Hallo ihr Lieben,
ich bin froh, dass ihr mir überhaupt noch schreibt. Dafür erst mal DANKE 🌹
Wahrscheinlich ist es auch so eine Art Sucht. Oder eben das Gefühl, da ist jemand, der mich versteht, liebt. Es ist bescheuert, ich weiß. Aber entweder mag er mich wirklich und braucht auch so eine Flucht, damit er das Gefühl hat, nicht ewig in seiner Tretmühle zu Hause ausharren zu müssen......
Es ist eine Entscheidung, sich davon zu distanzieren. Aber, wenn es so ist, dass er es nur ausnutzt, was ja gut sein kann, dann ist es wirklich sehr sehr gut gemacht. Also dieses Hinhalten und Warmhalten usw. Und die Hoffnung durch die ständigen "Ich will raus zu Hause, suche Wohnung" usw. Das ist schon fies. Auch wenn ich dann selbst oft denke, wenn das jetzt nicht passiert oder wenn dieses dann doch passiert, keine Ahnung, dann muss ich das abschließen, das bringt dann nix. Dann findet mein Gehirn tausend plausible Ausreden, warum das nix zu sagen hat. Es ist schon ziemlich schlimm.
Dazu kommt, dass er halt wirklich ein guter Mann ist (klar, vielleicht sehe ich's nur so) und wenn ich jetzt für mich erkennen muss, dass er an mir im Grunde so gar nicht interessiert ist, dann zerbreche ich doch und fühle mich furchtbar minderwertig. Insbesondere wenn dann wieder jüngere, hübschere Frauen im Umfeld auftauchen, die er sichtbar toll findet - das war so schon absolut furchtbar für mich und die Hölle. Und es wird auch wieder eine auftauchen - so ist das im Leben ja halt. Und ich weiß nicht wie ich da mein Selbstwertgefühl noch behalten kann.
Wie soll man einen wirklich tollen Mann vom Sockel runterholen, sodass es einem nichts mehr ausmacht, wenn er junge, hübsche Frauen vollflirtet und seinen Spaß mit denen hat und umgekehrt? Wenn man selber nur noch eine Randfigur im Spiel ist und sich keiner dann mehr interessiert? Wie soll ich mich selber noch gut finden, wenn offensichtlich das nicht der Fall ist? Da steige ich nicht so durch.
Ich meine, die Frauen sehen ja nicht nur gut aus. Die haben ja auch eine vielleicht tolle Persönlichkeit, sind gebildet und man kann vielleicht mehr Spaß mit denen haben. Ich meine, womit soll ich mich denn da messen oder noch aufbauen, damit ich nicht vollständig in mich zerfalle?
Klar, es gibt ja auch noch andere Dinge im Leben. Es ist ja aber auch so, dass die Männer heute oft entscheiden, wer wieviel vom Kuchen abkriegt, wer die besten Aufgaben bekommt, die meiste Aufmerksamkeit, wer netter behandelt wird usw. Und ja, ich kann zu Hause sitzen und Bücher lesen, Freundinnen finden und mit denen um die Häuser ziehen. Aber für alles brauche ich Kohle. Klar, ich kann auch woanders hin arbeiten gehen, aber dort wird es doch wieder so sein? Oder? Frauen, die bevorzugt werden, weil sie jung und hübsch sind. Und es hat auch was mit dem Älterwerden zu tun. Ein Bekannter findet noch schwer eine Arbeit mit Mitte 40. Der ist sogar noch top in Schuss.
Meine Denkweise ist irgendwie schräg, das mag sein. Aber ich bin total angefüttert und stecke im Hoffnungskarussell fest und im Dopaminkreislauf oder so.
LG