Zitat von Selbstliebe:Als Frührentner geht auch automatisch das Selbstbewusstsein in Frührente? Ich gehe davon aus, dass du eine (teilweise) Erwerbsminderungsrente meinst, oder?
Richtig, ich bin jetzt fast drei Monate krankgeschrieben und habe bereits "leise" vom Jobcenter zu hören bekommen, dass ich wohl absehbar einen Antrag auf befristete (Teil-)Erwerbsminderungsrente stellen muss, vermutlich spätestens nächsten Monat, da ich aktuell und wohl auch längerfristig nicht vermittelbar im Sinne des SGB II bin. Ob und wann ich wieder arbeitsfähig bin, steht in den Sternen. Aktuell "pumpen" mich die Ärzte mit allen möglichen Medikamenten voll (derzeit Minimum 7 verschiedene Medis pro Tag!). Ich sage Euch, die hauen ganz schön rein!
Zitat von arjuni:Alles DEINE Glaubenssätze. Das ist vermutlich das Bild, das Du selbst von solchen Menschen hast. Und von Dir. Sicher macht so eine Situation Angst und es ist schwer, sich da zurecht zu finden. Wer bist Du? In Deinem Kern, in Deinem wahren Wesen, ohne all die Äußerlichkeiten wie Statussymbole, erfolgreichen Job, großen Freundeskreis oder physischer Gesundheit. Das gilt es herauszufinden.Das meinte ich vorhin mit sich neu positionieren.
Danke für die Erklärung, alles klar. Sind aber nicht meine Glaubenssätze, sondern u.a. Schilderungen ehemaliger Klienten von mir, die bereits Frührentner sind. Meine Situation macht mir keine Angst, die habe ich angenommen. Sie macht mich eher wütend, weil ich selbst zu spät die Reißleine gezogen habe. Ich habe 25 Jahre am Stück gearbeitet, war nie im Urlaub. Davon die letzten 7,5 Jahre selbstständig, was nun nach der gescheiterten Ehe auch den Bach runterging. Bin zahlungsunfähig (Insolvenzantragsverfahren läuft über eine Schuldnerberatungsstelle), musste meine Tiere abgeben, werde ich eine kleine Mietwohnung ziehen müssen, meine Gesundheit ist auch im Ar. und meine "Lebensplanung" gestaltet sich momentan von einem Tag in den nächsten. Wo ist da noch Raum für positive Gedanken, gerade im Hinblick auf meine gescheiterte Ehe, der vor allem den finanziellen Kollaps ausgelöst hat?
Nein, liebe Arjuni, ich bin kein pessimistischer Mensch oder Menschenfeind, im Gegenteil. Aber gewisse Punkte im Leben habe ich überdacht und werde da zukünftig anders vorgehen. Es klingt vielleicht hart, unfair, evtl. auch mal verächtlich, aber glaube mir, mir geht es in erster Linie um Selbstschutz. Frauen und ihre Denk- und Handlungsweisen vermag ich weder nachzuvollziehen, noch gutzuheißen, wenn dabei sowas herauskommt. Sorry. .

Zitat von DieJeanne17:Du hast dich selbst aufgegeben und suchst dir irgendwelche Studien die dir deine miese Meinung bestätigen. Menschen sind individuell. Es gibt nicht "die Frauen", "die Männer", "die Frührentner" oder "die Harz IV-Empfänger". Man kann 800 Schubladen hinstellen und in jede diese Schubladen wird es Menschen geben, die hinein passen. Und dann wird es immer Menschen geben, die in keine diese Schubladen passen.
Liebe Jeanne, dieser Beitrag von mir war lediglich ein Bericht aus meiner damaligen beruflichen Zeit als gesetzlicher Berufsbetreuer, wo ich an einem Seminar seinerzeit in Hamburg teilnahm. Diese Thematik war damals nur ein "Randthema" in einem großen Spektrum an überwiegend betreuungsrechtlichen Thematiken. Ich wollte es nur mal als einen neuen Gedankengang mit in die "Runde" packen, nicht mehr.
Zahlen sind schön und gut, eben nur Statistik. Aber ich nehme das auch nicht allzu ernst, erst recht glaube ich nicht zu hundert Prozent daran. Es gab dazu ja hier im Thread schon gegenteilige Meinungen, die ich mindestens auch anteilig vertrete. Diese Studie ist in meinen Augen eh nur zu einem Teil gültig, weil eben "nur 10.000 Menschen" befragt bzw. untersucht worden sind. in Deutschland leben aber mehr als 80 Millionen Menschen. Was, wenn die Urheber dieser Studie "zufällig" überwiegend nur Menschen erwischt haben, die dieses Ergebnis zutage gefördert haben? Was wäre gewesen, wenn 10.000 andere Menschen anders geantwortet bzw. gelebt hätten? Daher, keep cool, liebe Jeanne, es war nur ein Beitrag, nicht mehr, nicht weniger.
Okay!
