Zitat von Kuraina:Zen basiert ja auf ähnlichen Ideen, right?
Relativ ähnlichen Prinzipien, allerdings gibt es einige Unterschiede.
Die Erklärung in Wikipedia finde ich sehr gelungen, daher zitiere ich kurz (Wiki):
Oft wird gesagt, dass Zen nichts biete: keine Lehre, kein Geheimnis, keine Antworten. In einem Kan () spricht der Zen-Meister Ikky Sjun () zu einem Verzweifelten:
Ich würde gerne irgend etwas anbieten, um Dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.
Es bedeutet, das Leben zu leben in seiner ganzen Fülle. Der unmittelbare Zugang zu diesem Einfachsten von allem ist dem Verstandeswesen Mensch jedoch versperrt es scheint so, als ob die niemals schweigende Stimme der Gedanken ihn durch hartnäckige Ideen und urteilende Vorstellungen blockiere. Die Anhaftung an die Illusion eines Ich jedes Einzelnen verursacht immer wieder nur neues Leiden (Dukkha). Zen kann diese Verwirrung lösen zuletzt vermag man sogar zu essen, wenn man hungrig ist, zu schlafen, wenn man müde ist. Zen ist nichts Besonderes. Es hat kein Ziel.
Die Charakterisierung, Zen biete nichts, wird gerne von Zen-Meistern gegenüber ihren Schülern geäußert, um ihnen die Illusion zu nehmen, Zen biete erwerbbares Wissen oder könne etwas Nützliches sein. Auf einer anderen Ebene wird hingegen auch das Gegenteil behauptet: Zen biete das ganze Universum, da es die Aufhebung der Trennung von Innenwelt und Außenwelt, also alles, beinhalte.
Zen entzieht sich der Vernunft und wird oft als irrational empfunden, auch weil es sich grundsätzlich jeder begrifflichen Bestimmung widersetzt. Das scheinbar Mysteriöse des Zen rührt jedoch allein aus den Paradoxa, die der Versuch des Sprechens über Zen hervorbringt.
Zen zielt immer auf die Erfahrung und das Handeln im gegenwärtigen Augenblick, und umfasst auf diese Weise Gefühl, Denken, Empfinden usw.
Zen besitzt aber auch philosophisch-religiöse Aspekte und historisch gewachsene Lehren, etwa in der St- bzw. Rinzai-Richtung. Diese kann man wenn sie auch zur subjektiven Erfahrung des Zen nicht unbedingt notwendig sind selbstverständlich mit Worten beschreiben.