Zitat von Goldy:Aus jedem Post kann ich lesen, dass es dir nur darum geht, dass du Kontakt zu deiner neuen Partnerin hast. Das ist dein einziger Fokus.
Ja, deshalb folgt ja auch die Therapie von mir. Damit ich mein Lebensglück nicht von einer Person abhängig mache. Aber sollte ich deshalb DIESE Person aufgeben?
Zitat von Goldy:Du vermittelst den Eindruck, dass dir die Gesundung deiner Partnerin zu langsam geht. Du willst, dass sie schnell gesund wird, dass ihr laaaaangsam eure Beziehung aufbauen könnt. Das geht nicht. Das wurde dir aber schon gesagt.
Ja, ich will das sie schnell gesund wird. Ja, ich wünsche mir, dass wir es wieder langsam angehen lassen werden. Warum geht das nicht? Es ist ja nicht "Schluss" zwischen uns - oder würd sie sich sonst dennoch fast täglich melden? Ich lasse ihr die Ruhe, setze sie null unter Druck, SIE meldet sich bei mir.
Zitat von Goldy:Und ja, du vermittelst für MICH PERSÖNLICH den Eindruck, dass du jetzt schon von deiner neuen Partnerin abhängig bist. Dein ganzes Dasein dreht sich ausschließlich um sie.
Da muss ich dir uneingeschränkt recht geben und das ist NICHT normal von mir - aber zum wiederholten mal: ich habe das erkannt und bekomme psychologische Unterstützung, das in den Griff zu bekommen. Ich versuche, ihr gegenüber nicht mehr das Gefühl zu geben, zu klammern oder so, da ich mir ja bewusst bin, ein Problem zu haben. Was sollte ich denn sonst machen, ich liebe sie ja trotzdem, auch wenn es (noch) auf eine ungesunde Art und Weise ist?
Zitat von Goldy:Was ich vermisse, aber vielleicht sehe ich das falsch, dass du nicht ein anerkennendes oder schätzendes Wort über deine Exfrau schreibst. Du begreifst, dass sie krank ist? Hast du dir Sorgen um sie gemacht? Ihr wart fast 30 Jahren zusammen! Wenn ich dein Alter sehe, dann musst du ja mit ihr erwachsen geworden sein. Wo ist da die Trauer? Trauerst du überhaupt über das Ende deiner Ehe?
Siehe meinen vorherigen, langen Post. Ich finde den Vorwurf unfair. Meine Noch-Frau und ich reden sehr viel und intensiv miteinander, auch über unsere Beziehung und reflektieren jetzt (leider zu spät) sehr viele Dinge.
Wir hätten wohl das Ende unserer Beziehung verhindern können (im Nachhinein ist man immer schlauer), es gehören immer 2 dazu, da sin wir uns einig. Und wir machen uns keine Vorwürfe, wer mehr Schuld am Ende hat, denn wir haben vereinbart, dass wir "Familie" bleiben werden, aber eben nicht mir miteinander sondern nebeneinander. Wir haben am Anfang sehr wenig Kontakt, was auch wichtig war, weil wir uns bei den wenigen Treffen sehr getriggert haben, mittlerweile ist es wie ein Geschwisterverhältnis, es tut sehr gut sie zu umarmen und beide sind wir uns bewusst, dass wir uns noch immer sehr gerne haben, aber beide können wir uns keine Partnerschaft mehr vorstellen. Ich habe ihr versprochen, immer für sie da zu sein und sie auf dem Weg aus der Sucht zu begleiten wo es geht. Ich bin einer von sehr wenigen Menschen, die sie in der Einrichtung besucht haben und die sie auch gerne empfängt.
Ich finde, ich bin in der Verarbeitung schon relativ weit. Dass man 28 Jahre NIEMALS vergessen wird, ist auch klar, genauso wenig wie meine Freundin ihre 23 Jahre. Dann hätten wir beide nicht "geliebt" und wären nicht geeignet füreinander. Denn eines ist auch klar: so schwierig es ist, die Trennung von einer so langen Beziehung zu bewältigen, so sicher kann man sein, dass der Partner loyal ist und zu langjährigen Beziehungen bereit.