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Nach +20 Jahren am Abgrund - brutale Ungewissenheit

M
Zitat von ZeitlosEcht:
Ein grosses Thema bei uns ist der Selbstwert. Wir beide haben damit zu kämpfen. Bei mir führt das dazu, dass ich extrem kritisch mit mir selbst bin. Das Problem: Diese massiv hohen Erwartungen habe ich unbewusst auf meine Familie übertragen. Da niemand diesen Ansprüchen gerecht werden kann, entstand eine Dynamik aus Frust und Vorwürfen.

Und die hohen Erwartungen kommen auch nicht von ungefähr. Meist litt man schon als Kind unter einem Erwartungsdruck, den man dann unbewusst weiter trägt. Man stellt an sich hohe Erwartungen, die sich oft nicht erfüllen lassen, dann kommen Enttäuschung und Unzufriedenheit mit sich und der Familie und das ganze bewegt sich, wenn man nicht aufpasst, in eine Abwärtsspirale.
Man sieht dann sich und die Angehörigen sehr kritisch und stuft sich selbst und die anderen als ungenügend ein.
Davon kann man sich lösen, indem man lernt, dass man selbst kein Erfüllungsgehilfe eigener überzogener Erwartungen ist und die anderen erst recht nicht.


Zitat von ZeitlosEcht:
Es gab oft Streit und verbale Entgleisungen meinerseits; ich habe meine Liebsten kleingemacht und mich dann hinter Mauern zurückgezogen. Meine Frau hat darauf mit Distanz reagiert – was ich fälschlicherweise als Bestrafung empfunden habe, während es für sie wohl purer Selbstschutz war.

Eine ungesunde Dynamik weil eine Aktion die Reaktion des Partners hervorruft. Am Ende steht man vor einer Aussichtslosigkeit, ehemalige emotionale Verbundenheit und Zusammenhalt gingen verloren und es sind 2 Einzelkämpfer im System. Da es dir offenbar nicht gelingt, deine Emotionen zu regulieren und einen sozial verträglichen Kanal dafür zu finden, hättest du schon längst Maßnahmen ergreifen können. Z.B. eine Therapie in Angriff zu nehmen in der du Handwerkszeug an die Hand bekommst, um mit den Gefühlen angemessen umzugehen.
ADHS ist eine Diagnose, aber keine Entschuldigung.

Das alles zermürbt den Parnter und er zieht sich logischerweise hinter seine Burgmauern zurück, denn auch er muss ja mit emotionalen Eskapaden zurecht kommen. Geht das nicht, bringt er sich in Sicherheit. Und am Ende steht die Trennung. Auch nicht weiter verwunderlich, weil sich auch der Partner nach Ruhe und Frieden sehnt. Wenn der Unruheherd im eigenen System ist, ist das dann eben nicht möglich, denn der andere wird als eine Art Zeitbombe oder Pulverfass empfunden. Abgesehen davon, dass der Respekt verloren geht und der ist ein Grundpfeiler jeder Ehe.

Beigetragen haben beide, es ist nie nur einer Schuld, aber eine objektivere Sicht ist meist erst möglich, wenn man sich emotional abgenabelt hat. Dann kann man die Dynamiken wie in einem Zweipersonendrama anschauen, aber dann ist es meist zu spät.

Zitat von ZeitlosEcht:
Ich habe massive körperliche Symptome, Herzrasen, kann kaum schlafen oder arbeiten.

"Normale" Schockreaktion weil du von Stresshormonen geflutet wirst. Die führen zu innerlicher Unruhe, Panikgefühlen, Aussichtslosigkeit und dem Gefühl keinen klaren Gedanken fassen zu können. Man ist mit dem Überleben beschäftigt und alles andere wie Schlaf, Ernährung, Konzentration treten in den Hintergrund.
Das ist wahrscheinlich auch evolutionär bedingt, denn steht man vor einem Säbelzahntiger, geht es ums *beep* Überleben. Da waren die Stresshormone hilfreich, weil sie einen Fluchtreflex ermöglichten. Aber auch da waren logische Überlegungen nicht möglich.


Zitat von ZeitlosEcht:
Die Angst, mit über 50 alles zu verlieren und noch einmal ganz von vorne anfangen zu müssen, lähmt mich völlig.

Auch eine völlig "normale " Reaktion. Du hast Angst vor einer weitreichenden Änderung Deines Lebens. Und das ist fremdes Terrain, vor allem weil Du das Alleinsein überhaupt nicht gewöhnt bist und dich immer nur als Beteiligter eines Systems gesehen hast.
Wenn es zur Trennung kommt, steht man vor einem Neuanfang, der nicht gewollt ist und Angst macht und Zweifel sät. Man wird wohin geworfen, wo man nie hin wollte und das bedeutet auch Kontrollverlust. Das Selbstbild wankt und liegt dann in Scherben, die Angst regiert und lähmt auch.

Ihr lebt noch zusammen, ihr habt angeblich ahnungslose Kinder (wobei die oft mehr Ahnungen haben als die Erwachsenen glauben, denn Kinder merken alles) und es ist vielleicht nicht alles verloren. Aber ohne Paartherapie wird da wohl nicht mehr viel möglich sein und oft ist die Paartherapie die Vorstufe zur Trennung. Aber auch das ist dann eine Erkenntnis. Und es bräuchte den Willen beider, es nochmals miteinander zu versuchen, sich in Minischritten wieder anzunähern. Aber die Bereitschaft einer Person reicht da nicht aus.
Sie trennt sich ja nicht aufgrund eines spontanen Einfalls, sondern sie hat schon lange darüber nachgedacht, während du deine Mechanismen agespult hast.

Allzu viel Hoffnungen würde ich mir an deiner Stelle nicht machen, denn sie hat die Gedanken über ein Nachher schon lange im Kopf. Sie weiß was sie will und Du bist überfahren und gestresst und hast nicht viel zu sagen. Die Frau hat einen Vorsprung, den du nicht wahrgenommen hast.

Mach jetzt erst Mal nichts. Einigt Euch, wie ihr euer Eheleben übergangsweise gestaltet, am besten mit getrennten Schlafzimmern und spielt vor den Kindern kein Theater von happy family, denn damit verkauft ihr sie für dumm.
Es ist besser, wenn ihr ihnen sagt, dass ihr eine Ehekrise habt, aber egal wie die ausgeht, beide nach wie vor für sie da sein werdet.

Zitat von ZeitlosEcht:
Ich werde durch die bevorstehende Trennung wahrscheinlich gezwungen mein Leben neu aufzustellen - weil meine Frau nicht mehr an mich glaubt...

Logische Konsequenz. Aber was dir jetzt unfassbar erscheint, wird eintreten und du wirst das auch eines Tages schaffen. Aber der Weg dorthin ist hart und steinig, weil du dein gesamtes gewohntes Leben verlierst und keinerlei Kompensation zu sehen ist. Oftmals auch durch eigene Schuld, wei man kein eigenes Netzwerk aufgebaut bzw. gehalten hat. Also auch noch Angst vor der Einsamkeit und Verlassenheit.
Die Zukunftsaussichten erscheinen dir nur düster und das sind sie erst Mal auch. Das alte "Normal" ist im Wanken, ein neues "Normal" in weiter Ferne und diese Umbruchsituation ist am schlimmsten. Stress, Unruhe, Zukunftsängste nisten sich ein. Aber es wird - sollte es definitv zum Bruch kommen - irgendwann ein neues "Normal" ein. Beispiele hier für bewältigte Trennungen findest Du hier haufenweise.

Vielleicht setzt du dich mit deiner Frau nochmals zusammen und ihr besprecht wie es jetzt weiter gehen soll. Aber deine Unfähigkeit Emotionen zu kontrollieren, darf da keinen Platz haben. Sprecht erst Mal sachlich miteinander und bitte bettle nicht, denn das wirkt extrem unattraktiv und befördert die Abwertung des anderen. Sie sieht sich dann in ihrer Einschätzung bestätigt. Du kannst im Moment nur punkten, indem du dich auf die Sachebene zurückziehst. Aber Jammern bringt sie sicher nicht zurück. Wenn ihr Entschluss feststeht, musst du dich eh fügen.

x 3 #16


M
Zitat von Verzweifelt79:
Er muss und wird es sich bestimmt noch anders überlegen. Na ja, ich glaube inzwischen das ist eine Schutzreaktion, weil der Schmerz sonst einfach zu heftig wäre.

Ich glaube auch, dass es eine Schutzreaktion ist. Für eine oder 2 Sekunden sagt man sich, er wird es sich nochmals überlegen, denn das bedeutet momentan eine Entlastung, die aber nicht lange anhält. Dann schlägt die Realität sofort wieder zu und es kommen die Panik- und Angstgefühle wieder stark hoch.
Ich vermute, es ist eine Illusion, die die geschundene Seele generiert, um für einen Moment die Wahrheit zurückzudrängen, eine Art Selbsthilfereaktion.

#17


A


Nach +20 Jahren am Abgrund - brutale Ungewissenheit

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Worrior
@ZeitlosEcht
Dein ADHS, deine Identitätskrise und deine Depressionen waren zuviel für diese Ehe.
Auch eine Ehe ist keine psychische Sondermülldeponie und deine Frau nur ein Mensch.
Du hängst die Messlatte für dich und andere hoch, doch diese wollen irgendwann gar nicht mehr auf diesem Level mitspielen.
Deine Frau musste jahrelang auf einen mental stabilen Partner verzichten, alles selbst tragen.
Da war keine starke Schulter, kein Fels in der Brandung, sie konnte sich nicht einfach mal fallen lassen mit der Gewissheit dass starke Arme sie halten.
Sie konnte keine Kraft tanken und jetzt ist der Akku leer.
Stattdessen sollten alle deinen Anforderungen gerecht werden obwohl Du selbst schlecht performt hast.

Du hast nur für die Familie und das drumherum gelebt, sie regelrecht erdrückt.
Deine mentale Gesundheit war wackelig, kein eigenes soziales Umfeld.
Das rächt sich jetzt.
Sieh es als harte Lehre und arbeite an deinen Baustellen, deiner Familie kannst Du es nicht mehr zumuten.

x 1 #18


Winza
Zitat von Worrior:
ADHS, deine Identitätskrise und deine Depressionen


Zitat von Worrior:
psychische Sondermülldeponie

Wie bitte?
Du bezeichnest das als psychischen Sondermüll?

#19


Z
Zitat von Arella:
Wenn man sich überfordert, den eigenen Stress nicht managen kann, kriegen das in manchen Situationen die Angehörigen ab.

@Arella
Ich und unser 15 Jähriger sind beide Impulsiv. Es gab viele Streitereien. Oft zuerst er und meine Faru - ich hab mich dann eingemischt. Gebrüllt? Selten. Hitzig geredet und das letzte Wort haben müssen regelmässig. Und ihm mal A. gesagt... Er kann sich oft nicht beherrschen. Verfolgt einen weil er einen Streit nicht sein lassen kann.
Und ja sonst bin ich oft wütend auf mich weil ich mich gestresst fühle. Meine Frau habe ich nie angeschrien. Sie mich auch nicht.

Mir ist schon lange bewusst, dass ich mich besser zu beherrschen lernen muss. Meine Wutanfälle als Kind waren allgemein bekannt.

x 1 #20


Arella
Zitat von ZeitlosEcht:
Und ja sonst bin ich oft wütend auf mich weil ich mich gestresst fühle. Meine Frau habe ich nie angeschrien. Sie mich auch nicht.

Was machen wir denn jetzt mit dir?
Positiv. Du gehst jetzt den Weg des Bewusstseins.
Das ist positiv.
Und du fühlst dich gestresst.
Du hast dich oft überfordert.
Sag, aus was für einer Kernfamilie kommst du?
Woher hast du den Leistungsanspruch?
Der dich und deine Ehe gecrasht hat?
Versteh mich nicht falsch. Leisten wollen, etwas erreichen wollen. Das ist legitim.
Aber du hast dich hart überfordert.
Glaub mir, du bist in dieser Gesellschaft, jedenfalls in deiner Alterskohorte, kein Einzelfall.
Es gibt so viele wie dich.
Vielen aus unserer Alterskohorte.
Es wurde dir, es wurde uns, in unserer Leistungs-Gesellschaft so beigebracht.
Wir sind Kinder von Eltern, die Not nicht mehr so erlebt haben. Aber dafür ihre Eltern.
Sehr große Armut, und Not.

Hier schreibt auch eine Userin.
Eine sehr nette Frau.
Sie ist krank geworden.
Und sie will sich noch immer beweisen.
Obwohl ihr Körper schon sendet und sendet.
Wem will man etwas beweisen?
Wem?

x 1 #21


Arella
Zitat von ZeitlosEcht:
Mir ist schon lange bewusst, dass ich mich besser zu beherrschen lernen muss. Meine Wutanfälle als Kind waren allgemein bekannt.


Wie lange ist es dir bekannt, und wie lange hast du nicht reagiert und bist es nicht angegangen?
Es scheint jetzt dran zu sein.
Du bist in einem intensiven Erkenntnisprozess. Wenn er neu ist, ist es sehr positiv.
Wenn er schon bekannt ist, und du es hast schleifen lassen, aus Stress durch selbst geschaffene äußere wirtschaftliche? Faktoren, dann ist es natürlich vermutlich eine Ursache für eure Situation.
War dir das auch schon vorher diffus bewusst, oder kommt das gerade jetzt, in der Trennungssituation?

x 1 #22


J
Zitat von ZeitlosEcht:
Paartherapie steht zwar im Raum, aber ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob das ein echtes Rettungsangebot ist oder nur der letzte Versuch, das Ende „sauber“ zu moderieren.

Die Paartherapie wäre sehr wichtig, das Ergebnis muss nicht sein, dass ihr wieder zusammen kommt. Es hilft euch aber die Situation zu verstehen und evtl unausgesprochenes dem anderen mitzuteilen. Dabei kann es in beide Richtungen enden. Ich denke dass es der erste Schritt zur Verarbeitung eures Problems/eurere Situation dient.

Du hast etwas geschrieben von Perfektionismus - woher weißt du das? In meiner letzten Therapie habe ich auch erzählt, dass ich ein Perfektionist bin. Darauf hin meinte die Therapeutin, dass ich mir das nicht so einreden soll. Ich möchte etwas gut, richtig und für meine Familie machen. Das hat aber nichts mit Perfektionismus zu tun, das hatte ich mir all die Jahre selbst eingeredet - wie sieht es da bei dir aus?

x 2 #23


Z
Danke @Arella,
Ja mit dem Leistungsanspruch bin ich aufgewachsen. Viel Druck und viele Kämpfe in meiner Kindheit.
Mein Vater und meine Mutter kamen je aus einer Familie mit einem Alk., ich war der Erste, der eine höhere Ausbildung gemacht hat, Zuneigung und Schwäche hat man in meiner Familie nicht gezeigt. Kann ich heute noch nicht.

Und Ariella, meine Frau hat mir das, was du mir sagst schon länger gesagt. Also wusste ich das. Ich habe es angegangen - wieder schleifen lassen. Wieso? Gewohnheit. Stolz. Ich habe mein Leben im Griff und muss mir nicht von einem Psychologen etwas sagen lassen. Ich habe immer alles alleine hinbekommen und so eine Schwäche vor der Partnerin zu zeigen - da hadere ich. Immer noch. Meine Frau hat es mir schon länger nahe gelegt - ich habe nein gesagt. Und jetzt die Quittung erhalten - ich bin also quasi sehenden Auges da rein geschlittert.

Ja @J_Eulenspiegel, Wir werden zu einem Therapeuthen gehen. Aber tief im inneren weiss cih, dass es wohl zu spät ist um die Beziehung zu retten.
Ich und mein Perfektionismus... Nein ich denke schon dass das oft nicht aus Liebe an der Sache kommt, sondern von einem inneren Zwang - deshalb auch der Stress und die Wut, wenn es eben nicht perfekt kommt. Und ja, Ich habe auch bei der Arbeit überrissene Vorstellungeen was denn Gut wäre. Habe da seinen gewissen Ruf.

Ja ich habe Angst vor den Paarsitzungen. Vor dem Resultat. Und ich habe noch viel mehr Angst vor meiner Reaktion wenn wir in der Trennung sind. Nämlich dass bei mir eine destruktive Wut breit macht. Ich bin auch ein extrem schlechter Verlierer... Es klingt komisch, aber bis jetzt war ich oft derjenige in unserer Beziehung der die Entscheidungen getroffen hat. Und jetzt bin ich hilflos ausgeliefert. das ist ein komisches Gefühl.

x 1 #24


Z
Danke für deine Worte @hotte, das tut gut. Alk. ist keine Gefahr. Und ja wir werden eine Paarberatung aufsuchen. Super schwierig den Richtigen zu finden.

Ja @Verzweifelt79 das Gedankenkarussell dreht - und ich fühl mich wegen dem Schlafmangel wie ein Zombie.

Die Nicht-Wahrhaben-Wollen Phase habe ich glaube ich recht schnell durchlaufen, wechselt sich allerdings ab mit Selbsthass (Ich Trottel hätte es besser wissen müssen), Wut - auf ihren mitfühlenden emotionalen Arbeitskollegen, und Verzweiflung wie das alles weitergehen soll.

Aber das Forum hier, die Hilfe ist unglaublich. Danke allen. Ihr helft mir vor allem nach der Suche vom "Warum" - und damit auch dem akzeptieren, dass du das Rad nicht mehr zurück drehen kannst und kein Wunder geschehen wird.

Ich muss jetzt wahnsinnig aufpassen, dass ich nicht in meinen Kampfmodus komme und mein Lebensprojekt retten oder zumindest den letzten Kampf um die Trennung gewinnen muss.
Akzeptanz @Verzweifelt79 braucht - zumindest bei mir - viel Zeit.

Ich weiss dass ich mich jetzt an die Paartherapie klammere. Aber so gut kenn ich meine Frau. Ar. es dann wahrscheinlich recht schnell nicht mehr um das "wie bleiben wir zusammen?", sondern um das "wie gehen wir respektvoll auseinander?" geht.

Mein Gehirn kämpft grad mit zwei widersprüchlichen Informationen. Nämlich "Ich habe alles investiert, hart gearbeitet und alles im Griff" und "Es ist trotzdem gescheitert". Brutal.

Ich denke @Verzweifelt79 es ist wichtig möglichst schnell der Realität ins Auge zu blicken – dass sie sich abgekapselt hat und weg will. Alles andere ist eine Betäubing, eine Flucht die dich davon abhält weiter zu gehen.

x 2 #25


Arella
@ZeitlosEcht.
Hab meinen Beitrag noch mal rausgenommen.
Dein Fall ist wirklich hart und es ist nicht gut, es heute Abend noch sehr offen zu besprechen.
Es hat alle seine Zeit.

Versuche zur Ruhe zu kommen.
Der Körper baucht Ruhe, auch wenn du nicht schläfst. Versuche zumindest liegen zu bleiben, falls du müde bist und zu ruhen.

Nach dem Regen kommt meist die Sonne wieder zum Vorschein.
Auch, wenn sie dann nicht genau die gleiche Erde bescheint, wie zuvor.

Versuche erst mal zu ruhen.

#26


hotte
@ZeitlosEcht

Ich habe neulich im Radio gehört das wir einfach die Perspektive wechseln sollten (Da war ein Paartherapeut im Abendprogramm).

Statt "Die Ehe ist gescheitert" kann man das auch als "die Beziehung hat sich verändert" oder "wir haben uns verändert" sehen. Meine Therapeutin hat damals mal gesagt das bei meiner NochFrau und mir die Beziehungsantennen einfach nicht mehr aufeinander ausgerichtet sind.

Ich habe große Scham empfunden bei dem Gedanken das meine Ehe gescheitert ist und das ich nicht in der Lage war die Ehe zu retten. Je mehr ich aber über das oben geschriebene nachgedacht habe, desto ehrlicher konnte ich mit mir selbst umgehen.

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Arella
@hotte , der TE hier wäre wirklich jemand, dem die Art "Männerarbeit" gut tun würde, hab ich so das Gefühl, mit der du dich gerade beschäftigst.
Das passt nicht für jeden Mann, denn es gibt Männer, die einen guten Zugang zu sich selbst haben und für die das kein Thema ist.
Herr @J_Eulenspiegel ist nach meiner Lesart, z.B. so jemand.
Aber für den TE würde das wohl gut passen.

Zitat von ZeitlosEcht:
Ich muss jetzt wahnsinnig aufpassen, dass ich nicht in meinen Kampfmodus komme und mein Lebensprojekt retten oder zumindest den letzten Kampf um die Trennung gewinnen muss.

Genau dazu hatte ich dir schon geschrieben, aber rausgenommen.
Versuche erst mal zu ruhen, so gut es geht.
Die Schreibenden hier haben alle ihre Geschichte. Du bist nicht allein.
Morgen ist ein neuer Tag.

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A


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