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Meine Sorgen wiegen schwer - Was kann ich tun?

Tisiphone


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Warum bist du noch mit ihm zusammen? Das klingt alles so anstrengend, anstrengender als wenn er nicht da wäre.

19.08.2021 14:52 • x 1 #16


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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Zitat von Sut:
Ich betrachte es als alternativlos.
Ich muss arbeiten. Ich muss von meinem Einkommen leben. Es gibt keine Alternative.
Er sagt, ich soll einfach weniger arbeiten oder mich krank melden,

So war es bei uns auch.

19.08.2021 14:57 • #17



Meine Sorgen wiegen schwer - Was kann ich tun?

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Sut


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Zitat von alleswirdbesser:
@Sut Liebst du ihn denn? Bei uns war es so, dass ich ebenfalls finanziell besser dastand und ihn unterstützte. Und selbst als er aufgehört hat zu ...


Du möchtest wohl darauf hinaus, dass dir das alles nichts ausmachte, weil die Liebe da war?
Wahrscheinlich wäre das normal. Man nimmt dem anderen gerne alles ab, wenn man liebt.

Ich kann die Frage kaum beantworten. Ich weiß es nicht. Es ist nicht mehr wie früher und meine Gefühle haben sich verändert.

19.08.2021 15:04 • #18


Sut


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Zitat von alleswirdbesser:
So war es bei uns auch.

Hast du das gemacht? Also hast du dich einfach krank gemeldet?

19.08.2021 15:05 • #19


Pinkstar

Pinkstar


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Zitat von Sut:
Ich habe richtig Kummer und es geht mir schlecht.

Hallo Sut,

dieser Mann ist mit dir leider nicht auf einer Wellenlänge. Er hat andere Vorstellungen vom Leben, wie du.
Er möchte Chaos in seinem Leben und du die Kontrolle in deinem Leben. Bzw die Struktur.

Für mich ist hier ganz klar: Wohnliche Trennung und wenn das auch nicht klappt, dann die Beziehung komplett beenden!

Mit ihm zusammenwohnen, hältst du nicht mehr lange aus. Zieh die Konsequenzen auf für deine Kinder. Dir gehts schlecht. Also musst du was verändern

L G Pinkstar

19.08.2021 15:25 • x 2 #20


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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Zitat von Sut:
Hast du das gemacht? Also hast du dich einfach krank gemeldet?

Ich nicht, er schon.

19.08.2021 15:33 • #21


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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3901
Zitat von Sut:
Du möchtest wohl darauf hinaus, dass dir das alles nichts ausmachte, weil die Liebe da war? Wahrscheinlich wäre das normal. Man nimmt dem anderen ...

Wir waren nicht so lange zusammen, und erst kurz vor der Trennung zusammen gezogen. Zu dem Zeitpunkt habe ich keinen Gedanken an eine Trennung verschwendet, weil meine Gefühle zu ihm sehr stark waren. Ich habe alles wirklich sehr gerne gemacht, ohne zu hinterfragen. Er hat aber auch im Haushalt etwas übernommen, zum Beispiel Kochen. Da war er ein Naturtalent und ich muss sagen diese "Arbeit " schätzt man viel mehr als das aufräumen danach, oder waschen und bügeln und putzen.... Natürlich habe ich auch gekocht, aber das war irgendwie weniger spektakulär. Klar war es auch für mich mehr Arbeit für 5 statt für 3 zu sorgen. Aber das "Wir" und die frische Intensive Liebe überwog alles, ich habe mich immer tierisch auf unsere Zeit zu zweit gefreut und das hat alles entschädigt. Für mich. Für ihn nicht.

19.08.2021 15:39 • #22


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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Zitat von Sut:
Ich kann die Frage kaum beantworten. Ich weiß es nicht. Es ist nicht mehr wie früher und meine Gefühle haben sich verändert.

Ich glaube in dem Fall fehlt dir definitiv die Motivation so weiterzumachen. Das Negative überwiegt und du wirst immer unzufriedener. Das wirkt sich natürlich auch auf die Paarebene aus. Aber einen Rat habe ich nicht wirklich für dich. Ich bin jetzt wieder Single, lebe zum ersten Mal seit langem in einer Wohnung (er hat mich nicht rausgeschmissen, war wirklich sehr fair nach der Trennung), aber die Erinnerungen an das Glück und unsere Zukunftspläne, die mit dem Haus verbunden waren, hätten mich noch lange begleitet, wenn ich im Haus geblieben wäre.
Und eine Wohnung mit Hausmeister und Putzdienst (Ich muss überhaupt nichts machen außerhalb meiner Wohnung) beschert einem viel mehr Freizeit.
Klar ist sie mir zu klein, zu ungünstig gelegen, zu komisch geschnitten usw. , aber sie bedeutet mir nichts in Bezug auf ihn. Das Haus war ER, fest mit ihm verbunden.

19.08.2021 15:50 • #23


Begonie


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Je stärker und strukturierter Du arbeitest, organisierst, die Fäden in der Hand hältst, desto mehr kann er sich gehen lassen.
Er handelt verantwortungslos und geht nach Lust und Laune vor. Seine Befindlichkeiten, seine Stressfreiheit sind seine Richtschnur.

Und an Dir bleibt es hängen. Er hat ja auch ein gutes, ruhiges Leben mit solch einer Partnerin, die alles wuppt und an der maßgeblich das Familieneinkommen hängt.

Du bist ihm vermutlich über den Kopf gewachsen. Daher auch sein ständiges Rumnölen, mit dem er sich auf Nebenkriegsschauplätze begibt. Die Ausländer sind schuld. Woran? Und inwiefern schränken sie ihn ein?
Mir scheint, es ist ihm schon klar, dass er eine bequeme Socke ist, aber so ganz wohl fühlt er sich damit auch nicht und daher ist es für ihn leichter, das schlechte Selbstgefühl auf Dinge wie die Politik etc. zu verlagern, weil er daran ja nichts ändern kann. Und daher kommen für Dich dann auch so tolle Tipps wie dass Du Dich krankschreiben lassen sollst.

Das ist nicht konstruktiv. Er sieht Deine Tüchtigkeit, er sieht seine Schwachheit, an der er aber nichts ändern will und kann, weil seine Trägheit siegt Oder er sich denkt, mehr schaffe ich sowieso nicht.
Im Homeoffice bis 10 schlafen und der AG zählt auf seine Arbeitskraft zeigt ja schon das Verantwortung und Pflichtgefühl eher ein Fremdwort sind.
Aber klar, daran ist der Chef dann schuld oder die Kollegen, die nichts auf die Reihe bringen.

Nicht jeder ist aus dem gleichen Holz geschnitzt, aber bei Euch sind die Gegensätze schon krass. Ehrgeiz lässt sich nicht verordnen, aber in der Arbeit alles liegen zu lassen und alles zu verschludern heißt eben auch, dass er keine Selbstdisziplin hat.

Du fühlst Dich verschlissen und er sich gut. Denn an Dir bleibt alles hängen, Du leidest unter seinen Unfähigkeiten und seinem mangelnden Willen sich zu ändern. Das ist ein massives Ungleichgewicht, denn er laugt Dich aus und saugt Dir Deine Energie und Deine Lebensfreude aus. Ein probates Mittel ist das Lamentieren über Dinge, die man nicht ändern kann, denn dann muss man ja nichts tun. Das verlangt ja von keinem was, wenn Merkel eine dumme Nuss ist die alles falsch entscheidet. Er fühlt sich gut, denn er baut seinen inneren Frust damit ab. Du bist der Mülleimer: Deckel auf, reinkotzen, Deckel zu. Funktion erfüllt, aber auf Deine Kosten. Das ist so was wie emotionaler Missbrauch, denn Dich zieht es runter und er fühlt sich besser und baut Druck ab.

Je stärker Du wirst, desto mehr wird er abbauen. Zieh andere Seiten auf. Er muss einen gleichen Anteil an der Miete zahlen, denn er verbraucht ja nicht weniger als Du.
Akzeptiere seine Trägheit nicht weiter. Wenn er es so weit kommen lässt, dass er rausgeworfen wird, wird er den ganzen Tag vertrödeln und Du arbeitest Dich auf. Lass ihn spüren, dass es so nicht weiter geht und Du seine Laxheit nicht akzeptierst und vor allem nicht bezahlen wirst.

Wenn Du was ändern willst, kapiert er es nur auf die harte Tour, glaube ich. Oder aber Du lässt ihn sein Leben schön selbst finanzieren, indem Du ihn auf die Straße setzt.
Er hat es einfach zu bequem mit einer tüchtigen Frau an der Seite. Wofür sich anstrengen, Du arbeitest ja gern und viel? Und er profitiert von Dir, aber Du nicht von ihm.

19.08.2021 16:08 • x 5 #24


Tee-Freundin

Tee-Freundin


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Hallo @Sut ,

das klingt alles aus diversen Gründen anstrengend und frustrierend.

Kannst Du dir eine Auszeit nehmen von allen, indem die Kinder zeitweise bei deinen Eltern sind und Du 1 - 2 Tage nur für Dich hast.
Um runterzukommen, Atem zu schöpfen, in Ruhe nachdenken und v.a. fühlen zu können.

Bildhaft: Du sitzt gerade im Zug und bist mit den Reisebedingungen echt unzufrieden, alles stresst, fordert Aufmerksamkeit.
Erst ein Stop am Bahnhof ermöglicht darüber nachzudenken, ob man überhaupt in die richtige Richtung fährt.

19.08.2021 16:10 • x 1 #25


Tisiphone


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Es liest sich auch so, als ob ihr gar nicht (mehr) zusammen passt. Liebst du ihn denn noch? Was sind seine positiven Seiten, die du an ihm magst? Überwiegen sie all die negativen Punkte, die du aufgezählt hast?

19.08.2021 16:19 • x 1 #26


DieDirekte


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Sut, warum bist du dir eigentlich so unsicher? Woher kommt deine eigene Unsicherheit, als Frau, Mutter und Mensch?

Wieso fragst du dich, ob sein Verhalten (z.B. "ich melde mich krank, ich muss nicht pünktlich im Job anfangen") oder ob dein Verhalten / dein Gefühl / dein Impuls der normalere oder gesündere ist?

Und was willst du für ein Vorbild für deine Kinder sein?

(wie war deine Mutter? Wie waren deine Eltern zu dir? Haben sie Werte vermittelt oder wir "schlängeln uns auf Kosten anderer möglichst bequem durch Leben?)

19.08.2021 16:23 • #27


Sut


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Zitat von DieDirekte:
Sut, warum bist du dir eigentlich so unsicher? Woher kommt deine eigene Unsicherheit, als Frau, Mutter und Mensch? Wieso fragst du dich, ob sein ...


Ich weiß, dass sein Weg illegal ist. Er bescheisst seinen Arbeitgeber. Er arbeitet nicht und erhält den Lohn dann zu unrecht. Er hat seine Konsequenz dafür erhalten.
Ich weiß, dass dieser Weg falsch ist. Das ist eine Straftat und Vertragsbruch. Da passe ich mich nicht an.

Ich mache ja lediglich meine Aufgaben, die vorhanden sind. Und weil es viele sind, bin ich erschöpft. Auch wenn ich eine Schuld daran auch selbst trage, so sehe ich ja doch, dass ich nichts sinnlos tue. Bei 5Personen ist jede Menge zu tun, auch wenn die Kinder teilweise schon mithelfen und da etwas Erleichterung in Sicht ist.

Meine eigene Mutter war unordentlich und viel vor dem Fernseher. Ich seh sie da immer sitzen in meiner Erinnerung. Hans Meiser am Nachmittag, dazu Alk. und meine Schwester und ich waren uns selbst überlassen.

19.08.2021 16:44 • #28


Sut


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Zitat von Tisiphone:
Es liest sich auch so, als ob ihr gar nicht (mehr) zusammen passt. Liebst du ihn denn noch? Was sind seine positiven Seiten, die du an ihm magst? ...


Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht.
Er ist lieb zu mir. Ich finde schön, dass er mich viel in den Arm nimmt und im Alltag oft berührt. Das tut mir gut.

19.08.2021 16:45 • #29


Sut


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Zitat von Begonie:
Je stärker und strukturierter Du arbeitest, organisierst, die Fäden in der Hand hältst, desto mehr kann er sich gehen lassen. Er handelt ...


Du hast es gut zusammen gefasst, dass das profitieren so einseitig geworden ist. Ich habe so viel mehr zu tun mit 5 Leuten. Das hätte ich nie erwartet. Zu dritt war alles weniger.
Ich bin manchmal neidisch auf die Ruhe, die er hat. Er strahlt die auch aus. Er ist ganz ruhig und ich eher wie ein Vulkan.

Er hat vor ein paar Tagen wieder fantasiert. Wie schlecht es wäre in Deutschland eben wegen den ganzen Arabern und die Schweiz macht alles besser und Dänemark auch und dass er bald mit uns davon auswandern will.

Da könnte ich explodieren.

Ich habe dann gefragt, ob er ernsthaft denkt, dass die Schweiz auf ihn wartet mit einem Realschulabschluss und einer minderwertigen Arbeitseinstellung. Das ist doch keine Fachkraft, die man im Ausland haben will. Ich muss es ihm dann manchmal so direkt sagen, damit diese Fantasie und dieser Traumtanz aufhört. Das geht sonst stundenlang so. Der Blick ist total vernebelt. Er kann nicht mal richtig Englisch und im Urlaub schickt er mich dann vor zum Sprechen. Und er denkt aber wirklich, dass er die Elite in diesem Land hat.

Nebenbei wäre es besser, er würde die Wäsche sortieren oder uns was zu Essen machen.
Ich bin einfach schlecht drauf. Seit Wochen so geladen und gereizt

19.08.2021 16:48 • #30



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