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Nach 14 Jahren verlässt er uns

Vegetari
Zitat von Wollie:
ich finde es für die Kinder furchtbar, was der Ex da durch sein Verhalten anrichtet.


Da kann Tessa das Jugendamt einschalten, sollte das Kindeswohl beeinträchtigt sein

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T
Zitat von Vegetari:
Da kann Tessa das Jugendamt einschalten, sollte das Kindeswohl beeinträchtigt sein

Die sind aber leider nicht allmächtig, und solange keins der Kinder misshandelt wird können sie sich gar nicht massiv einmischen...

x 1 #2417


A


Nach 14 Jahren verlässt er uns

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B
@Vegetari
Genau. Eigentlich sollte es darum gehen, das konfontative vorgehen zu beenden und sauber und respektvoll miteinander zu sprechen.
Das ist der allererste Schritt. Und da der nm ja noch Arbeiter wird er im Grundsatz ansprechbar sein, nur nicht durch Tessa.

Dann geht es darum, Kompromisse zu finden.

Als letztes kann man vor dem Notar eine Scheidungsfolgenvereinbarung abschließen. Auch der Notar ist neutral und kennt die juristischen Konsequenz.

So etwas erspart jahrelange Auseinandersetzungen wenn einer der Anwälte eben nicht entsprechend einwirkt.

x 3 #2418


T
@BernhardQXY alles gut und schön... wenn der andere sich darauf einlässt. Damit steht und fällt alles. Ich kenne leider Fälle, da war der andere nicht bereit dazu. Weil die Leute keine faire Einigung wollen.

In einem Fall wurde die Mediation sogar vom Gericht angeordnet und dann vorm vom Gericht bestellten Mediator munter weiter gestritten (in dem Fall war es aber die Frau, der Mann wollte da einen fairen Kompromiss...) und der Mediator meinte irgendwann auch nur... na ja... da wird nichts rauskommen. Entweder Sie geben nach (und zahlen ordentlich drauf) oder es wird keine Einigung geben.

Falls Tessas Mann zu einer Mediation bereit wäre, wäre das super.
Aber ich denke, wenn er wirklich eine faire Einigung wollen würde, würde er sich an ganz, ganz vielen Stellen ganz anders verhalten.

Sie kann es am Ende nur selbst herausfinden.
Am besten zuerst mal mit ihrer Anwältin besprechen und NM dann fragen.

x 4 #2419


aquarius2
Das Jugendamt kann aber eine Ansage machen, hat beim Ex von meiner Cousine geholfen. boese Aber auch seine Eltern haben ihm die Hammelbeine lang gezogen.
Die haben in der ersten Zeit meiner Cousine immer Geld zugesteckt, was den gesetzlichen Unterhalt entsprach und für ihren Sohn einen neuen Job gesucht.

x 1 #2420


Vegetari
Zitat von thegirlnextdoor:
Die sind aber leider nicht allmächtig, und solange keins der Kinder misshandelt wird können sie sich gar nicht massiv einmischen...


Wenn die Kinder psychisch beeinträchtigt sind ,da der Vater sich so verhält,sollte das JA ggfs in Frage kommen

x 1 #2421


downie
Moin,

sollte, hätte, wollte, könnte...

Ich finde nach wie vor Tessa bewältigt das alles sehr gut. Sie hat immer noch eine kompetente Anwältin an ihrer Seite, die ihr sicherlich frühzeitig den Gang zum Jugendamt weisen wird...

Just my 2 cents...
downie

x 4 #2422


E
Zum Thema Mediation. Der Vorteil einer Mediation ist unter anderem, dass die Ziele der Beteiligten auf den Tisch gelegt werden.

Es findet ein Dialog statt und jeder bekommt den benötigten Raum, um seine Ansichten und Erwartungen darzulegen. Es wird dann gemeinsam mit dem Mediator schrittweise daran gearbeitet, eine Lösung zu finden. Mediatoren sind ausgebildete Leute aus verschiedene Berufe, eine juristische Fachkenntniss kann nicht vorausgesetzt werden.

Es findet in mehreren Sitzungen statt mit klar definieren Meilensteinen, für die Zeit dazwischen gibt es Hausaufgaben. Es kostet was, aber es ist lohnenswert, wenn ein Dialog ansonsten nicht möglich, oder sehr schwierig ist.

Ich habe selbst noch keine Mediation in Anspruch genommen, aber meine Freundin und sie hat mir viel davon erzählt.

x 1 #2423


Y
Leider sind die Gläubigen oft auch nicht besser... viel Licht und viel Schatten. Aber ich wünsche dir, Tessa, dass der Glaube dir hilft, irgendwann zu verzeihen - wenn es an der Zeit ist - und in Frieden und frei von der Vergangenheit zu leben.
Wir hatten eine gemeinsame Mediatorin und Anwältin damals. Was ich an der gut fand: Sie hat pragmatische Vorschläge gemacht, die echt gute Kompromisse waren, ohne insgesamt viel Extrageld zu kosten. Und in Anwesenheit der Mediatorin ist es einem auch peinlich, kleinlich zu reagieren, das hilft auch ungemein!

x 2 #2424


Y
Das ganze Thema Mediation ist aber auch ein Charaktertest, und das Vertrauen zueinander braucht Futter sonst wird es nichts. Ich hab mich auch über mich selbst gewundert, wie schnell da Misstrauen hoch kommt, wenn es ums Geld geht, sich nicht über den Tisch ziehen lassen wollen etc. Ich vermute aber, dass eure Situation echt eine andere ist.

#2425


W
Zitat von Ella:
Zum Thema Mediation. Der Vorteil einer Mediation ist unter anderem, dass die Ziele der Beteiligten auf den Tisch gelegt werden. Es findet ein Dialog statt und jeder bekommt den benötigten Raum, um seine Ansichten und Erwartungen darzulegen. Es wird dann gemeinsam mit dem Mediator schrittweise daran gearbeitet, eine ...

Ich kenne Mediation auch und habe sie als zielführend erlebt. Nur: es waren beide Parteien bereit und es war von beiden gewünscht, sich unterstützen zu lassen. Die Kommunikation war festgefahren, aber es gab immerhin Versuche, zu kommunizieren.

Die sehe ich hier nicht. Aber ja, Tessa könnte den Vorschlag machen. Dann müsste sie (mal wieder) die Hand reichen und (mal wieder) signalisieren, dass sie an einer guten Lösung für alle interessiert ist. Und das, obwohl sie aufgrund seines Verhaltens bisher davon ausgehen kann, (mal wieder) eine hämische Abfuhr zu erhalten.

Ich wüsste nicht, ob ich mich dazu durchringen könnte.

x 3 #2426


T
Zitat von Woelkeline:
Die Kommunikation war festgefahren, aber es gab immerhin Versuche, zu kommunizieren.

Die sehe ich hier nicht.

Genau das meinte ich... ganz genau das.
Wenn beide es versuchen und wollen, aber einfach nicht schaffen... ist das natürlich das beste, was man machen kann, sich dafür Hilfe holen.

Ich sehe das bei Tessas Mann absolut nicht. Wäre aber sehr froh, wenn ich mich irren würde!

x 3 #2427


MissLilly
Ich meine es echt nicht böse, aber ich frage mich langsam ernsthaft welche Vorstellung hier einige User bezüglich Anwälten, Jugendämtern, Mediatoren und vor allem über die kindliche Seele und deren Empfindungen haben?!
Aus meiner Sicht und Erfahrung ist die gelebte Realität in solchen Situationen nämlich eine vollkommen andere.

Das geht schon einmal damit los, das man darüber diskutiert, ob Kinder traumatisiert werden, weil sie "plötzlich" an Türen klopfen sollen/müssen oder ob das wohl nicht doch eher dem erzieherischen Standart entsprechen sollte.
Dabei ist der Kern der Sache ein ganz anderer und (wie ich finde) unübersehbar.
Auch wird hier Seite um Seite darüber gesprochen, dass es absolut wichtig ist darauf zu achten, dass die Kinder die Trennung der Eltern bestmöglich verkraften, ohne einen falschen Eindruck und nachhaltigen Schaden davon zu tragen.
Joa, das hört sich in der Theorie (mit pauschaler Überschrift) alles ganz ganz toll an und ist sicher gut gemeint, aber was gut gemeint ist, ist eben aber auch nicht immer und automatisch gut gemacht!
Den Kindern wird zwischen Tür und Angel (vom Vater) erzählt, das Mama und Papa sich getrennt haben und kein Paar mehr sind. Mama stellt daraufhin richtig, dass nicht sie sich getrennt haben, sondern das Papa sich von Mama getrennt hat!
Auf das Wieso, warum und weshalb (von Seiten des Vaters) wird überhaupt nicht eingegangen, geschweige denn das den Kindern erzählt wird, wie es ab sofort nun weiter geht bzw. was sich für SIE dadurch verändern wird!
Stattdessen verbarrikadiert sich ein Vater kurzer Hand hinter einer verschlossenen Tür im Keller, während die Mutter 1 Stockwerk höher ein paar Kerzen anzündet, Ricky auf volle Pulle dreht, nebenbei ne Runde hullert und die Kinder bespaßt.
DAS ist der Eindruck der den Kinder in der aktuellen Realität und zum Thema Trennung gerade vorgelebt wird!
Bitte nicht als Angriff verstehen, aber ich persönlich stehe und werde immer auf der Seite der Kinder stehen!

x 10 #2428


T
Zitat von MissLilly:
geschweige denn das den Kindern erzählt wird, wie es ab sofort nun weiter geht bzw. was sich für SIE dadurch verändern wird!

Darüber hat Tessa aber schon mit den Kindern gesprochen, wenn ich mich recht erinnere. Und ihnen versprochen, immer für sie da zu sein.


Aber das hier...
Zitat von MissLilly:
Stattdessen verbarrikadiert sich ein Vater kurzer Hand hinter einer verschlossenen Tür im Keller, während die Mutter 1 Stockwerk höher ein paar Kerzen anzündet, Ricky auf volle Pulle dreht, nebenbei ne Runde hullert und die Kinder bespaßt.
DAS ist der Eindruck der den Kinder in der aktuellen Realität und zum Thema Trennung gerade vorgelebt wird!

Das finde ich auch sehr kritisch.
Diese Situation ist sehr ungesund für die Kinder, und es wäre besser für sie wenn das so schnell wie möglich aufgelöst würde. Mir persönlich wäre kein Haus so wichtig, dass ich so etwas freiwillig über mehrere Monate mitmachen würde. Wobei das am Ende wirklich nur jeder selbst entscheiden kann/muss.

Ich hoffe sehr, die Anwältin kann hier helfen.
Und ja, @MissLilly, die Anwältin.
Was soll Tessa denn tun? Ihren 1,90m Mann mit eigenen Händen aus dem Haus werfen? Das wäre ja noch nicht einmal legal.
Einfach so flüchten ist mit zwei Kindern aber auch nicht einfach.

Nur - "aussitzen", um zu "gewinnen", wie einige hier raten, würde ich so etwas maximal alleine ohne Kinder. Für Kinder finde ich das, was sie da gerade erleben müssen, zu schädlich.

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MissLilly
Zitat von thegirlnextdoor:
Darüber hat Tessa aber schon mit den Kindern gesprochen, wenn ich mich recht erinnere. Und ihnen versprochen, immer für sie da zu sein.


Ja, "immer für uns ( meinen Bruder und mich) da zu sein", dass haben mir meine Eltern auch immer versprochen;-)
Wie ich aber mit einem Problem besser umgehen oder es gänzlich lösen konnte, das haben sie mir leider nicht erklären können.
Bestes Beispiel: "Warum ist Papa so komisch, was hat Papa, warum macht Papa das"?
Antwort von Mama:,, Ich weiß es leider nicht, da musst du Papa fragen."
Meinen ganzen Mut zusammen genommen, los gestapft und Papa befragt.
Antwort:,, Ach mein Schatz, ich würde dir gerne einiges erklären, aber du bist einfach noch zu jung um das alles zu verstehen. Wenn du eines Tages mal selbst erwachsen bist, dann wirst du vieles sicher anders sehen und mich besser verstehen können. Ich finde es daher unfassbar schrecklich, dass deine Mutter es dir zumutet mir solche Fragen zu stellen!"

Tja und das war erst der Anfang...

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