiten aufzugreifen. Jede eurer Antworten mit einem Zitat punktgenau zu beantworten, wird mir nicht gelingen , seht es mir nach .

Also: Es ist KEIN Minijob sondern tatsächlich knapp sozialversicherungspflichtig. Meine Idee dazu war, weiterhin Krankenkasse über den AG laufen zu lassen aber die Stunden so weit runterzuschrauben um mal von dem letzten körperlich harten Job etwas runterzukommen ( dort war ich Teilzeit 25 Stunden beschäftigt, aber es fühlte sich nach einen sehr anstrengenden Vollzeitjob an). Dort war es quasi unmöglich, mal einen freien Tag zwischendurch zu bekommen ( noch nicht mal für die anfänglich äußerst knappen Impftermine oder wichtige Arztbesuche bekam man frei), Urlaub waren nur 25 Tage ( ist inzwischen ja gar nicht mal unüblich, aber ich war vorher sehr verwöhnt mit durchgängi 30 Tagen Urlaubsanspruch ) - kurzum: für wenig Geld wurde äußerst viel verlangt bei minimaler WorkLife Balance. Daher kam mir das Jobangebot ja so gelegen. Der einzige Punkt, der mir im VG ein wenig zu denken gab, war der Moment, als der Vorgesetzte das Wort gute Seele in den Mund nahm, also dass er es schön fände, so eine gute Seele im Unternehmen zu haben. Die etwas Älteren von euch können mit diesem Begriff vielleicht noch was anfangen. In meinem Ausbildungsbetrieb damals war die gute Seele eine ältere , leicht übergewichtige grauhaarige Dame, die morgens Kaffee an alle verteilte, für jeden ein nettes Wort übrig hatte, immer eine Kittelschürze anhatte und mit einem Putzlappen rumlief. Was sie genau machte den ganzen Tag wusste niemand so genau, aber wir liebten sie alle....Ich bin alles andere als diese klassische gute Seele aus vergangenen Zeiten, wollte aber diese Begrifflichkeit im VG nicht unnötig überbewerten, man legt ja nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Jetzt im Nachhinein sehe ich das etwas anders, ich glaube, die suchen tatsächlich so eine gute Seele, die unsichtbar bleibt, obwohl sie anwesend ist, immer eine Sonderstellung im Team hat und immer dafür sorgt, dass jeder es schön behaglich hat. Ich würde ja sogar gerne die Aufgabe übernehmen, alle mit Kaffee zu versorgen, dann hätte ich wenigstens eine halbe Stunde was zu tun, aber jede Etage hat einen voll ausgerüsteten High-Tech-Kaffevollautomaten und jeder Mitarbeiter ist es gewohnt, sich dort seinen Kaffee schnell selbst zu ziehen, zumal es für diese glaube ich auch eine willkommene Abwechslung ist, mal kurz aufzustehen und ein Päuschen am Kaffeeautomaten einzulegen.

Zum Thema: Buch mitbringen, Sprache am PC lernen, Videos schauen.... das würde ich natürlich gerne machen und hätte da auch überhaupt kein Problem mit, aber offiziell erlaubt hat man mir das nicht und es wäre schon arg provozierend den beschäftigten Mitarbeitern gegenüber, so offen seine Langeweile zur Schau zu stellen und außerdem ist mir das peinlich. Und genau das ist im MOment das Anstrengende: ich habe ( noch) keinen PC, hinter dem ich mich mal eine halbe Stunde verstecken kann, ich habe aber auch keine Aufgaben im hauswirtschaftlichen Bereich. Da ich aber bisher meistens in der offenen Küche stand/pseudo-arbeitete und da jederzeit einer der Kollegen um die Ecke biegen kann, weil er sich einen Kaffee holen will, muss man quasi pausenlos so tun, als sei man beschäftigt. Also mich dann da so ganz offen mit dem Handy hinzustellen und mir auf Youtube ein Video anzuschauen, das wäre wirklich sehr dreist , das möchte ich nicht, da bin ich auch nicht der Typ für, so offen zu provozieren. Leider ist das Gebäude ein rundum verglaster Neubau, wenn ich also einfach mal draußen ein bisschen spazieren gehen würde, würden mich alle Kollegen mit Fenstern zur Hofseite sehen.

Zum Thema: Jobs entwickeln sich, man muss mal ein paar Wochen abwarten... ja, das ist grundsätzlich so, das kenne ich ja bislang aus allen anderen Jobs, wo man am Anfang auch noch nicht viel machen konnnte und erst im Laufe der Zeit konnte man immer mehr machen. Aber da habe ich immer direkt zu Beginn gesehen und es wurde auch klar kommuniziert, wo die Reise hingehen wird. Also : du guckst heute erstmal nur zu, morgen machst du dann schon mal die einfachen Brötchen selber, übermorgen die dekorierten etc.... oder im Büro : schau mal, das wirst du demnächst selber machen ( Arbeiten im SAP, Buchungen, Warenausgabe etc.)... aber wir zeigen dir das Step by Step, heute schaust du bitte erstmal in deine Unterlagen.... In DIESEM Job ist ja per Stellenbeschreibung, die ich Freitag gesehen habe, ganz klar definiert und aufgelistet, was meine zukünftigen Arbeiten sein werden und ich sehe ganz klar und eindeutig schon jetzt, dass da keinesfalls zwei Stunden täglich mit gefüllt werden. Natürlich warte ich erstmal ab, bis ich den PC kriege, vielleicht ist ja das Bestellen der Küchenartikel ( meine einzige Aufgabe am PC) derartig aufwändig und kompliziert, dass damit meine ganze Woche ausgelastet ist . Wer´s glaubt....

Zum Thema: was denken die sich dabei, so eine Stelle auszuschreiben, wieso können die sich das leisten, Geld einfach zu verschleudern für eine Arbeitskraft die nicht gebraucht wird ? Ich denke, die Antwort hierauf ist einfacher als gedacht: in diesem Unternehmen arbeiten überwiegend Akademiker, bislang mussten zwei Assistentinnen der GF das Eindecken der Konferenzräume übernehmen. Was für mich- die ich tatenlos in der Küche rumstehe- pillepalle und lächerlich ist, war für die einfach nur nervig: vor der eigentlichen Arbeit erstmal in die Konferenzräume und leere Pullen wegräumen, nach den Meetings wieder rein und wieder abräumen, - die haben irgendwann wohl auf den Putz gehauen und gesagt, dass sie nicht fürs Catering eingestellt wurden und dass sie das von ihrer eigentlichen Arbeit abhält. Und dann kam man auf die glorreiche Idee, dafür jemanden einzustellen ohne sich aber Gedanken darüber zu machen, was diese neue hauswirtschaftliche Hilfe eigentlich die ganze Zeit machen soll. Niemand hat das richtig durchdacht, man wollte nur schnell die beiden Grazien ruhig stellen. Es hat auch dort eigentlich niemand Zeit dafür, diese Stelle richtig zu durchdenken und dann kam man auf so hirnrissige Ideen wie : die macht dann noch den Postausgang- ohne sich zu überlegen, dass ich zeitlich nicht beides kann, da die Konferenzräume um 8 Uhr bestückt werden müssen und die Post erst ab 11 Uhr kommt... oder die organisiert dann auch zukünftig das Catering.. ohne zu bedenken, dass das nur 3 Mal im Jahr überhaupt nötig ist.... . Also kurzum: ein Schnellschuss, der vorne und hinten nicht durchdacht war. Geld genug haben die, da fallen die paar Kröten monatlich für mich überhaupt nicht ins Gewicht.

Mein derzeitiges Fazit ( ohne den Anspruch der Endgültigkeit): wenn sich nicht sehr schnell noch ganz drastisch was entwickelt an dieser Stelle, dann mache ich das auf keinen Fall weiter. Arbeit ist für mich immer schon nicht nur Geld verdienen sondern auch eine sinnvolle Beschäftigung und eine Tagesstruktur zu haben und danach mit dem guten Gefühl nach Hause zu gehen, etwas geleistet zu haben. Ich hatte bisher immer Jobs, in denen es extrem schwierig war, wenn ich mal fehlte, also wo meine Arbeit eine echte Hilfe und Bereicherung für das Unternehmen war und man sich immer händeringend nach meiner Rückkehr sehnte. Derzeit würde ich mich wohler fühlen, wenn ich wüsste, dass ich morgen in eine schmuddelige Spülküche gehe, wo ein Berg dreckiges Geschirr auf mich wartet als in den gläsernen Palast wo ich wieder zwei Stunden nur rumstehen werde ...

08.05.2022 08:07 • x 6 #25


Waspy


74090
Zitat von Fanta1:
wenn sich nicht sehr schnell noch ganz drastisch was entwickelt an dieser Stelle, dann mache ich das auf keinen Fall weiter.



Zitat von Fanta1:
was denken die sich dabei, so

Nichts. Das ist ja der Witz. Ob man das dann komisch findet, hängt vom persönlichen Humor ab. (Der Begriff komisch bleibt dabei übrigens komisch.)

08.05.2022 08:22 • x 1 #26


_Raven

_Raven


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Zitat von Fanta1:
es wäre schon arg provozierend den beschäftigten Mitarbeitern gegenüber, so offen seine Langeweile zur Schau zu stellen

Zitat von Fanta1:
so tun, als sei man beschäftigt

Da kann man dir natürlich nur absolut Recht geben.
Es hört sich halt toll an, wenn nicht viel zu tun ist, besonders wenn man selbst einen sehr stressigen Job hat und die Zeit oft nicht reicht die Aufgaben zu schaffen ...

Zitat von Fanta1:
Arbeit ist für mich immer schon nicht nur Geld verdienen sondern auch eine sinnvolle Beschäftigung

Für mich im Grunde auch. Den ganzen Tag rumstehen oder beschäftigt tun gibt auf Dauer kein gutes Gefühl. Wenn mann sich abends fragt was man eigentlich den ganzen Tag so getan hat ist das auf Dauer ganz sicher nicht erfüllend...

Die gute Seele sein, das ist sicher Geschmackssache oder man muss der Typ dafür sein.
Einfach mal ne Zeit abwarten und dann entscheiden scheint mir auch am sinnvollsten...

08.05.2022 10:05 • x 1 #27


Darlena


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Die gute Seele des Unternehmens hat doch jetzt einen modernen Namen: Feel Good Manager

So wird es auf jeden Fall klarer.
Wie kannst denn gute Stimmung ins Unternehmen bringen? Das kannst nächste Woche gut in deiner Arbeitszeit recherchieren.
Wie sieht es aus mit Deko und Blumen?
Welche Fürsorge brauchen die Kaffeeautomaten, so dass das nicht die anderen tun müssen.
Wie kannst du Pausen schöner ermöglichen?
Wo kannst du Gesprächspartnerin sein?
Darfst du Yoga-Pausenkurse organisieren oder als Gemeinschafts-YouTube-Angebot ermöglichen?

Gibt es Vorarbeiten, mit denen du den anderen das Leben schöner und leichter machen kannst?
Wie ist die Atmosphäre auf den WCs und was geht da noch.

Vielleicht sind da ja Anregungen dabei.
Ich würde das übrigens kommunizieren und sagen: so lange der PC noch nicht da ist, recherchiere ich auf meinem Handy oder einem ähnlichen Gerät.

Ich bin sehr gespannt, wie du dich entscheidest.

08.05.2022 10:14 • x 5 #28


Fanta1

Fanta1


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Das Problem an der Sache ist, dass ich auch gerne eine gute Seele im Unternehmen hätte, aber keine sein will

Nein, ich bin und war immer eine fleißige, zupackende, schnelle und effektiv arbeitende Kollegin, Teamplayer, in der Lage dazu, unter größtem Stress viel wegzuarbeiten. Durchaus beliebt bis sehr beliebt bei den Kollegen, aber eher tough und durch klare Worte bekannt als durch mütterliche Fürsorge. Für eine anheimelnde, wohlige Atmosphäre zu sorgen, das ist leider gar nicht meine Kernkompetenz und das wurde auch in keinster Weise so im VG kommuniziert. Dieser Begriff gute Seele , der fiel zum Ende des Gesprächs hin in einem Nebensatz und blieb auch nur als Worthülse so stehen, ohne dass das irgendwie erörtert wurde, dass man da gewisse Erwartungen in diese Richtung hegt.
Zitat von Darlena:
Wie kannst denn gute Stimmung ins Unternehmen bringen

Da habe ich echt keine Ambitionen zu. Ich möchte ganz normal dort 2 Stunden arbeiten, eine nette Kollegin sein aber das war´s dann auch. Ich bin natürlich zu jedem sehr nett, der mich anspricht aber mehr liegt da auch nicht in meiner Macht. Stimmung scheint mir in dem Laden eh gut zu sein, was man so nach einer Woche sagen kann. Die sind alle super-freundlich, ich habe dort noch nie ein gereiztes, gestresstes, genervtes Wort gehört, die dürfen rauchen gehen wann sie wollen, sich sämtliche Kaffeespezialitäten so oft gönnen wie sie wollen, Wasser ebenfalls für lau, also hätte ich dort was zu tun, könnte ich dort sehr gut leben.


Zitat von Darlena:
Wie sieht es aus mit Deko und Blumen?

Habe ich gar kein Händchen für, leider. Ich wünschte es wäre anders.

Zitat von Darlena:
Welche Fürsorge brauchen die Kaffeeautomaten, so dass das nicht die anderen tun müssen

Wenn ich morgens komme ist der bereits gereinigt, da es Kollegen gibt, die lange vor mir anfangen zu arbeiten und dann schon Kaffee trinken wollen. Abends wird der ein Mal am Tag auseinandergenommen. Auch das war so eine Fehlplanung. Das sollte ich ja eigentlich machen, aber ich bin ja niemals abends nach deren Feierabend da und kann somit die Maschine nicht reinigen. Und morgens bin ich nicht früh genug dort um sie wieder zusammen zu bauen.

Zitat von Darlena:
Wie kannst du Pausen schöner ermöglichen?

Ich bin zwei Stunden dort und kriege deren Pausen somit nicht mit.

Zitat von Darlena:
Darfst du Yoga-Pausenkurse organisieren oder als Gemeinschafts-YouTube-Angebot ermöglichen?

Siehe oben. Ich bin von 8 bis kurz nach 10 Uhr dort- da sitzen die alle an ihren Schreibtischen und arbeiten. Ich möchte auh keine Pausenkurse für Kollegen organisieren, ich möchte die Arbeit machen, für die ich eingestellt wurde.

Zitat von Darlena:
Gibt es Vorarbeiten, mit denen du den anderen das Leben schöner und leichter machen kannst?

So wie ich es sehe, nein. Dort arbeiten Akademiker an komplexen Projekten, die sie per Power Point dann in Meetings präsentieren. Mehr als für die mal einen Stapel Altpapier wegbringen, ist da nicht drin.

Also nicht dass das jetzt in eine falsche Richtung geht: ich wurde dort explizit NICHT als sogenannte gute Seele eingestellt, von der erwartet wird, dass sie solche Nettigkeiten wie von dir beschrieben in Angriff nimmt- ich habe eine ganz klare Stellenbeschreibung mit Aufgaben die ich zu erledigen habe und habe auch im VG ganz klar gesagt, was ich bisher gemacht habe, was ich von der Stelle erwarte, dass ich quasi eine Powerfrau bin, der man eine Menge an Arbeit zumuten darf... all das wurde abgenickt und als gut befunden.

08.05.2022 11:11 • x 2 #29


Waspy


74090
Zitat von Fanta1:
Dort arbeiten Akademiker an komplexen Projekten

Davon gibt es ganz viele.
Es liegt an Dir, entschieden zu unterscheiden, wer seiner Ausbildung auch menschlich gerecht wird.
Viel Akademie bringt leider nicht viel, wenn es nur der Status, weniger aber die gute Umsetzung ist, die diesen ,Status‘ füllt.
Is dann auch nix anderes als zeitgemässes Influencing. Und da kann man bekanntlich den letzten Schrott als mega Coooool, voll akademisch verkaufen. Wird ja wohl mal n bisschen Putzen drin sein, wenn Du da aufm Boden rumkrauchst, oder ist das jetzt Zuviel verlangt? Reiß Dich mal…Und gaaanz viele Menschen sagen Danke! Viele Likes, wohooo
Also.
Nicht.
Das war schon ironisch gemeint. Lass Dir doch nix vormachen, nur weil andere das tun.

Kein Scherz übrigens, erzählte gestern eine Bekannte. Sie sprach über das Rezept von Fantakuchen. Hatte ich so noch nicht gehört, fand ich ganz lustig. Is wohl so ein Mürbeteig, was weiß ich. Bin nicht so die Backfee

08.05.2022 13:28 • #30



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