Zitat von Dude0815:Außerdem: auf einer gewissen Metaebene können wir uns allen attestieren "indoktriniert" zu sein.
Nicht nur auf einer gewissen Metaebene. Prinzipiell.
Das steht aber alles nicht zur Debatte wenn es um meine ganz eigene Beziehung geht. In der ist jeder objektive Standpunkt irrelavent und nur mein eigener subjektiver spielt eine Rolle. Und es ist einerlei woher der kommt.
Klar könnte ich mir jetzt eine Birne machen warum ich zum Beispiel nicht h. bin? Hat das genetische oder erlernte Ursachen? Ich kann aber auch einfach ne heterosexuelle Beziehung führen und happy sein und brauche anschliessend auch der Menschheit nicht auf den Sack zu gehen.
Ich rede nicht davon irgendwie dogmatisch zu sein, ich bin ein Fan von absoluter Offenheit. Die ist aber nur auf absoluter Selbstakzeptanz machbar. Denn nur dann ist man tatsächlich befähigt sich und andere zu akzeptieren. Bis dahin ist man immer nur damit beschäftigt andere oder sich in ein beliebiges Konstrukt biegen zu wollen. Und die sind - allein dadurch das es Milliarden von Meinungen gibt - immer austauschbar und somit nie absolut richtig.
Der Kontext -eigene Beziehung- ist der falsche um die Welt retten zu wollen. Bzw. ist immer irgendwas nicht stimmig mit einem selbst wenn man die Welt überhaupt retten muss. Die kommt ganz gut ohne einen aus.
Die ganze Logik hier hinkt ganz gewaltig. Der Punkt ist - es ist wurscht warum - wenn ich eine xklusive Beziehung mit echter Nähe möchte - dann möchte ich eine exklusive Beziehung mit echter Nähe und kein Bindungsflüchtlingmodell.
Ich hab auch 'ne monogame Beziehung. Und die macht sch. Angst weil es da eben wirklich intim wird. Und ich will auch gerne mal abhauen. Mach's aber trotzdem nicht. Weil - alles pop. wollen - nur so ein selbstbestätigender Egoscheiss (und mitnichten genetsiche Veranlagung) ist. Geht prima ohne. Trotzdem hat meine Partnerin die Freiheit zu kommen und zu gehen wie sie lustig ist. Und wenn sie rum v. will - bitte. Macht sie komischerweise auch nicht, weil's eben gar nicht notwendig ist.
Ich hab einen Haufen Menschen erlebt die mit der polyamourösen Moralkeule unterwegs sind, die ist so herrlich modern. Nur war bei jedem dieser klar ersichtlich, dass es nur darum ging, sich bloss auf nichts einlassen zu wollen und zu können weil da viel zu viel Schiss war das Jemand hinter die Maske schauen könnte.
Mag sein, es gibt wirklich menschen die das echt leben wollen und können. Und das mit echter Nähe. Mir ist keiner begegnet.