Nalf
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Wenn man selbst nicht betroffen ist, kann man sich schwerlich in diese Situationen hinein versetzen. Aber Dein Beispiel mit den epileptischen Anfällen deckt sich gut mit dem, was ich bei neurodiversen, traumatisierten oder schizophrenen Kindern beobachten kann.
Mit der Ergänzung, dass nach der Überlastung bei einigen die Realisations-und-Selbstzerfleischungs-Phase kommt. Und bei manchen der Anspruch, ihren Anfall entschuldigen zu müssen, nicht besteht.
Beides sagt imho nichts darüber aus, ob es sich dabei um freundliche, sozial so weit wie möglich angepasste Menschen handelt, oder um A-löcher. Es sagt nur etwas darüber aus, ob sie sich selbst für ihre Krankheit/Behinderung/Andersartigkeit hassen und verurteilen oder selbst damit leben können (auch wenn es die Umwelt häufig nicht kann).
@Plague: Du machst häufig den Eindruck, als hättest Du eine psychologische oder pädagogische Grundbildung. Zumindest verwendest Du bisweilen Fachbegriffen oder erkennst Zusammenhänge von Ursache und Wirkung. Umso mehr erstaunt es dann, dass Du in objektiv recht einfach gelagerten Konstellationen komplett angefasst wirkst, wenn Dir kein Respekt entgegen gebracht wird.
Dann wirst Du hartnäckig und forderst eine Unterwerfungsgeste. Aber eben nicht offen oder per PN, sondern so:
Zitat von Plague:Sie sind aber keine bloßen Opfer dieser Eigenarten, sondern können durchaus mit therapeutischer Hilfe lernen, mit diesen special features im Rahmen ihrer Möglichkeiten sozialverträglich umzugehen. Das ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens.
Und dabei deuten Deine Texte darauf hin, dass Du sowas eigentlich gar nicht nötig haben müsstest.
Mal im Gegensatz zu:
Zitat von Fenjal:Ich hoffe nur, dass diese deine Milde, auch für andere User gilt,
wo die Verletzung, die zu der Verhaltenskreativität führt, so offenbar ist, dass trotz ständiger Stänkerei viel Milde und Ignoranz gewährt wird.
Ich für meinen Teil bin ganz froh, dass niemand auf die Idee kommt, mir über die Straße helfen zu wollen. Und neide keinem Blinden den Knopf unter dem Ampelruf.
Es gibt einen Unterschied zwischen "ich will mich auch mal ungestraft daneben benehmen dürfen" und "ich wäre gerne Autist".
Ich finde, jede/r, der/die auch mal was aushalten und an sich abprallen lassen kann, kann sich über seine Stärke glücklich schätzen.