Zitat:Vielleicht ist das so. Vielleicht ist es aber so, dass es mir noch dreckiger geht. Das ist im Moment mein Gefühl. Ich lebe (und leide) lieber in dieser Ehe-WG, als ohne ihn zu sein, als die Kinder da mit reinzuziehen, als allein zu sein...
Liebe Seagull,
ich habe mich jetzt extra für deinen Beitrag angemeldet, da ich in einer sehr ähnlichen Situation steck(t)e
Deine Kinder wurden bereits mit hineingezogen, auch wenn du sagst sie würden von all dem nichts mitbekommen. Bist du dir da sicher? Die spüren viel mehr als du denkst. Du sagst selber dass du traurig bist, nicht mehr die starke fröhliche Frau von früher (das durfte ich mir von meinem Noch-Mann auch anhören). Und wenn deine Freunde merken wie schlecht es dir geht, dann merken deine Kinder das auch.
Und möchtest du das diese mit so einem Bild einer Beziehung/Ehe groß werden und das normal für sie ist. Sie sollen doch starke, selbstbewusste Frauen (meine du hast zwei Mädels, oder?) werden.
Ich habe den Schritt der räumlichen Trennung vor fünf Wochen vollzogen. Mein Mann ist auf meinen Wunsch ausgezogen. Und auch wenn einige Tage sehr hart sind und ich mir zwischendurch wünsche aus dem Albtraum zu erwachen, weiß ich dass es die richtige Entscheidung war.
Meine Vorgeschichte :
14 jährige Beziehung, 8jährige Ehe,
nach vier Jahren Kinderwunschbehandlung kam letztes Jahr das gewünschte Wunschkind.
Aber die Gefühle waren bereits während der Schwangerschaft von seiner Seite weg. Ich habe ihn damals (nach wochenlangen hin und her von seiner Seite) vor die Tür gesetzt in der Hoffnung er kommt zur Besinnung (eine emotionale Affäre spielte noch mit rein)
Er kam wieder angekrochen und wir wollten um unsere Ehe kämpfen (oder war es vor allem ich?) . Als unsere Tochter 10 Wochen alt war spürte ich wieder dass er sich emotional distanziert, was er abstritt. Sein Verhalten ähnelte sehr dem deines Mannes. Habe sogar noch einen Termin bei der Paar Beratung (eine meiner Forderungen für seine Rückkehr, die er dann als nicht nötig ansah) gemacht, da ich ihn dann auch noch erwischte wie er sein Ego im Netz beim flirten pushte.
Wieder durfte ich mir anhören dass seine Gefühle für mich weg sind.
Eine Trennung wollte er nicht, aber die Beziehung wolle er gerade nicht? Zehn Minuten später war er sich dann schon nicht mehr sicher und rudert wieder zurück. Versteh einer den Mann. Seine Vorstellung eine WG, so wie ihr sie gerade führt. Daran wäre ich zerbrochen.
Ich bin die Wochen mit seinem hin und her am Stock gegangen. Das ging so 6 Wochen.
Was ich in den letzten Wochen gelernt habe und noch lerne: setze Grenzen, die Situation gerade tut dir nicht gut. Kümmere dich um dich selbst!
Alles Liebe
Ovis