Zitat von Lina_1986:Mir ist deine Wortwahl als es um den Hausbau ging aufgefallen: mir kam es vor alles waer nun "in Stein gemeisselt." Diese Formulierung oder Metapher fuer die Festigkeit eurer Beziehung koennte auf deine Vorstellung von Beziehung als Garant fuer Sicherheit schlussfolgern lassen,was ich nun auch,ich glaub jeder lernen muss,egal wie fest und sicher es den einen Tag noch ist in der Beziehung ,kann es schon den naechsten Tag anders sein. Jeder Mensch entwickelt und veraendert sich und ggf. traegt einmal eine Beziehung diese Veraenderung zweier Menschen, denn das ist die einzige Stabilitaet/Sicheheit die wir haben,die Veraenderung und Endlichkeit von allem und jedem und das lernen wir ein leben lang zu verstehen bis auch unser Leben endet. ich druecke dich fest-bin in den letzten Woche auch wieder durch die Schule dessen das nichts sicher und stabil ist und der Fokus letztlich nur bei mir selbst/bei dir selbst liegen kann gegangen, ich bin auf einer Reise zu mir selbst gewesen und ich wuensche dir auf deiner viel Kraft und dieses Forum ist dabei eine gute Moeglichkeit und Unterstuetzung!
Oh ja, da hast du recht mit deiner Einschätzung. Für mich war diese Beziehung mein Anker. Der Mensch bei dem ich bei all meinen Unsicherheiten zur Ruhe finden konnte. Die Konstante meines Lebens.
Unvorstellbar war es für mich, dass das jemals enden könnte.
Ich denke das liegt auch daran, dass es eben die erste Beziehung war, dass sie so lange andauerte und dass ich die Erfahrung einer Trennung bisher einfach noch nie machen musste.
Eines ist auf jeden Fall klar: So unbeschwert, so garantiert und so ganz ohne jegliche Zweifel wird es nie wieder werden.
Eine Reise zu mir selbst? Ja die steht mir nun wohl bevor. Wer bin ich überhaupt? Was bleibt von der Person übrig, von der ich annahm ich zu sein, wenn die Wunden verheilen und das Loch das sie hinterlassen, das einen wichtigen Teil von mir ausgemacht hat, sich zu schließen beginnt? Ich habe Angst davor weil ich nicht weiß wohin mich diese Reise führen wird.
Heute war wieder ein schlimmer Tag. Ich weiß gar nicht genau warum eigentlich. Bis auf meinen Traum letzte Nacht (sie stand vor mir und war voll tätowiert und gepierct) gab es keinen konkreten Auslöser. Und heute hat nicht mal meine sonst allzu bekannte "Wutphase" dominiert sondern einfach nur ein tieftrauriges Gefühl darüber, dass sie nicht mehr Teil meines Lebens, nicht mehr Teil von mir ist.
Tja so ist das wohl. Morgen werden es ja schließlich auch gerade mal 3 Wochen. Manchmal hat man das Gefühl, man wäre schon so weit und dann kommt wie aus dem Nichts und ohne erkennbaren Grund ein riesiger Hammer und schlägt einen wieder ganz nach unten zurück.
Und ich belüge mich selbst. Ich lasse die Hoffnung keimen, ich müsste nur lange genug warten und dann kommt sie schon zu mir zurück. Ich male mir Szenarien aus, wie ich in diesem Fall handeln würde. Und jedes mal wenn mein Verstand sagt, dass sie nicht wiederkommen wird falle ich wieder in ein Loch.
Der Verstand sagt, sie muss raus aus meinem Kopf. Doch das Herz klammert sich an jeden noch so kleinen Strohhalm.
Ich muss da jetzt wohl einfach durch.
Vielen Dank für all eure Ratschläge und Anteilnahme. Mir bedeutet das wirklich sehr viel.
Gute Nacht!