Ada
Gast
Ganz ehrlich, hätte deine Frau diese psychischen Belastungen aus der Kindheit nicht, wäre vieles, viel einfacher, so allerdings nicht.
R. war in der Schule ein hübsches, intelligentes Mädchen, allerdings viel uns auf, dass sie ab und an, in der Schule fehlte. Nach und nach wurde sie immer verschlossener und heulte manchmal, ohne für uns ersichtlichen Grund, einfach so. Die Lehrer machten auch Hausbesuche, allerdings veränderte sich nichts. Nur bei ihr, sie schottete sich immer mehr ab, manchmal sagte sie glatt gar nichts mehr. Irgendwann verließen wir alle die Schule, erlernten einen Beruf oder studierten, etc..
Eines Tages erklärte mir mein einer Arbeitskollege, dass er die Frau seines Lebens kennengelernt hat. Ich freute mich für ihn! Er zeigte mir auch ein Foto von ihr. Es war R. hübsch und nun eine Frau geworden. Mein ehm. Arbeitskollege heisst auch R. mit Vornamen, also setze ich einmal den 2ten Buchstaben dazu Ro.. So Ro. erfüllte ihr alle nur erdenklichen Wünsche, sie zogen gemeinsam in eine Wohnung und es sah jahrelang eigentlich für die beiden sehr gut aus, bis, das sie ab und an sich vor ihm verschloss (eine Mauer bildete) und ab und an mal heulte. Er erfuhr auch, dass sie als Kind nicht unbedingt das beste Elternhaus hatte, der Vater, wenn er getrunken hatte, schlug die Mutter und sie versteckte sich unter den Küchentisch! Er war besorgt, sie beschloss eine Therapie zu machen um ihre Depressionen und Ängste in den Griff zu bekommen, erst wurde alles besser, dannn 2 Jahre später, brach sie die Therapie aus unbekannten Gründen ab. Er akzeptierte ihre Entscheidung, schließlich war sie ja seine Traumfrau und lebte irgendwie weiter mit ihren Depressionen, er war halt sehr nett!
Sie bekamen dann ein Kind und beide beschlossen zu heiraten! Eigentlich sieht es bis zu diesem Punkt ja ganz gut aus - bis auf die abgebrochene Therapie und das Nichtdurchsetzungsvermögen meines ehm. Arbeitskollegen Ro..
Ich war auch auf der Hochzeit geladen und staunte nicht schlecht, dass ihr Vater und ihr Bruder auch auf der Hochzeit waren (Ihre Mutter nicht)
Ro. begründete das damit, dass es ja ihre Familie wäre, promt kam es auch auf der Hochzeit zu einer Prügelei und R. heulte in ihrem Brautkleid.
Irgendwie hatte ich die ganze Zeit damals ein ungutes Gefühl aber Machomann Ro. ignorierte mich völlig und sagte stolz nach einigen Jahren er könnte sich sogar jetzt mit den beiden unterhalten, die hätten sich gebessert!
Ok. ich machte noch ein weiteres Studium und so verlor ich die beiden aus meinen Augen. Jahre später, traf ich ihn wieder und war geschockt!
Weil er glaubte mit den beiden zurecht zu kommen, beschloss er mit Ramona in deren Elternhaus zu ziehen. Sie war mit den beiden im Haus, wenn er arbeitete. Irgendwann ging sie fremd erzählte er und das hinter seinem Rücken und fast ein ganzes Jahr!
Dann war sie überhaupt nicht mehr für ihn zu erreichen, verschloss sich völlig, selbst vor dem gemeinsamen Kind! Ich fragte ob er mit ihr ausgezogen wieder sei aber seine Antwort mit seinem gesenkten Kopf macht mich noch bis zum heutigen Tag unglücklich. Nein, meinte er, er war sauer auf sie, und so ging das noch fast ein ganzes Jahr, und dann fragte ich? Er hatte Tränen in den Augen und fragte ob ich es nicht gelesen hätte, ich hatte es nicht.
Sie hat sich damals von einem Zug überollen lassen, im Abschiedsbrief stand: "Ich bin nicht gut genug für dich!"
Ich musste, dass jetzt einmal loswerden, bitte unterschätze solche "Kindheitsprobleme" nicht! Egal ob du bei ihr bleibst oder auch nicht, die Therapie sollte sie machen! Definitiv!