PUA bezeichnet vor allem Verführungstechniken. Und um möglichst schnell ans Ziel zu kommen, bedienen sich PUA einiger manipulativer Techniken aus dem NLP-Bereich und der Psychologie. Leider funktionieren diese Mechanismen nun mal eben gut, und man kann sich nur davor schützen, indem man Kenntnis davon hat und sie erkennt. Erkennt man nämlich Manipulation, dann funktioniert sie nicht mehr.
Jemand, der richtig "gut" ist hat einige dieser Methoden von Natur aus drauf, der fliegt dann auch nicht so schnell damit auf. Auch Menschen mit Persönlichkeitsstörungen (Depressionen, Borderline, Narzissmus) bedienen sich völlig unbewusst dieser Techniken und machen somit ihre Partner abhängig von sich. Die Techniken funktionieren deshalb so gut, weil sie direkt auf das Belohnungszentrum im Gehirn wirken, wie bei einer Dro.- oder Spielsucht. Das hat auch wenig mit besonderer Bedürftigkeit zu tun, sondern einfach damit, wie stark jemand mit seinem Belohnungszentrum auf Trigger reagiert. So gibt es eben auch Menschen, die von irgendwas süchtig werden und welche, die ihr Leben lang nicht süchtig nach gar nix sind (die haben aber dafür meistens dann irgendwelche Neurosen

also irgendwas ist halt immer, denn das Belohnungszentrum will halt gefüttert werden).
Gute Verführer gab es schon immer. Und es gab auch schon immer schwer verführbare und leicht verführbare Menschen. Das hat mit Impulskontrolle und damit mit (emotionaler) Intelligenz zu tun. Und oft auch mit allgemeinen Lebensumständen, denn in manchen Lagen ist man halt verführbarer als in anderen. So wird jemand, der in seinem Leben genug Menschen und Dinge hat, die ihn glücklich machen, also sein Belohnungszentrum füttern, auch nicht so leicht fremdgehen oder sich verführen lassen wie jemand, der in einer unerfüllten Beziehung lebt, ohne Freunde, ohne Hobbys oder Interessen, die seine Leidenschaft wecken, ohne erfüllenden Beruf, der ihn glücklich macht ... je mehr "Lücken", desto leichter kann da jemand reingrätschen.