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Nach 18 Jahre verlassen/Affäre mit Kollegin

Löwin45

Löwin45


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Liebe Anna
Mit deinem letzten Satz triffst du den Nagel auf den Kopf:
Zitat von Elischrabneli95:
Er hat mich jedenfalls nicht erkannt.

Schau dir deinen Mann doch einmal genau an und bewerte ihn ebenfalls.
Ihr seit seit 18 Jahren zusammen und in all der Zeit hat er dir nie ein wenig Raum eingeräumt - dir nie Platz zugestanden.
Zitat von Elischrabneli95:
Ich wäre sehr gern mit ihm zusammen gezogen, aber er wollte seine Wohnung niemals aufgeben. War für uns beide zu klein, ich hätte ja nichts von meinen Möbeln oder Sachen mitnehmen können, wie soll man sich da wohl und zu Hause fühlen.

Wie wichtig waren ihm denn dein Wohl und deine Wünsche - speziell auch dann, wenn dabei von ihm Entgegenkommen und auch Mal Sichzurücknehmen gefordert war.
Hatte er dich jemals in den Vordergrund gestellt?
War er jemals selbstlos?
Oder ging es immer nur um ihn und seine Befindlichkeiten?
Zitat von Elischrabneli95:
Er hat überhaupt immer nur gemacht, was er wollte.

Zitat von Elischrabneli95:
Natürlich haben wir uns jeden Tag gesehen, aber wäre ich nicht zu ihm gekommen, er hätte den Weg zu mir nicht gefunden.

Schau mal genau hin!
Und dann schau auf dich.
Wer von euch beiden hat sich nun so verhalten, wie man es von einem liebenden Partner erwarten darf?
Er ganz sicher nicht.

Mensch Anna, du bist ein wertvoller Mensch.
Du bist ganz sicher auch eine interessante Frau.
Dein Mann hat dich gar nicht verdient

Zitat von Elischrabneli95:
Ich wünsch mir wirklich, dass er glücklich wird, jede Frau ist wohl angenehmer als ich, oder spannender. Er ist selbst immer auf der Suche, mit sich gar nicht im Reinen.

Quatsch, andere Frauen machen das ebenfalls nicht mit.
Lass auf keinen Fall den Gedanken zu, dass andere Frauen besser, spannender...sind!
Nur eines ist sicher, es gibt viele viele Männer, die nicht so egoistisch sind wie dein Mann.
Mit anderen Worten, dein Mann muss einen Vergleich fürchten - nicht du.

27.06.2020 11:38 • #16


Leviatan


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Zitat von Sliderman:
Das hiesse ja ,das Menschen mit einem Handycap nicht geliebt werden sollten. Hätte er sie aufrichtig geliebt, wäre sie jetzt nicht hier.


Das interpretierst Du daraus? Ich habe ja auch mindestens ein Handycap, musste bisher sehr viele Medis nehmen wegen Organentzündungen, aber ich sage deswegen ja auch nicht, dass ich genau aus diesem Grunde keine Freundin habe.

Zitat von Sliderman:
Das ist sicherlich eine Belastung aber Liebe schafft ALLES!


Nee, Liebe schafft nicht immer alles, wie dieses Beispiel hier sehr deutlich zeigt. Dieser Ausspruch ist auch mehr eine Wunschvorstellung, denn Realität. Dann wären bei weitem nicht so viele hier im Forum gelandet, wenn Liebe irgendwie immer alles regelt. Hier gehen ja sogar Paare auseinander, schlicht weil sie sich auseinander gelebt haben, aber trotzdem noch lieben irgendwo. Also der Spruch mit Liebe kann alles - bitte zu den Märchen legen.

Es kommt mir auch so vor, als ob das eine einseitige Liebe ist, die von der lieben TE ausgeht. Deren Mann hat ja augenscheinlich nur Bummeln, Reisen und Abenteuer auf dem Schirm. Ich wundere mich viel mehr, dass die TE schon so lange mit ihm zusammen ist. Hier sind die Interessen und Lebensvoraussetzungen einfach zu unterschiedlich, dazu nach fast zwei Jahrzehnten immer eigene Wohnungen, seit zwei Jahren verheiratet, aber immer noch eigene Wohnungen und und und. Habe ich noch nie so erlebt, gelesen oder gehört.

Im Grunde sind da zwei Menschen zusammen, die so überhaupt nicht passen, was Interessen, Ziele und Umsetzung betrifft. Vielleicht war es mal anders, kann ich mir aber kaum vorstellen, nachdem, was die TE hier berichtet.

Sie tut mir leid, die Arme. Aber die Hürden in dieser Beziehung, jetzt noch als Krönung mit der Affäre des Ehemanns, sind nüchtern betrachtet keine Basis für eine glückliche Partnerschaft.

27.06.2020 11:45 • x 1 #17



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Elischrabneli95


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Er hat mir den Heiratsantrag gemacht.
Ich war der glücklichste Mensch.
Die Hochzeit war wunderbar, das Fest der Feste.

Dann hat er mir eröffnet, dass er das Sabbatjahr schon seit 4 Jahren beantragt hat und dann nach der Hochzeit, 4 Monate danach, sich auf die Weltradtour aufmacht. Alle wussten es, nur ich hab es zuletzt erfahren.

War auch krass, ich hätte ihn nicht heiraten sollen, abwarten, was nach dem Jahr für uns die Zeit bereit hält. Für mich hat sich gar nichts verändert. Die Motive für die Heirat seinerseits, hatten wohl weniger mit Liebe zu tun, als mit dem Verdienst und der steuerrechtlichen Vorteile.

Und er ist wie er ist. Wenn er die richtige Partnerin findet, vielleicht setzt er sich da auch mal mit sich auseinander. Denn ich glaube, dass macht keine so richtig mit.

Er ist ein voller Öko, was ja nicht schlecht ist, Autohasser, mit recht vielen komischen Ansichten. Wenn man nicht seiner Meinung ist, na dann prost Mahlzeit.

Er hat mich hier mit allem allein gelassen, seine Wohnung versorgen, putzen, Briefkasten, die Ferienwohnung vermieten, putzen, Gästewechsel und mein Volltagsjob an der Tankstelle. War für mich die absolute Herausforderung. Aber ich hab das geschafft, bin über mich hinausgewachsen. Eine tolle Erfahrung, für jemanden wie mich.

Aber auch ne ganz schöne Zumutung. Während er sich ne tolle Zeit macht, hatte ich kaum Zeit zum Durchatmen.

Als er wieder kam, sollte ich meine Arbeit aufgeben, damit wir mehr Zeit füreinander haben. Das ist doch nicht fair. Immer nur seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Er kann auch keine Stunde zu Hause sein und wenn die Sonne scheint, wird er ganz unruhig.

27.06.2020 11:54 • x 1 #18


Leviatan


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Zitat von Elischrabneli95:
Er hat mir den Heiratsantrag gemacht. Ich war der glücklichste Mensch. Die Hochzeit war wunderbar, das Fest der Feste. Dann hat er mir eröffnet, dass er das Sabbatjahr schon seit 4 Jahren beantragt hat und dann nach der Hochzeit, 4 Monate danach, sich auf die Weltradtour aufmacht. Alle wussten es, nur ich hab es zuletzt erfahren. War auch krass, ich hätte ihn nicht heiraten sollen, abwarten, was nach dem Jahr für uns die Zeit bereit hält. Für mich hat sich gar nichts verändert. Die Motive für die Heirat seinerseits, hatten wohl weniger mit ...


Liebe TE!

Das ist ein rastloser, ruheloser Mensch, Dein Mann. Da passt irgendwie gar nichts.

Ich denke, Du hast durchaus gute Chancen, einen liebevollen Mann kennenzulernen. Lös Dich erstmal von dem jetzigen Mann, der scheint ja irgendwie - sorry - auch nicht alle Henkel am Pott zu haben. So wie Du das mit der Heirat beschrieben hast, ist es auch kein Wunder: Das war keine Heirat aus Liebe, eher aus Pragmatismus. Und steuerlichen Vorteilen.

Du schaffst das, schau, was Du schon alles erreicht hast.

27.06.2020 12:00 • #19


Elischrabneli95


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Liebe Löwin und ihr anderen lieben, danke für eure Beiträge.
Es trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich finde mich sogar sehr interessant, interessiere mich für vielerlei Dinge, bin überhaupt nicht oberflächlich, tolerant und vor allem lasse ich die Menschen, wie sie sind. Das finde ich sehr wichtig,

Löwin, ich danke Dir für Deine Zeilen, das er einen Vergleich fürchten muss, glaube ich auch, Dein Beitrag baut mich auf und lässt für mich Bestätigung zu, dass ich nicht klein, jammernd und unselbstständig bin. Das hilft mir sehr.

Anna

27.06.2020 12:02 • x 2 #20


KBR


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Ich finde eine Beziehung in getrennten Wohnungen über eine so lange Zeit zwar ungewöhnlich (i.S. von gesellschaftlich selten), aber davon abgesehen finde ich das gut. So hat jeder seinen eigenen "Tanzbereich" und die miteinander verbrachte Zeit ist bewusst miteinander verbracht. Jedenfalls, sofern es ein Lebensmodell ist, das beide wollen und befürworten. Ich kenne mehrere langjährige Paare, die das so handhaben und wäre selbst die Erste, die Hurra schreien würde, falls ein neuer Partner das auch befürworten würde. Diese Wohnkonstellation muss nicht zwingend etwas über die Qualität einer Beziehung aussagen. Ein Zusammenleben tut das ja auch nicht.

Mir scheint, Du hast vieles heruntergeschluckt (die Affären usw.). Dein Über-Dich-Hinauswachsen ist m.E. ein Zeichen dafür, dass Du ohne ihn viel besser dran bist, was Deine eigene Entwicklung angeht.

Weißt Du, seit meinem dritten Lebensjahr habe ich eine Freundin. Wir haben uns nie aus den Augen verloren, obwohl wir zwischendurch auch viele Jahre ohne eine Gemeinsamkeit waren, wenn man von der gemeinsamen Vergangenheit absieht. Diese Freundin ist großartig. Sie würde mich nie im Stich lassen. Aber sie ist auch anstrengend, einnehmend, meist sehr negativ, sehr fordernd usw. Meine Therapeutin habe ich damals, als ich nach meinem Burnout in Behandlung war, erzählt, dass diese Freundin und ich zusammen 1x die Woche laufen. Ich würde das machen, weil ich eben irgendetwas machen muss gegen die Depressionen und für den Körper. Aber ich hätte keine Freude daran und würde es eher als Pflicht empfinden, denn es sei nie möglich, einfach mal zusammen zu schweigen, die Natur zu genießen, sich etwas Schönes zu erzählen usw. Stattdessen würde meine Freundin jedes Mal ihren ganzen Alltagsfrust über mich kippen und nach dem Laufen würde ich mich nicht besser fühlen sondern schlechter. Aber ich war gefangen in den Gedanken, dass ich eine schlechte Freundin wäre, wenn ich mir nicht ihren Frust anhören würde. Ich hatte vieles versucht,um das Laufen anders (erfreulicher) zu gestalten. Aber nichts führte dazu, dass meine Freundin davon abließ, sich über irgendwelche Dinge zu erbosen (meist dazu, was andere Menschen falsch gemacht hatten) und mich damit zu frustrieren, weil es mich meistens weder interessierte, da es das Niveau von "falscher Krawattenfarbe zum Anzug hatte, noch wollte ich in dieser negativen Atmosphäre unterwegs sein.

Meine Therapeutin sagte dazu nur einen Satz und der sinngemäß lautete:

Haben sie sich mal überlegt, dass sie das Werkzeug sind, das ihre Freundin nutzt, um sich nach dem Laufen besser zu fühlen, weil sie ihren ganzen Müll bei ihnen abladen kann, während sie sich hinterher noch schlechter fühlen?

Warum schreibe ich Dir diesen ganzen Kram? Ich glaube, das beschreibt auch die Beziehung zu Deinem Mann ganz gut. Du glaubst, Du wärst eine riesige Last, aber in Wahrheit profitierte vor allem er von der Beziehung, in der Du Dich verbogen hast. Zudem hatte er die Erfahrung gemacht, dass Du ihn immer zurück genommen hast bisher. Er konnte also ohne Dich einzubeziehen seine Reise planen, denn er wusste alle Angelegenheiten in guten Händen. Ich hätte mich an Deiner Stelle furchtbar verraten gefühlt. Und das hast Du bestimmt auch.

Du hast außerdem aber das gemacht, was ich auch machte. Du hast Dir gedacht, was wäre ich für eine Ehefrau, wenn ich mich nicht um alles kümmern würde, wenn er weg ist.

Aber Du hast für Dich etwas tolles daraus gemacht und die gute Erfahrung gewonnen, dass Du ohne ihn über Dich hinauswachsen kannst. Du kannst zu Recht stolz auf Dich sein. Kaum war er zurück, wollte er Dich wieder auf Deinen Platz verweisen, der besonders ihm entgegen kam. Du warst aus seiner Sicht anscheinend genug über Dich hinaus gewachsen. Im Grunde ist sein neuerlicher Betrug ein Gewinn für Dich. Auch wenn es sich sicherlich nicht so anfühlt zur Zeit.

Ich glaube, Du wirst Dich so gut fühlen, wie noch nie zuvor in Deinem Leben, wenn der erste schwere Kummer vorbei ist und Du die Welt mit neuem Selbstbewusstsein neu entdeckst.

27.06.2020 12:50 • x 3 #21


Butterblume63


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Zitat von KBR:
Ich finde eine Beziehung in getrennten Wohnungen über eine so lange Zeit zwar ungewöhnlich (i.S. von gesellschaftlich selten), aber davon abgesehen finde ich das gut. So hat jeder seinen eigenen "Tanzbereich" und die miteinander verbrachte Zeit ist bewusst miteinander verbracht.
für mich würde es gar kein anderes Modell mehr geben. Denn nach den Jahren des Alleinseins hat man so seine Eigenarten entwickelt.

27.06.2020 12:54 • x 2 #22


Elischrabneli95


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Hallo KBR,

Danke, dass Du mir das berichtest.

Ja, ich war sein Werkzeug und ich hab mich in dieser Beziehung nie auf Augenhöhe gefühlt.
Ich denke, er ist ein in sich zutiefst unsicherer,
Mensch, er baut sein Selbstwertgefühl an schwächeren Menschen auf. Er ist Sozialpädagoge und arbeitet im Jugendamt. Da hat er oft mit Menschen zu tun, die meistens überfordert sind und keinen strukturierten Tagesablauf haben, Dro., Alk. usw.
Denen hilft er dann und wenn bei seiner Arbeit vielleicht nicht jeder sein Konzept befürwortet, dann sind alle anderen Kollegen destruktiv . Auf seiner Arbeit gibt es eigentlich keinen Tag, wo nicht Konflikte mit seinem Team vorprogrammiert wären.

Er wünscht für alles ein Lob und wie toll er es jetzt wieder gemacht hat. Anerkennung ist auch ein ganz gewaltiger Punkt. Manchmal stellte ich bei ihm auch Arroganz fest, weiß nicht, wo er die her nimmt.

Hab ihn viel zu sehr idealisiert. Eigentlich ist er noch dazu ein totaler Spießer. Ich hoffe, die junge Frau, die er sich jetzt geangelt hat, ist so schlau und erkennt das alles viel schneller als ich.

27.06.2020 13:17 • x 1 #23


Elischrabneli95


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Ja Butterblume, ich finde es im Nachhinein trotzdem gut, dass ich mir mein eigenes kleines Reich erhalten habe. Noch schlimmer würde ich mich fühlen, jetzt noch meinen Mist aus seiner Bude unter den Arm zu nehmen und mir was neues zu suchen.

So ein Modell ist wirklich nicht schlecht, man hat immer seinen Rückzugsort, es hat auch viele Vorteile.

Und, schnarchen kann ich doch alleine. Ist doch voll unsy.

27.06.2020 13:22 • x 1 #24


Elischrabneli95


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Und ich bin ohne ihn wirklich besser dran, denn seine gesamten Anforderungen an mich, man kann es leider nur so sagen, würden es wieder nur erschweren, mich nach meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu richten.

Meine Selbtliebe muss erstmal gedeihen. Was ich mir wert bin und meine Kompromissbereitschaft. Da bin ich immer schlecht weggekommen. Der Kompromiss ging so oft nur in seine Richtung.

Im Moment möchte ich nur ich sein dürfen.
Ein Comeback kann ich mir gar nicht vorstellen.
Der Respekt, die Achtung, das Vertrauen, komplett erschüttert.

Und Ekel, muss ich echt sagen. Für mich käme das gar nicht in Betracht, mich neben meinem Mann mit anderen Exemplaren zu vergnügen.

Vielleicht altmodisch, aber wenn man sich verheiratet, In guten, wie in schlechten Zeiten, in Armut als auch in Reichtum, treu und ergeben etc. etc. Hätte ich mich dran gehalten. Mich hat in 18 Jahren kein anderer Mann interessiert, aber er hat sich nicht als PARTNER verhalten und sich auch nicht als solcher verstanden.

Hab schon viel kapiert, Gott sei Dank.

Anna

27.06.2020 13:44 • x 3 #25


Elischrabneli95


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Hallo ihr lieben, heute melde ich mich nochmals um von euch ein paar Tipps zu erhalten, bezüglich der Scheidung.

Ich sehe kein Zurück für uns, weil die Basis einfach nicht stimmt und da ich weiß, dass mein Mann zu all den Anstrengungen, die es mit sich brächten, gar nicht bereit wäre, ich für meinen Teil würde 18 Jahre nicht einfach hinschmeißen. Egal.

Aber vielleicht hat er ja jetzt auch seine Erfüllung und große Liebe gefunden.

Wir haben uns nun zwar geeinigt, was den Unterhalt angeht, aber ich war immer von ihm abhängig, emotional, als auch finanziell . Ich möchte das alles gern hinter mir lassen und einen wirklichen Schlussstrich ziehen.

Da ich nun schon beim Anwalt war und es am nächsten Tag wieder zurück genommen habe, auf seinen Wunsch hin, ärgere ich mich nun, denn Aktion erzeugt Reaktion.

Soll ich nun zeitnah doch die Scheidung einreichen?
Danke für eure Ratschläge

Anna

29.06.2020 11:43 • #26


Elischrabneli95


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Bin immer noch so entsetzt und enttäuscht.
Möchte nicht mehr seiner Willkür ausgesetzt sein. Will mich wirklich lösen und mich nur um mich kümmern, am besten jetzt, wo alles frisch ist, denn wenn ich mich erholt habe und er kommt mir zuvor mit der Scheidung, würde das für mich einen großen Rückschritt bedeuten, der wohl nicht zu meiner Gesundung beiträgt.

29.06.2020 11:49 • #27


Elischrabneli95


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Hallo liebes Forum, heute melde ich mich nochmal.

Mein NM hatte sich ja mit mir nun auf den Unterhalt ohne anwaltliche Hilfe geeinigt. Er versprach, ab 1.7.einen Dauerauftrag einzurichten, nun hab ich erfahren, dass er es noch nicht getan hat, er wollte mit mir darüber sprechen, ich fühle mich aber noch nicht in der Lage, sachlich mit ihm darüber sprechen zu können, er würde mich sofort verunsichern und ich würde einknicken.

Ich war ja schon beim Anwalt und hatte das Mandat auf seine Bitte hin am nächsten Tag zurückgezogen.

Nun habe ich bis heute keinen Trennungsunterhalt bekommen.

Ich werde nun wieder den Anwalt kontaktieren , aber diesmal ziehe ich es durch.

Ich brauche für mich einen klaren Kopf und ich möchte wirklich loslassen. Das Hin und her hindert mich daran, endlich einen Schlussstrich ziehen zu können.

Muss ich mir jetzt wie ein geldgieriger Vamp vorkommen?

Lg Anna

05.07.2020 18:32 • #28


Butterblume63


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Nein,liebe Te bei dir ist alles in Ordnung. Nur musst du noch lernen,dass seine Worte nichts wert sind. Überlasse nun alles dem Anwalt und lerne endlich dich nicht mehr manipulieren zu lassen. Bisher hat er mit dir gespielt wie er lustig war. Lerne ihm klare Grenzen zu setzen. Menschen die sicher in sich ruhen und ihre berechtigten Ansprüche durchsetzen bekommen auch Respekt gezollt.
Also lerne deinen Weg frei von ihm zu gehen.
Alles Liebe und viel Glück dazu.Du schaffst es.

05.07.2020 19:11 • #29


Elischrabneli95


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Danke liebe Butterblume , warum komm ich mir eigentlich schlecht vor?

Heute geht es mir schlecht, ich könnte nur heulen, er kann sich das Ausmaß seines Verhaltens nicht vorstellen. Ich komme mir so verraten vor, die Heirat ist gerade 2 Jahre her, es war ein so schönes Fest, ich wollte ihn immer heiraten, vom ersten Tag an.

Nun hat er sich während der Corona Krise dieser jungen Frau zugewandt, statt um uns zu kämpfen, ich kämpfe schon so viele Jahre, aber nein, für mich tut er das nicht. Das bin ich ihm nicht wert.

Nun ich habe begriffen, schon länger, dass ich ihm noch nie bieten konnte, was er sich wirklich wünscht, aber ich habe doch sehr viel versucht und vieles auch hinbekommen.

Aber er hat mir nicht mehr zugehört, mich nicht verstanden, er braucht positives um sich. Nur positives. Probleme verdunkeln seinen Himmel, er will sich nicht reflektieren, auch keine Therapie aufsuchen, auch nicht für eine gewisse Zeit mal für sich alleine sein. Nun ich hab mich auch aus diesen Gründen zurück gezogen um mal auszuloten, was ich ihm noch bedeute. Und das ist das Resultat, neue Frau, 26 Jahre jünger und uns hat es nie gegeben.

Ich werde nie verstehen, warum man mit Menschen so umgeht. Ich könnte das nie übers Herz bringen.

05.07.2020 19:35 • #30



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