Zitat von Hollsan: Habe Angst ihn so nie aus meinem Kopf zu bekommen und immer leiden muss.
Doch das wirst du. Du machst doch jetzt schon die Erfahrung, dass du in der Außenwirkung professionell bist und das wird sich auch verinnerlichen. Gib dir Zeit und hab Geduld. Sowas funktioniert nicht von jetzt auf gleich und die regelmäßige Konfrontation tut weh.
Ich musste nach der Trennung auch mit meinem Ex zusammen arbeiten und tue es bis heute.
Am Anfang habe ich auch meine Priorität dahin gelegt, neutral zu agieren und meinen Schmerz zu verbergen. In mir drin tobte dennoch ein Sturm.
Als das Ganze kein Schauspiel mehr war, sondern ein tatsächliches Gefühl welches ich verinnerlicht hatte fing er an, mich immer wieder mit Sachen aus der Beziehung zu konfrontieren oder zu erinnern. Jederzeit sehr nett und positiv, dennoch empfand ich diese Intension komisch. Dieses tut er einige Jahre später immer noch und ich kann dir sagen, dass es innerhalb meines Egal-Gefühls eher unangenehm ist und zwar nicht, weil es noch irgendetwas bewegt oder wehmütig macht, sondern weil es abgeschlossen ist und alles andere überhaupt keinen Platz und Raum mehr hat.
In der akuten Phase hätte ich nie gedacht, da zu landen, wo ich gelandet bin, nämlich in einer Zone der absoluten Neutralität und des egal seins. Das aus Schmerz tatsächlich ein eigener Wunsch nach "seinem" professionellem Verhalten entstanden ist.
Und das das Erinnern an Ereignisse, trotz das es wohlwollend ist, einfach nur peinlich wirkt.
Bleib zuversichtlich, wenn der Schmerz verschwindet, verschwindet auch er.