Meine lieben Forenfreunde
Zwischenzeitlich sind ein paar Tage vergangen und ich bin zur Einsicht gekommen, endlich zu "erwachen".
Ja, das Geständnis meines Partners hat mich echt zur Bahn herausgeworfen und ich habe im Unterbewusstsein nach Indizien gesucht, dass er immer noch "fremd geht". Der Kontakt mit ihm beschränkte sich bis letzten Montag Abend auf "Whatsapp", da er ja eben auf dieser Reise war. Im Nachhinein betrachtet, liess ich ihm gar keine Chance, irgend etwas richtig zu machen (egal was er schrieb *hüstel*). Ich tobte wie ein Wirbelsturm und malte mir in Gedanken die allerschlimmsten Sachen aus. Ich war wütend. Und ja - ich liess ihn dies auch mit meinen Nachrichten spüren in dem ich mir einfach alles von der Seele schrieb, was ich fühlte. So etwas habe ich in meinen 37 Jahren Lebenszeit noch niemalsnie gemacht - es war, als bräche eine Mauer ein und ein riesen Staufluss fängt an zu fliessen. Es hat mir gut getan, einfach alles "herauszuko**en". Ich hatte mich inzwischen beruhigt und kam für mich zur Ansicht, dass diese Affäre eigentlich gut ist - in unserer Beziehung ist so viel falsch gelaufen, weshalb sollte es nicht so enden? Ich selber habe mich über all die Jahre so auf ihn fixiert und habe mein ganezes Leben seinen Umständen angepasst, sodass ich mich selber total vergessen habe. Es drehte sich alles nur um ihn (und nein - er hat das nie von mir verlangt!). Und weil ich "Angst" hatte, habe ich auch nie den Mund aufgemacht und etwas gesagt (und ich frage mich: Ist das denn nicht auch eine Art Betrug?). Dieses Erwachen ist bitternötig - ich möchte nicht den Rest meines Lebens so verbringen. Es ist Zeit, für mich und meine Bedürfnisse einzustehen, mich um mich selber zu kümmern, usw.
Da ich die Sache nicht in diesem Hickhack beenden wollte, gab ihm noch eine "Chance" zu erzählen, was denn genau passiert ist. Er entschied sich für diese Reise, da ich 3 Tage zuvor einen Wutanfall hatte und Tür und Tor zuknallen liess. Er hatte sich ursprünglich schon für diese Reise als Zusatzfahrer gemeldet und da immer noch Bedarf war, nutzte er die Chance, dem ganzen Sturm etwas zu entfliehen. Er selber ist ja kein Schneesportler und wie er mir berichtete , hat er die Tage einfach für sich genutzt um sich wieder zu erden und in sich hineinzuhorchen, etc. Auch er ist am erwachen, denn das Leben was er bis anhin gelebt hat (unbewusst) , war auch einfach nur "krank" - man geht selber daran kaputt und vernachlässigt einfach alles, da man 0 Privatleben mehr hat. Und ja: Ich glaube ihm das und verstehe, dass dies für ihn die naheliegendste Möglichkeit war, um etwas Klarheit zu bekommen. Inzwischen können wir wirklich sehr gut miteinander reden. Wir sind aber auch zur Einsicht gekommen, dass nun der Zeitpunkt da ist, dass sich jeder um sich selbst kümmern muss - ohne "Beziehungskiste". Jeder hat sich selbst vernachlässigt - dies ist Gift für jede Beziehung. Ich halte an meinem Plan für eine neue Wohnung fest und werde mich wirklich vor allem um mich kümmern (mir wird erst jetzt bewusst, was da in meinem Kopf für ein Programm abläuft

) und er auch um sich - wir sind beide der Ansicht, dass dies für den Moment die beste Lösung ist. Wir werden sehen was die Zeit bringt - aber auf alle Fälle fühle ich mich schon sehr viel leichter, als die ganzen letzten Jahre. Wie kann man von seinem Partner etwas "erwarten", was man nicht einmal sich selbst zu schenken vermag?
So hart es klingt - es ist gut so wie es ist
