Zitat von Theresa:Von Glück und Freude ist eine Affäre selten gekrönt.
Es sind meist zeitlich begrenzte Geschichten, auf die sich keiner einlassen sollte, der Sächs und Liebe nicht wirklich voneinander trennen kann. Sobald einer der beiden sich verliebt, sollte man sie beenden, bevor die Stimmung kippt.
In diesem Fall hier sind die Voraussetzungen insofern "gut", als keiner der beiden in den anderen verliebt zu sein scheint. Es scheint in erster Linie um Sächs zu gehen. Solange beide den miteinander genießen und sich nicht vom Ehegatten der wollüstigen Sirene erwischen lassen, kann das durchaus ein Ventil sein: Für sie, um ihre Ehe weiter ertragen zu können und für ihn, bis er eine feste Partnerin gefunden hat.
Man mag darüber streiten, ob es moralisch vertretbar ist, sich mit der Ehefrau eines anderen einzulassen. Gesetzlich verboten ist es in Deutschland jedenfalls nicht und immerhin scheint der gehörnte Gatte auch selbst ein kleiner Schwerenöter zu sein, wie der TE inzwischen nicht nur von der Sirene erfahren hat. Zudem ist der TE dem Gatten nichts schuldig, es ist die Sirene, die sich für ihre Eheführung ggfs. zu verantworten hat, nicht er.
Fragt sich nur, ob der Göttergatte das im Fall eines Auffliegens der Affaire auch so sehen oder mit geladener Schrotflinte bei ihm aufkreuzen würde. Dann wird dem TE die offizielle Gesetzeslage nämlich nicht mehr viel nutzen. Das ist das einzige echte Risikoszenario - wie wahrscheinlich es ist, muß er wissen. Ansonsten hat der TE eigentlich nicht viel zu befürchten dadurch, außer daß ihm das eigene Gewissen aufgrund verinnerlichter Werte zusetzen könnte. Anders wäre es, wenn der Gatte mit ihm persönlich befreundet wäre oder er beruflich eng mit ihm zusammenarbeiten müßte. Dann wird es zumindest kompliziert. Ist hier aber nicht gegeben.
Eigentlich bin ich der Meinung, daß - selbst wenn es rauskäme - die Verantwortung bei der Sirene ist und bleibt. Zudem fragt sich, ob eine Ehe, in der beide einander betrügen und dermaßen unglücklich sind, wie von der Sirene dargestellt, wirklich unbedingt erhalten werden muß. Vielleicht ist eine aufgeflogene Affaire die Initialzündung, die den beiden Eheleuten noch fehlt, um sich endlich zu trennen und jeder für sich ein neues, zufriedeneres Leben aufzubauen. Im Nachhinein werden sie vielleicht sogar irgendwann auf die Affaire zurückblicken, den neuen Partner im Arm, und sich sagen: "Wäre damals der Mist nicht passiert - ich wäre nie dort angekommen, wo ich heute wieder so glücklich bin."
O.k., sehr optimistisch gedacht und natürlich kenne ich die Verhältnisse nicht genug, um das konkret beurteilen zu können. Ich schreib's nur, damit der TE sich seinen Reim darauf machen kann und auch um nochmal zu betonen, daß die Welt nicht nur schwarz und weiß ist, sondern viele Grauzonen hat. Die Dinge sind nicht immer so "gut" oder "schlecht", wie sie auf den ersten Blick scheinen.
Zitat:Aber vllt reicht es dir tatsächlich ein Leben im Verborgenen zu führen, bei ständiger Angst erwischt zu werden und keine gemeinsame Zukunft vor Augen zu haben.
Er schrieb ausdrücklich, daß er die Sirene nur vernaschen will und sich weiterhin nach einer Frau umschaut, die er lieben kann. Die Frage stellt sich also nicht.
Zitat:Bin nicht sicher ob du Herz und S. auf Dauer trennen kannst, gerade wo du sie so lange schon anziehend findest.
Ja, da habe ich auch so meine Zweifel.